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Bio-Bauern starten eigene Meierei

Staatskanzlei

Bio-Bauern starten eigene Meierei

Minister Habeck lobte die beteiligten Landwirte: "Wichtiger Impuls für Bio-Milchprodukte in Norddeutschland."

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck hat am 24. August in Mühlenrade bei Trittau die Bauernmeierei Hamfelder Hof eröffnet.

Ein Gemeinschaftsprojekt

Die Hamfelder Hof Bauernmeierei GmbH & Co KG hat ein Investitionsvolumen von rund 11 Millionen Euro. Es wurde mit 1,85 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER), der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) sowie aus Haushaltsmitteln des Landes Schleswig-Holstein gefördert (370.000 €).

Leistungsfähige Strukturen

Die beteiligten Milcherzeuger sind kleine bis mittlere landwirtschaftliche Betriebe im Umkreis von max. 150 km um die Biolandmeierei. "Hier haben sich 27 Landwirte zusammengetan und eine hochmoderne Meierei gebaut. Sie setzen damit einen wichtigen Impuls für leistungsfähige Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen für Bio-Milchprodukte in Norddeutschland", sagte Habeck bei der Einweihung.

Portraitfoto Dr. Robert Habeck

Das ist ein wichtiger Impuls für Bio-Milchprodukte in Norddeutschland.

Dr. Robert Habeck

Große Nachfrage und stabile Preise

Gerade angesichts der sinkenden Preise auf dem Milchmarkt sei die Bio-Milchwirtschaft für Landwirte eine gute Option. "Der Bio-Milchmarkt hält dem zunehmenden Druck stand. Für Bio-Milch gibt es eine große Nachfrage und stabile Preise, die deutlich über dem liegen, was man für konventionelle Milch ausgezahlt bekommt. Das könnte ein Anreiz sein, umzustellen", betonte der Minister.

Zurzeit werden etwa 11 Millionen Liter Milch auf den Höfen der Bauerngemeinschaft produziert. Diese werden in Mühlenrade zu Frischmilch, zu länger haltbarer Milch und zu Sauerrahmbutter verarbeitet. Bereits ab 2016 ist mit dem Aufbau der Joghurtproduktion eine Ausweitung des Sortimentes geplant.

Förderung durch Land und EU

Die Erhöhung von Verarbeitungstiefe und Wertschöpfung waren neben der modernen Technik und dem Konzept der "gläsernen" Produktion weitere Pluspunkte für die besondere Förderwürdigkeit des Projekts.

Der ELER soll

  • die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft in Dörfern und Gemeinden fördern,
  • die ausgewogene räumlichen Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und Gemeinschaft sicherstellen,
  • die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen gewährleisten und
  • den Klimaschutz fördern

Für das schleswig-holsteinische Landesprogramm für den ländlichen Raum (LPLR) stehen im Förderzeitraum 2014-2020 insgesamt etwa 620 Millionen Euro zur Verfügung. Davon ca. 420 Millionen Euro aus dem ELER, die durch rund 200 Millionen Euro nationale Mittel kofinanziert werden.