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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Bau von Tierwohlställen: Neue Richtlinie für Agrarinvestitionsförderung

Datum 03.11.2016

KIEL. Bei der Förderung des Baus von Tierwohlställen hat das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein Verbesserungsvorschläge aus der Praxis aufgegriffen und die Anforderungen leicht modifiziert. Die entsprechende Förderrichtlinie für die Agrarinvestitionsförderung dazu hat Minister Habeck gestern (2. November 2016) unterzeichnet. Sie tritt sofort in Kraft.

Bauwillige Landwirte können im Zeitraum vom 1. Februar bis zum 15. März 2017 einen Förderantrag stellen. Für das kommende Antragsverfahren stehen 2 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. "Mit der Förderung von ausgewählten Stallbauten unterstützt die schleswig-holsteinische Landesregierung den Bau von Ställen, die mehr Tierwohl ermöglichen. Ohne diese Förderung würden solche Ställe derzeit nicht gebaut, weil der Markt die höheren Kosten nicht honoriert", sagte Habeck.

Im Zuge der Richtlinienfortschreibung wurden Verbesserungsvorschläge aufgegriffen, die insbesondere Stallbauten im ökologischen Landbau betreffen. Es handelt sich um praktikable Vorschläge, basierend auf den Erfahrungen der Berater im Prozess der Stallbauplanung. Sie verschieben den Schwerpunkt der Förderung aber nicht.
So wurden die Anforderungen an die Liegefläche für Mutterkühe einheitlich auf 7 Quadratmeter festgelegt. Ferner wurde im Zuge der Richtlinienänderung beim Platzbedarf in der Rindermast die Kategorie "bis 200 kg mind. 2,5 m2 pro Tier" zugunsten einer genaueren Einstufung aufgenommen. Darüber hinaus soll im Zuge eines geförderten Stallbauvorhabens auch der Bau von Mistplatten mit einem Zuschuss in Höhe von 20 Prozent gefördert werden. Dagegen ist eine separate Förderung einzelner Mistplatten weiterhin nicht vorgesehen.

Weitere Änderungen im Bereich der Basisförderung (20 Prozent) der Geflügel- und Legehennenhaltung sind erforderlich geworden, weil der Bund und die Länder im Frühjahr u.a. auch Änderungen für das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) beschlossen haben. Diese Änderungen sind unproblematisch, weil die antragstellenden Landwirte überwiegend nach den hohen Anforderungen an eine bestmögliche tiergerechte Haltung bauen (Zuschuss 40 Prozent gemäß Anlage 2), die ohnehin über die Anforderungen des Bundes hinausgehen.

Die Anforderungen an die Ausgestaltung von Tierplätzen ergeben sich aus den Anlagen 1 und 2 zur AFP-Richtlinie. Eine erhöhte Förderung (40 Prozent) erhält, wer sämtliche Anforderungen an eine bestmöglich tiergerechte Haltung nach Anlage 2 erfüllt.

Für alle interessierten Antragsteller gilt, dass nach Durchführung der Investition der Viehbestand 2,0 Großvieheinheiten pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche nicht überschreiten darf, bestimmte Obergrenzen bei den Tierzahlen eingehalten werden müssen, eine Güllelagerkapazität für mindestens neun Monate vorhanden sein muss und Güllelager abgedeckt sein müssen. Die Bewilligungen erfolgen nach Ablauf der Antragsfrist im Rahmen eines Ranking mithilfe eines Punktesystems.

In den Jahren 2015 und 2016 haben fünfzehn Landwirte in Schleswig-Holstein Zuwendungsbescheide über Zuschüsse für ihre Stallbauvorhaben nach dem AFP erhalten. Das Investitionsvolumen der geförderten Vorhaben beträgt insgesamt rund 5,5 Millionen Euro, das Fördervolumen liegt bei rund 2,2 Millionen Euro.

Die detaillierten Anforderungen an die Investition, einschließlich der Richtlinie, sowie Unterlagen für das Antragsverfahren sind auf der Homepage des MELUR sowie des LLUR unter "Themen/Landwirtschaft" abrufbar.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de
Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de |

 

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