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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Jährliche Sandvorspülungen auf Sylt starten – Küstenschutzminister Robert Habeck: "Küstenschutz ist wichtige Daueraufgabe für das Land"

Datum 17.05.2014

KIEL/WESTERLAND. Die diesjährigen Sandvorspülungen auf Sylt beginnen heute (17. Mai 2014). Auf dem ersten Abschnitt vor List im Bereich Norder-Strandtal werden insgesamt rund 160.000 Kubikmeter Sand aufgespült und vor Westerland Mitte rund 80.000 Kubikmeter "Küstenschutz ist ein prioritäre Aufgabe des Landes, und angesichts des Klimawandels gilt das umso mehr", sagte Minister Robert Habeck.

In diesem Jahr sollen rund 1,255 Millionen Kubikmeter Sand in neun Abschnitten aufgespült werden. Auf die Mengen und die genauen Orte hatten sich Küstenschützer des Landes, Vertreter der Inselgemeinden und des Landschaftszweckverbandes Sylt einvernehmlich verständigt. Neben dem Abschnitt in List handelt es um 3 Abschnitte in Westerland (insgesamt circa 300.000 Kubikmeter), um je einen vor Wenningstedt (ca. 150.000 Kubikmeter) und Kampen (circa 170.000 Kubikmeter) und 3 Abschnitte in Hörnum (insgesamt circa 475.000 Kubikmeter).

Die diesjährigen Kosten der Sandaufspülung belaufen sich auf rund 6,8 Millionen Euro. Insgesamt wurden auf Sylt seit 1972 bis Ende 2013 rund 43,2 Millionen Kubikmeter Sand mit Kosten in Höhe von rund 189 Millionen Euro vorgespült. Nach dem Fachplan Küstenschutz Sylt müssen jährlich rund 1 Million Kubikmeter Sandverluste ausgeglichen werden.

Aufgrund der hohen Wellenenergie vor Sylt haben sich diese flexiblen Sandvorspülungen als die effektivsten Schutzmaßnahmen der Sylter Westküste erwiesen. Forschungen zur Optimierung des Sylter Küstenschutzes werden aber weiter betrieben. "Grundsätzlich steht die Landesregierung Alternativkonzepten offen gegenüber. Starre Bauwerke sind wegen der oft negativen Folgen zum Schutze der Sylter Westküste allerdings nur bei besonderen Fällen geeignet", sagte Minister Habeck.

"Wie wichtig ein funktionierender Küstenschutz ist, konnten wir in diesem Winter während der schweren Stürme, insbesondere "Xaver", feststellen", so Minister Habeck. Xaver hatte aufgrund der sehr großen Wellen zu Erosionen an den sandigen Küsten von Sylt, Föhr Amrum und Helgoland geführt. Gemeinsam mit der Gemeinde Hörnum und dem Landschaftszweckverband hatte sich das Land zur zusätzlichen Sicherung der Ortslage von Hörnum für eine Sofortmaßnahme entschieden. Hierfür werden rund 2.500 nicht mehr benötigte Tetrapoden jeweils nördlich von Hörnum und von Westerland entnommen und damit das küstenparallele Längswerk um rund 400 Meter nach Süden verlängert. Die Kosten liegen bei rund 2,5 Millionen Euro. Die Tetrapoden werden nach Abschluss der Sandvorspülungen eingebracht. "Wir sind sicher, dass wir so gut gerüstet in die kommende Wintersaison gehen können", sagte der Minister.

Hintergrund
Die Kosten für den Küstenschutz werden überwiegend von Bund und Land aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes getragen. Zusätzlich beteiligt sich auch die Europäische Union mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung der ländlichen Räume (ELER) an den Kosten.

Für das Jahr 2014 sind für alle Küstenschutzmaßnahmen des Landes insgesamt 74,5 Millionen Euro eingeplant. Neben den bereits laufenden Maßnahmen zur Deichverstärkung Nordstrand, Büsum und Mövenbergdeich / Sylt werden Vorarbeiten für Maßnahmen der kommenden Jahre durchgeführt werden. Erhebliche Mittel müssen wir auch für die Unterhaltung der Küstenschutzanlagen des Landes aufbringen. Das sind rund 21 Millionen Euro Landesmittel jährlich.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melur.landsh.de
Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de |

 

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