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Landesarchiv Schleswig-Holstein

© Michael Staudt/grafikfoto.de

Kolonialismus – Das deutsche Beispiel

Das Landesarchiv Schleswig-Holstein lädt im Rahmen der Ausstellung "'Was treiben die Deutschen in Afrika?!' Deutschland und Kamerun in Fotos und Dokumenten aus dem Bundesarchiv" zu der Vortragsveranstaltung in das Prinzenpalais, Schleswig, ein.

Donnerstag, 24. Mai 2018, 18.30 Uhr

So, wie das Deutsche Reich seit 1871 eine verspätete Nation darstellte, so war es auch ein spätes Kolonialreich. Otto von Bismarck, der Gigant jener Zeit, wollte es nicht, seine ganze preußisch-deutsche Amtszeit von 1862 bis 1890 hindurch nicht. Bis auf eine Ausnahme: In dem ganz kurzen Zeitraum der Jahre 1884 und 1885 verfolgte er eine andere Politik, die dann blitzschnell zur Gründung der deutschen Schutzgebiete in Afrika und Ozeanien führte, an Fläche sechsmal so groß wie das Reich, das von der Königsau im Norden bis zu den Alpen und von Aachen bis nach Tilsit reichte. Im Vortrag soll versucht werden, das Rätsel um Bismarcks Sinneswandel zu lösen.

Aber auch dieses: Was brachten die Kolonien dem Reich? Waren sie ein wirtschaftlicher Erfolg? Wurden sie zu Auswandererkolonien? Wie gestalteten sich ihre inneren Verhältnisse? Wie Verwaltung und Justiz? Wie ging Deutschland mit den Indigenen um?
Konnte es eine Kulturmission erfüllen? Wer waren die, die das Deutschlandbild dort prägten? Deutschlands Umgang mit Widerstand? Die Gewaltfrage. All diese Bereiche werden angesprochen zu einem Thema, das längst noch nicht erledigt, geschweige denn bewältigt ist.

Dr. iur. Klaus Alberts, freier Publizist, Kiel, letzte Veröffentlichungen: Düppel 1864, Der Traum vom Nord-Ostsee-Kanal, Im Glanz wilhelminischer Seemacht-Träume – Kiel in der Zeit des Deutschen Kaiserreiches (Boyens Buchverlag, Heide).

Eintritt 2 Euro, ermäßigt 1 Euro. Mitglieder des Fördervereins haben freien Eintritt.

Die Ausstellung ist vom 20. April bis zum 14. Dezember 2018 im Landesarchiv zu sehen.