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Wattenmeer feiert Jubiläum

Staatskanzlei

Wattenmeer feiert Jubiläum

Seit 30 Jahren profitieren Natur und Mensch vom größten Nationalpark zwischen Nordkap und Sizilien.

01.10.2015 - Am 1. Oktober 1985 trat das Nationalparkgesetz in Kraft. Vorbehalte, die es bei seiner Gründung noch gab, haben sich in breite Zustimmung gewandelt. 2009 ist der Nationalpark Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt worden.

Portraitfoto Dr. Robert Habeck

Dieser Nationalpark ist eine der großen Erfolgsgeschichten unseres Landes.

Dr. Robert Habeck

Rückzugsort für Mensch und Tier

Hunderte spezialisierter Insektenarten haben wieder einen Lebensraum und Urlaubsgäste eine Natur-Attraktion. Die Fläche der Salzwiesen am Festland ist seit der Nationalparkgründung sogar um mehr als ein Drittel angewachsen.

Der Nationalpark ist zudem ruhiger geworden, denn Störungen durch tief fliegende Flugzeuge sind sehr stark zurückgegangen.

Artenvielfalt soweit das Auge reicht

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer umfasst 4.400 Quadratkilometer Watt- und Meeresflächen, Strände und Salzwiesen. Erdgeschichtlich ist es ein sehr junger Naturraum, der von Ebbe und Flut, Wind und Wellen stetig neu geformt wird.

Er bietet etwa 10.000 Arten von Tieren und Pflanzen eine Heimat, von denen viele nur hier und nirgends sonst leben. Millionen Brut- und Zugvögel machen das Wattenmeer zum vogelreichsten Gebiet in Europa.

Bildergalerie: Nationalpark Wattenmeer

Hallig Langeneß
© x-ray-andi / pixelio.de Schwimmende Träume: Die Halligen im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer sind weltweit einzigartig. Im Gegensatz zu den Inseln werden die kleinen Eilande bei Hochwasser regelmäßig überflutet. Ausnahme sind die Gehöfte, die auf künstlich erschaffenen Hügeln liegen, den Warften
Eine Gruppe von Menschen wandert durch das Watt bei Nordstrandischmoor
© W. Diederich / grafikfoto.de Nordstrandischmoor ist die jüngste der zehn Halligen. Neben Pellworm und Nordstrand ist sie eines der Bruchstücke der 1634 untergegangenen Insel Strand. Übernachtungsgäste vom Festland kommen meist mit der Lorenbahn nach Nordstrandischmoor. Die Hallig ist aber auch mit dem Schiff von Nordstrand aus zu erreichen.
Hamburger Hallig
© U. Dahl / grafikfoto.de Ein beliebtes Ausflugsziel und gleichzeitig ein wichtiges Vogelschutzgebiet - das ist die Hamburger Hallig. Vor dem Sönke-Nissen-Koog gelegen, ist die Hallig heute durch einen Damm mit dem Festland verbunden,
Menschen laufen in den Salzwiesen auf Hallig Gröde
Foto: © M. Staudt / grafikfoto.de Die kleinste Gemeinde Deutschlands liegt mitten im Wattenmeer: Nur knapp 20 Menschen leben auf Hallig Gröde. Zu ihr gehört auch die nicht dauerhaft bewohnte Hallig Habel.
Hallig Langeneß
© W. Diederich / grafikfoto.de Langeneß ist die größte der Halligen. Rund 100 Menschen leben hier. Langeneß ist mit einer Lorenbahn durch das Wattenmeer mit der Nachbar-Hallig Oland und von dort weiter mit dem Festland bei Dagebüll verbunden.
Eine Hand hält eine Herzmuschel in die Sonne
© M. Staudt / grafikfoto.de Die Herzmuschel ist die häufigste Muschelart im Gezeitenbereich der Nordsee und ist dort bei Seevögeln und Muschelsammlern sehr beliebt. Doch nicht nur als Nahrungsgrundlage vieler Tiere ist die Muschel wichtig für das Wattenmeer. Die rund drei Zentimeter große Muschel filtert in einer Stunde 2,5 Liter Meerwasser.
Bei Ebbe sind sie überall: die Spaghettihaufen im Watt.
© Hans Snoek - www.hs-buch.de / pixelio.de Bei Ebbe sind sie überall: die Spaghettihaufen im Watt. Verantwortlich für diese seltsamen Haufen ist ein 40 Zentimeter langer, rot bis rotbrauner Wurm: der Wattwurm. Er frisst den Sand des Wattes und filtert so die organischen Stoffe aus dem Boden heraus.
Strandkrabbe
© M. Schlüter / pixelio.de Auch wenn die Verwechslung häufiger vorkommt: Ein Krabbenbrötchen ist nie mit einer Strandkrabbe belegt. Die Strandkrabbe ist ein Krebs und ein gefräßiger noch dazu. Er ist nicht wählerisch und frisst neben Algen, Würmern, Muscheln und Schnecken auch jede Menge Aas. So tragen die Strandkrabben ihren Teil zur Reinigung des Wattenmeeres bei.
Wattschnecke
© Stock / LKN-SH / nationalpark-wattenmeer.de Von Schneckentempo kann hier gar nicht die Rede sein. Durch einen Trick kann die Wattschnecke kilometerweit reisen: Sie baut ein Floß aus Schneckenschleim, heftet sich daran und treibt dann an der Unterseite der Wasseroberfläche davon. Diese drei bis sechs Millimeter kleinen Tiere haben eine große Aufgabe im Wattenmeer. Sie fressen nicht nur alles, was sich am Boden absetzt, sondern verbinden durch ihre Ausscheidungen Sand und Schlick. Dadurch wird der Boden nicht weggespült.
Junge Lämmer auf dem Deich
© M. Staudt /grafikfoto.de Auf den Salzwiesen und Deichen an der Nordseeküste sind grasende Schafe kaum noch wegzudenken. Als echtes Wahrzeichen der Küste haben sie eine wichtige Funktion als Deichpfleger im Küstenschutz.
Abendstimmung im Watt vor der Nordseeinsel Föhr, drei Menschen balancieren auf den Pollern eines Anlegers
© W. Diederich / grafikfoto.de Vor allem an warmen Sommertagen ist ein Sonnenuntergang im Watt wie hier vor der Insel Föhr der perfekte Abschluss für den Tag.