Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Landesamt für soziale Dienste

© R. Seeberg / grafikfoto.de

Opferentschädigung

Mit dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) möchte der Staat Menschen, die Opfer eines Verbrechens oder Vergehens geworden sind und körperliche oder seelische Schäden erlitten haben, unterstützen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Schädiger ermittelt werden kann.

Auch ausländische Bürgerinnen und Bürger haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Entschädigung nach dem OEG, wenn sie sich rechtmäßig in Deutschland aufhalten.

Gewalttaten, die nach dem OEG entschädigt werden, sind hauptsächlich:

  • vorsätzliche Körperverletzungen und Tötungsdelikte
  • Vergewaltigungen und sexueller Missbrauch.

Leistungen nach dem OEG sind insbesondere:

  • ärztliche und zahnärztliche Behandlungen, auch in Krankenhäusern
  • Rehabilitationsmaßnahmen
  • laufende Renten an Geschädigte bei schwerwiegenden dauernden Gesundheitsschäden

Nicht nur die Geschädigten selbst, auch ihre Hinterbliebenen (Witwen, Witwer, Waisen und Eltern) können unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen erhalten.

Keine Leistungen nach dem OEG gibt es für Sach- und Vermögensschäden. Auch ein Schmerzensgeld kann nicht gezahlt werden.

Für vorsätzliche Schädigungen mit einem Kraftfahrzeug oder Anhänger sieht das OEG ebenfalls keine Leistungen vor. In einem solchen Fall kann jedoch ein Antrag an den Entschädigungsfonds für Schäden aus Kfz-Unfällen gerichtet werden;

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an uns - das Landesamt verfügt über speziell geschultes Personal, das Sie umfassend berät. Um Leistungen zu erhalten, ist ein schriftlicher Antrag (auch formlos) erforderlich.

Hier können Sie zusätzliche Hilfe erhalten:

Schnelle Hilfestellung für Kriminalitätsopfer einschließlich persönlicher Betreuung gibt bundesweit der gemeinnützige Verein "WEISSER RING" (WR). Die Anschrift des Landesbüros in Schleswig-Holstein ist:

  • Weisser Ring e.V.
    Landesbüro Schleswig-Holstein
    Wallstraße 36
    24768 Rendsburg
    Tel. 04331 4349909
    Fax 04331 4349834

Bundesweites Opfertelefon des WR: 116 006
täglich 7 - 22 Uhr (gebührenfrei)

Bitte beachten Sie:

Geschädigte Personen sollten sofort nach der Tat Strafanzeige erstatten bzw. Strafantrag stellen. Wenn die geschädigte Person dazu nicht in der Lage ist, sollten z. B. Angehörige dies tun. Ansprüche nach dem OEG könnten verloren gehen, wenn die Geschädigte Person nicht das ihr Mögliche tut, damit der Tathergang aufgeklärt und der Täter verfolgt werden kann.

Direkte Ansprechpartner finden Sie hier.