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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Landesregierung will mit Gesetz den Betrieb von Waldkindergärten absichern

Datum 30.01.2018

Eine Frau erklärt einer Gruppe Kinder eine Pflanze. Waldkindergarten (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Derzeit gibt es in Schleswig-Holstein eine Vielzahl von Naturgruppen, in denen Kinder naturnah betreut werden. In der Regel handelt es sich dabei um Waldkindergärten. © M. Staudt / grafikfoto.de

KIEL. Der weitere Betrieb von Waldkindergärten soll künftig erleichtert werden. Die Landesregierung hat heute nach Anhörung der betroffenen Verbände einem entsprechenden Gesetzentwurf des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) zugestimmt, mit dem das Landeswaldgesetz geändert werden soll. „Wir wollen Kitas in freier Natur. Mit der neuen Passage im Landeswaldgesetz heben wir das noch einmal hervor und geben so mehr Sicherheit für unsere Waldkitas“, sagte Staatssekretärin Anke Erdmann.

Derzeit gibt es in Schleswig-Holstein eine Vielzahl von Naturgruppen, in denen Kinder naturnah betreut werden. In der Regel handelt es sich dabei um Waldkindergärten. Eine große Anzahl dieser Waldkindergärten nutzt Hütten oder Bauwagen im Wald zum kurzfristigen Aufenthalt der Kinder und Betreuer, aber auch zur Lagerung von Material.

Geplante Gesetzesänderung sorgt für Sicherheit

Mit der geplanten Gesetzesänderung sollen  nun derartige Hütten und Bauwagen als Teil des Waldes anerkannt werden. Damit wird klargestellt, dass Waldkindergärten mit den Festsetzungen bestehender Flächennutzungspläne vereinbar sind. Dadurch wird eine Änderung oder Ergänzung der aktuell bestehenden Bauleitplanung im Regelfall entbehrlich. Hintergrund ist, dass die Unterstände für Waldkindergärten nach dem Baurecht als bauliche Anlagen eingestuft werden, wodurch es zu Konflikten mit dem Bauplanungsrecht kam. Dies hat in mehreren Fällen zu Problemen geführt. Eine unveränderte Rechtslage hätte zur Folge, dass alle Gemeinden, in denen entsprechende Anlagen von Waldkindergärten vorhanden sind, ihr Bauplanungsrecht ändern müssten, wenn diese erhalten bleiben sollen. Dies wäre mit erheblichem Zeit- und Verwaltungsaufwand sowie mit erheblichen Kosten für die Gemeinden verbunden.

Portraitfoto Anke Erdmann

Wir wollen Kitas in freier Natur. Mit der neuen Passage im Landeswaldgesetz heben wir das noch einmal hervor und geben so mehr Sicherheit für unsere Waldkitas.

Anke Erdmann
 

Mit der vorgesehenen Novellierung des Landeswaldgesetzes wird es möglich, diese Anlagen ohne derartige Änderungen beizubehalten. Den Gemeinden wird so Planungsaufwand und damit Kosten von der Hand gehalten. Die Erhaltung bestehender Einrichtungen von Waldkindergärten in Wäldern wird erleichtert.

Gefahren müssen geprüft werden

Um so viel Sicherheit wie möglich zu schaffen, müssten selbstverständlich weiterhin etwaige Gefahren durch Windwurf und Brände im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens geprüft werden. 

Der Gesetzentwurf wird nun dem Landtag zugeleitet.

Medien-Information vom 30. Januar 2018 zum Herunterladen (PDF 122KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel| Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de| Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de| Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

 

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