Landesportal Schleswig-Holstein

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Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH)

© M. Staudt / grafikfoto.de

Geschäftsbereich 5

Küstenschutz und Häfen: Neubau, Instandhaltung und Betrieb

Ein Drittel der Einwohner Schleswig-Holsteins wohnt in potenziell überflutungsgefährdeten Gebieten. Auf der Grundlage des "Generalplanes Küstenschutz", der alle zehn Jahre aktualisiert wird, investieren wir jährlich 25 - 30 Millionen Euro für Neubaumaßnahmen, die ein sicheres Leben an unseren Küsten gewährleisten. Mit leistungsfähigen Bauunternehmen verstärken wir jährlich 5 – 10 km Deiche, bauen Küstenschutz-, Hafen- und Sperrwerksanlagen oder lassen zum Schutze der Inseln Sylt und Föhr dort Sand aufspülen. Etwa die Hälfte dieser Investitionsausgaben sind Landesmittel, 37 % übernimmt der Bund, 13 % die EU. Der Erhalt der bestehenden Küstenschutzanlagen wird allein vom Land finanziert und erfordert jährlich etwa 18 Millionen Euro.

Wir passen unsere Sicherheitsstandards aktuellen Erkenntnissen an und entwickeln neue Konzepte für den Küstenschutz im 21. Jahrhundert. Zukunftsdeiche zum Beispiel, deren Profil eine flachere Böschung und eine breitere Krone aufweist und die bei starkem Meeresspiegelanstieg relativ einfach mit einer Kappe erhöht werden können.

Küstenschutzanlagen, Häfen und Sperrwerke erfüllen ihre Aufgaben nur, wenn sie in gutem Zustand sind. Nicht nur auf den Inseln und Halligen sind erfahrene und zupackende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforderlich, die die lokalen Gegebenheiten kennen und bei Sturmfluten sofort handeln können.

Mit vier Baubetrieben an der Nordsee und einem an der Ostsee sorgen wir dafür, dass Deiche und Deckwerke, Dämme zu den Halligen und Sperrwerke regelmäßig gewartet werden und dass die Häfen schiffbar bleiben. Dafür arbeiten wir mit 10 eigenen Schiffen.

Für die Arbeiten wird schweres Gerät eingesetzt, das in unseren Werkstätten in Husum und am Meldorfer Hafen von Fachleuten einsatzbereit gehalten wird. Trotz Einsatz moderner Maschinen bleibt viel Handarbeit: beim Lahnungsbau im Watt, der Entsorgung von Treibsel am Deich oder in besonderen Fällen bei der Bergung von Tierkadavern und Ölresten.

Wir halten Schleswig-Holsteins Küstenschutzanlagen in Stand

  • 360 km Landesschutzdeiche an der Nordsee, 70 km an der Ostsee und 50 km Regionaldeiche
  • 80 Sperrwerke und Siele
  • 800 km feste Wege und Straßen
  • 480 km Lahnungen
  • 50 km Deckwerke auf den Halligen
  • 15 km Wattsicherungsdämme

Wir sind gut gerüstet

  • 300 Fahrzeuge (Trecker, Bagger, Mäher, Kleinbahn-Lokomotiven, LKW, KFZ)
  • 300 Geräte und Maschinen
  • 10 Schiffe, 42 Arbeitsboote und 28 Schuten
  • Der Logistikbetrieb bevorratet 4.500 Artikel und beschafft jährlich 180.000 Pfähle und 260.000 Reisigbündel zum Lahnungsbau, 12.000 t Steine und 4.000 Paar Handschuhe.

Wir packen an

  • 300 Mitarbeiter in 5 Baubetrieben halten die Küstenschutzanlagen in Schuss und sind bei Sturmflut sofort einsatzbereit.
  • 34 Handwerker arbeiten in unseren Werkstätten (Schlosserei, Dreherei, Schmiede, Malerwerkstatt, Tischlerei, Eisen-, Chrom- und Nickelstahlbau, Elektro-Werkstatt, Kleinmotoren).
  • 30 Seeleute arbeiten auf unseren Schiffen und versorgen unsere Baustellen mit Material und Gerät und beteiligen sich an Vermessungsarbeiten, an der Umweltbeobachtung oder der Bekämpfung von Ölunfällen.
  • 17 Mitarbeiter beschaffen, lagern und transportieren Material, Fahrzeuge oder Geräte.

Darüber hinaus betreiben wir die landeseigenen Häfen in Husum, Friedrichskoog, Friedrichstadt, Tönning, Büsum, und Glückstadt. Seit 2014 gehört auch die Instandhaltung der Hafenanlagen der schleswig-holsteinischen Marinehäfen zu unseren Aufgaben.