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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Luftschadstoffmessungen: Belastung durch Stickstoffdioxid gesunken

Datum 30.01.2018

Messgeräte zur Erfassung der Luftqualität am WaldrandDie Belastung der Luft durch Stickstoffdioxid ist in Schleswig-Holstein insgesamt gesunken. Das ist ein erstes Ergebnis der Luftschadstoffmessungen für das Jahr 2017. © LUESH

KIEL. Die Belastung der Luft durch Stickstoffdioxid ist in Schleswig-Holstein insgesamt gesunken. Das ist ein erstes Ergebnis der Luftschadstoffmessungen für das Jahr 2017. "Das ist eine gute Nachricht. Saubere Luft ist ein hohes Gut. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Landes haben einen Anspruch auf die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte", sagte Umweltminister Robert Habeck.

Die Messwerte sanken in Norderstedt in der Ohechaussee von 44 auf 39 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gegenüber dem Vorjahr. Damit liegen sie unterhalb des Grenzwertes. Die Notwendigkeit für die Aufstellung eines Luftreinhalteplanes ist daher zurzeit nicht gegeben. Die Messungen werden allerdings fortgesetzt und die Beratungen mit der Stadt Norderstedt für einen Luftreinhalteplan wieder aufgenommen, falls im Laufe des Jahres 2018 wieder Grenzwertüberschreitungen auftreten. Gemäß den Luftqualitätsrichtlinien der Europäischen Union muss für Stickstoffdioxid seit Januar 2010 ein Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft eingehalten werden.

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Das ist eine gute Nachricht. Saubere Luft ist ein hohes Gut. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Landes haben einen Anspruch auf die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte.

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Ebenfalls gesunken ist der Wert am Theodor-Heuss-Ring in Kiel: Er ging von 65 um ca. 15 Prozent auf 56 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zurück. Auch in der Bahnhofstraße in Kiel hat die Belastung abgenommen - von 42 auf 41 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dennoch liegen die Belastungen weiterhin oberhalb des Grenzwertes. "Das Ministerium arbeitet deshalb zusammen mit allen beteiligten Akteuren mit Hochdruck an der Fortschreibung des Luftreinhalteplans für die Stadt Kiel", sagte der Minister.

"Kein pauschales Fahrverbot"

Der Luftreinhalteplan soll sicherstellen, dass die Grenzwerte möglichst kurzfristig eingehalten werden. „Dafür brauchen wir die richtigen Instrumente.“ Derzeit würden daher eine Reihe unterschiedlicher Szenarien geprüft. „Klar ist schon jetzt: ein pauschales Fahrverbot, bei dem niemand mehr über den Theodor-Heuss-Ring fahren kann, wird nicht erforderlich sein. Betrachtet werden aktuell unterschiedliche Szenarien, unter anderem Durchfahrverbote für Dieselfahrzeuge, die die Euro 6 Norm nicht erfüllen.“ Denn die Messergebnisse zeigen dabei deutlich, dass die Emissionen des Straßenverkehrs auf dem Theodor-Heuss-Ring selbst die Hauptursache für die hohen Belastungen sind.

Luftreinhalteplan wird überarbeitet

Die Überarbeitung des Luftreinhalteplans wird voraussichtlich bis Ende des ersten Quartals 2018 abgeschlossen sein. Anschließend ist eine Beteiligung der Öffentlichkeit geplant. Im Februar wird das Bundesverwaltungsgericht über die Frage der Rechtmäßigkeit von Dieselfahrverboten in Luftreinhalteplänen entscheiden.

Werte im ländlichen Raum gesunken

Die Konzentrationswerte für Stickstoffdioxid sind sowohl im ländlichen Raum als auch in den Städten abseits der viel befahrenen Straßen weiterhin niedrig und mit und bis zu 2 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft geringer als im Vorjahr.

Die Luftschadstoffkonzentrationen in Schleswig-Holstein werden im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ermittelt. Übersichten zur Luftqualität sind im Internet unter www.luft.schleswig-holstein.de zu finden.

Medien-Information vom 30. Januar 2018 zum Herunterladen (PDF 123KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7173 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de |
Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

 

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