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Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

©IQSH

4. bundesweites Schulleitungssymposium am 17. und 18. September 2010 an der Christian-Albrechts-Universität


Leistungen ermöglichen - Leistungen verbessern: Schlüsselaufgabe von Schulleitungen

KIEL. Mehr als 280 schulische Führungskräfte und Lehrkräfte diskutierten auf dem 4. bundesweiten Schulleitungssymposium am 17. und 18. September 2010 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Fachvorträgen, Foren und Workshops das Thema „Leistung und Leistungsmessung in Schule“ und erhielten vielfältige Impulse für die Arbeit an ihren Schulen.

Mit diesem Thema nahmen die Veranstalter - das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. (UVNord) - in diesem Jahr eine Kernfrage von gelingender Schule in den Blick. Sie plädierten für eine Konzentration der Kräfte auf die innere Schulreform, die Sicherung und Verbesserung der Unterrichtsqualität an deutschen Schulen. Die zahlreichen Beispiele exzellenter Schulen zeigten, wie wichtig es sei, ein positives Leistungsverständnis in der Schulgemeinschaft zu entwickeln und zu pflegen.

Die Veranstalter wendeten sich sowohl gegen Tendenzen, den Leistungsbegriff aus dem schulischen Kontext zu verdrängen als auch gegen eine Engführung des Leistungsverständnisses. Es müsse vielmehr darum gehen, Schule als kulturellen Raum zu gestalten, in dem Schülerinnen und Schüler vielfältige Möglichkeiten erhielten, ihre Potentiale zu entfalten und Leistung erbringen zu können. Dazu gehöre die Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler, das Erkennen und Entwickeln eigener Stärken, die Entwicklung fachspezifischer und übergreifender Kompetenzen, insbesondere von Demokratiefähigkeit. Es sei eine Schlüsselaufgabe von Schulleitungen, Sorge für ein lern- und leistungsförderliches Klima zu tragen und sich systematisch mit der Frage zu beschäftigen, wie die Entwicklung der schulischen Leistungen einzuschätzen sei und worin Verbesserungsmöglichkeiten bestünden.

Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Direktor des IQSH, betonte: „Eine gute Schule kann nur dann gelingen, wenn sie sich systematisch mit den Ergebnissen ihrer Arbeit auseinandersetzt.“ Mit Blick auf die Teilnahme an der Exzellenzinitiative unterstrich Prof. Frank Kempken, Vizepräsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dass „die Universitäten in der Pflicht sind, exzellente Lehrerinnen und Lehrer für die Schulen auszubilden. Hierzu sollen auch neue Strukturen in der Lehrerbildung und Lehr-Lern-Forschung an der CAU beitragen.“ „Die Wirtschaft bietet den Schulen jegliche Unterstützung - von Schulpartnerschaften bis Betriebspraktika - an, um die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorzubereiten“, bekräftigte Klaus-Hinrich Vater, Vorsitzender des Bildungsausschusses der UVNord die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule.

Wie auch bei den vorhergehenden Veranstaltungen nahm auch das diesjährige Kieler Schulleitungssymposium Bezug auf die Kieler Thesen, die 2004 von namhaften Schulleitungsverbänden verabschiedet wurden. In einer Zeit, in der Schulleiterinnen und Schulleiter noch nicht vor allem als schulische Führungskräfte verstanden wurden, setzten die Kieler Thesen ein Zeichen für die Einführung eines professionellen Schulmanagements. Seit dieser Zeit hat sich an den Schulen, aber auch in der Schulleiterfortbildung und in der Schulverwaltung viel verändert. In allen Bundesländern gibt es inzwischen Programme zur Qualifizierung des Führungskräftenachwuchses und von sich im Amt befindlichen Schulleitungen. Der Masterstudiengang „Schulmanagement und Qualitätsentwicklung“ an der Kieler Universität ist ein Beispiel für ein hochwertiges Qualifizierungsangebot.

Aktiv eingebunden in die Gestaltung des Symposiums haben sich folgende Kooperationspartner:
Konferenz der Oberstudiendirektoren Deutschlands, Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT, Arbeitsgemeinschaft der Oberstudiendirektorinnen und
–direktoren im Philologenverband Schleswig-Holstein, Schulleitungsverband Schleswig-Holstein und die Konferenz der Schulaufsicht in der Bundesrepublik Deutschland Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Kieler Schulleitungssymposium

4. bundesweites Schulleitungssymposium am 17. und 18. September 2010 (PDF 240KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Petra Haars | Leiterin Presse-Öffentlichkeitsarbeit/Publikationen I Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein | Schreberweg 5, 24119 Kronshagen | Telefon 0431 5403-103 | Telefax 0431 5403-200 | E-Mail: petra.haars@iqsh.landsh.de | Medien-Informationen des IQSH finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.iqsh.landsh.de | Das Landeswappen ist gesetzlich geschützt.




Laufende Nr.: 
Ausgabejahr: 
Erscheinungstag: 22.09.2010