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Justizvollzugsanstalt Neumünster

© M. Staudt / grafikfoto.de

Sexualstraftätertherapie

Die Therapie für Sexualstraftäter in der Justizvollzugsanstalt Neumünster zielt auf die Verringerung des Rückfallrisikos für weitere Sexualstraftaten ab.

Das Zentrum für Integrative Psychiatrie an der Christian- Albrechts-Universität Kiel besteht aus den Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, für Kinder- und Jugendpsychiatrie und für Psychosomatik und Psychotherapie. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie als größte der Kliniken umfasst 106 Betten und folgt einem störungsspezifischen Konzept; unter anderem sind spezielle Behandlungsangebote für die Schwerpunkte Psychose, affektive Störungen, Sucht und Borderline- Persönlichkeitsstörungen etabliert. Die Sektion Forensische Psychiatrie verfügt über eine große Gutachtenstelle, widmet sich aber auch der intramuralen und ambulanten Straftätertherapie.

Die Therapie für Sexualstraftäter in der Justizvollzugsanstalt Neumünster richtet sich an Strafgefangene, die wegen einer Sexualstraftat inhaftiert sind, und zielt auf die Verringerung des Rückfallrisikos für weitere Sexualstraftaten ab. Das Therapiekonzept orientiert sich an dem Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter (BPS), dem motivierenden Interview (MI) und kognitiv- verhaltenstherapeutischen Methoden. Die Gefangen werden im Einzel- und Gruppensetting behandelt.

Die Therapieschwerpunkte sind:

  • Aufbau von Veränderungsmotivation: Ein spezielles Programm zur Veränderung und Aufrechterhaltung von Motivation für Strafgefangene trägt zu Beginn der Inhaftierung dazu bei, dass der Therapieerfolg deutlich gesteigert wird und es eben nicht zu einer Beeinträchtigung eines möglichen Erfolges durch den besonderen Umstand des Freiheitsentzuges kommt.
  • Klärung der auslösenden Faktoren: Im weiteren Verlauf der Therapie wird ein Bedingungsmodell für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Sexualstraftaten entwickelt damit eine aktive Verantwortungsübernahme und Auseinandersetzung mit den eigenen Taten möglich wird.
  • Auseinandersetzung mit den eigenen Taten: In der Auseinandersetzung mit den Taten lernt der Täter sich mit dem was das Opfer zu tragen hat auseinander zu setzen und eine Haltung zu entwickeln, die einen adäquaten Täter- Opferausgleich möglich machen kann.
  • Rückfall Prävention: Ist der abschließende Schritt, der es dem Therapieteilnehmer ermöglicht seine individuellen Auslöser für sein problemhaftes Verhalten zu erkennen und entsprechend zu handeln, um weitere Straftaten zu vermeiden.