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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Kernkraftwerk Krümmel: Pumpe ließ sich nicht einschalten

Datum 05.12.2017

Kernkraftwerk Krümmel von der Wasserseite aus der Luft KKW Krümmel (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Kernkraftwerk Krümmel bei Geesthacht © Vattenfall

GEESTHACHT/KIEL. Im abgeschalteten Kernkraftwerk Krümmel konnte bei einer wiederkehrenden Prüfung am 29. November 2017 eine Pumpe nicht eingeschaltet werden. Die Pumpe soll bei Wasserverlust Wasser in die Kondensationskammer pumpen. Das Ereignis hat eine geringe sicherheitstechnische Bedeutung, da das System zweifach vorhanden ist und der zweite Strang funktionsfähig war. Das teilte die schleswig-holsteinische Reaktorsicherheitsbehörde (Energiewendeministerium) heute (5. Dezember) in Kiel mit.

Keine Gefahr durch radioaktive Substanzen

Weder das Personal noch die Umgebung waren durch die Abweichungen in Mitleidenschaft gezogen. Zu keiner Zeit bestand eine Gefahr durch austretende radioaktive Substanzen. Das Gebäuderückfördersystem, zu dem die ausgefallene Pumpe gehört, liegt im Kontrollbereich des Kernkraftwerks und wird zu jeder Zeit radiologisch überwacht.

Die Reaktorsicherheitsbehörde hat Sachverständige des TÜV NORD aus Hamburg zur Überprüfung des Ereignisses eingeschaltet.

Die Betreibergesellschaft hat der Reaktorsicherheitsbehörde die Feststellungen als Meldepflichtiges Ereignis der Kategorie N („Normal“) gemeldet.

Gezielte Auswertung geplant

Für das Gebäuderückfördersystem sollen nunmehr die vorliegenden Ereignismeldungen und Betriebserfahrungen gezielt ausgewertet werden, um entsprechende Schwachstellen früher zu erkennen. Das Konzept der wiederkehrenden Prüfungen hat sich in diesem Falle bezüglich der Erkennung des Schadens bewährt. 

Hintergrund:

Das Kernkraftwerk Krümmel ist seit 2009 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung und der Abbau der Reaktoranlage werden vorbereitet.

Orientiert an der sicherheitstechnischen Bedeutung und Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).

Medien-Information vom 5. Dezember 2017 zum Herunterladen (PDF 253KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de| Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

 

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