Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Land reduziert Zahl der Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge

Staatskanzlei

Land reduziert Zahl der Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge

Datum 12.07.2016

Innenminister Stefan Studt: "Die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Konzept gut für die Zukunft aufgestellt sind"

Die Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtungen und Landesunterkünfte für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein werden reduziert. Das hat Innenminister Stefan Studt heute in Kiel bekannt gegeben: "Die Flüchtlingszahlen sind weiterhin rückläufig, die Auslastung der Einrichtungen ist gering. Die Gesellschaft erwartet zu Recht einen verantwortungsvollen und ausgewogenen Umgang mit Ressourcen. Daher wird das Land Schleswig-Holstein die Strukturen der Erstaufnahme flexibel an die Gegebenheiten anpassen", sagte Studt.

Die vier Standorte Neumünster, Glückstadt, Rendsburg und Boostedt werden als sogenannte Qualifizierte Erstaufnahmeeinrichtungen (Q-EAE), in denen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Asylverfahren verschiedener Kategorien durchführt, beibehalten. Sie werden über eine Gesamtkapazität von 6500 Plätzen verfügen. Die Landesunterkünfte Seeth und Lütjenburg werden als Reserveliegenschaften für den Fall eines dauerhaften Wiederanstiegs der Zugangszahlen vorgehalten. Sie verfügen über eine Kapazität von insgesamt 2500 Plätzen.

Die als weitere Landesunterkünfte in Erwägung gezogenen und infrastrukturell hergerichteten Standorte Alt Duvenstedt und Leck werden zunächst nicht in Betrieb genommen, aber als weitere Reservefläche vorgehalten.

Weitere im vergangenen Jahr entwickelte Strukturen werden dagegen sukzessive ab-gebaut. Die Landesunterkünfte Itzehoe, Kellinghusen und Husum, die sich gegenwärtig im Leerstandsbetrieb befinden, werden geschlossen. Die Landesunterkünfte Lübeck, Albersdorf, Eggebek, Kiel Nordmarksportfeld sowie Kiel Niemannsweg sollen gleichfalls nicht mehr für die Unterbringung von Asylsuchenden genutzt und bis Ende des Jahres geschlossen werden.

Studt dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Einrichtungen für ihr Engagement in den vergangenen Monaten: "Sie waren zur Stelle, als es darauf ankam. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir die schwierige Situation insbesondere zum Ende des vergangenen Jahres gemeistert haben. Dafür danke ich Ihnen von Herzen im Namen der gesamten Landesregierung." Der Innenminister versicherte, es sei besonders wichtig, bei der Auflösung von Standorten die sozialen Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu berücksichtigen. Die Details und die genaue zeitliche Abwicklung der Reorganisation erfolgten daher in enger Abstimmung mit den Personalvertretungen.

"Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem überarbeiteten Erstaufnahmekonzept für die Zukunft gut aufgestellt sind", sagte Studt: "Wir drosseln die Kapazitäten, sind aber für den Fall vorbereitet, dass die Flüchtlingszahlen erneut stark ansteigen."

Im ersten Halbjahr 2016 wurden rund 6500 Flüchtlinge in Schleswig-Holstein aufgenommen. Die zugangsstärksten Herkunftsländer waren Syrien, der Irak und Afghanistan. Der Anteil der Personen aus sicheren Herkunftsländern betrug 2,28 Prozent. 59 Prozent der Flüchtlinge stammen aus Ländern mit einer guten Bleibeperspektive (A-Cluster).

Medien-Information vom 12. Juli 2016 zum Herunterladen (PDF 281KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede | Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten | Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-3007 | Telefax 0431 988-3003 | E-Mail: pressestelle@im.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.landesregierung.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.im.schleswig-holstein.de