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Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

©IQSH

10. bundesweite Expertentagung zur Lehrerbildung „Schwierige Unterrichts- und Erziehungssituationen in der Schule“


KIEL. Über 180 Expertinnen und Experten der Lehrerbildung aus der ganzen Bundesrepublik von Landesinstituten, Studienseminaren und Universitäten trafen sich heute (24. Februar) auf Einladung des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) zum ersten Mal in Schleswig-Holstein, um über eine zeitgemäße Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Vorbereitungsdienst zu diskutieren und sich auszutauschen. Die Tagung wurde von einem Team von Lehrerbildnern der Landesinstitute aus Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen vorbereitetet. Den Lehrerbildnern ging es in diesem Jahr um den Umgang mit schwierigen Unterrichts- und Erziehungssituationen in der Schule und das Sichten und Weiterentwickeln von Konzepten für die Lehrerausbildung.


„Im Vorbereitungsdienst lernen junge Lehrkräfte, ihre Erziehungsaufgaben in Schulen wahrzunehmen“, sagte Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Direktor des IQSH, in einem der Hauptvorträge. Während es als Student an der Universität um eine kritische Erforschung der Institution Schule gehe, müsse eine Lehrkraft Werte und Normen vermitteln sowie die Mündigkeit und Demokratiefähigkeit von Schülerinnen und Schülern fördern. „Damit übernimmt die junge Lehrkraft erstmalig Führungsaufgaben, und dies erfordert von ihr einen fundamentalen Perspektivenwechsel“, so Riecke-Baulecke. Der Vorbereitungsdienst müsse die jungen Lehrkräfte bei diesem Prozess professionell unterstützen.


„Erfolgreiches Unterrichten setzt nicht nur Fachkompetenz voraus, sondern auch die Kompetenz, Gruppen zu führen und in schwierigen Unterrichtssituationen angemessen zu handeln“, erläuterte Fritz-Gerhard Glindemann, Abteilungsleiter Ausbildung und Weiterbildung am IQSH, die Zielsetzung der Tagung. „Einem zunehmend größeren Anteil von Schülerinnen und Schülern fällt es aus den unterschiedlichsten Gründen schwer, sich in das Regelwerk von Schule und Unterricht einzufügen. Lehrkräfte müssen daher viel Zeit, Mühe und Disziplin aufbringen, um diesen Kindern und Jugendlichen eine Mitarbeit im Unterricht zu ermöglichen und weiterhin das Lernen der anderen Schülerinnen und Schüler sicher zu stellen“, so Glindemann. Aufgabe der Ausbilderinnen und Ausbilder sei es daher, den jungen Lehrkräften für diese schwierigen Unterrichtssituationen strukturelles Theoriewissen und pragmatischen Handlungswissen zu vermitteln.


In drei Vorträgen, acht Workshops und in Kerngruppenarbeit wollten die Bildungsexperten folgende Fragen beantworten: Welche Haltungen und Fähigkeiten und welches Handwerkszeug benötigt eine junge Lehrkraft, um langfristige Erziehungsprozesse gestalten zu können? Welche Kompetenzen sind notwendig, um auch in sehr schwierigen Situationen im Unterricht zielführend agieren zu können? Und was genau leistet hierfür die Ausbildung an den Universitäten und in den Seminaren der 2. Phase?


Die erste Expertentagung wurde 2001 von Lehrerbildnern der Landesinstitute aus Bremen, Hessen, Niedersachsen und Thüringen initiiert. Seitdem findet in Kooperation mit dem Bundesarbeitskreis der Ausbilder und Ausbilderinnen jährlich eine Tagung statt. Die Tagungen zielen auf eine kontinuierliche Professionalisierung der Lehrerbildner und eine länderübergreifende Abstimmung in der Lehrerbildung ab. Der nächste Tagungsort 2012 ist Hamburg.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Petra Haars | Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit I Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein | Schreberweg 5, 24119 Kronshagen | Telefon 0431 5403-03 | Telefax 0431 5403-200 | E-Mail: petra.haars@iqsh.landsh.de | Medien-Informationen des IQSH finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.iqsh.schleswig-holstein.de | Das Landeswappen ist gesetzlich geschützt.



Laufende Nr.: 
Ausgabejahr: 
Erscheinungstag: 28.02.2011