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Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

©IQSH

Ausbildung

Der 18-monatige Vorbereitungsdienst an Berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren wird derzeit von rund 360 Lehrkräften im Vorbereitungsdienst wahrgenommen. Es wird in 16 beruflichen Fachrichtungen und 18 Fächern ausgebildet.

Hilfreiche Links

Link Buchung Ausbildung
für Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst

Link Schulrecht Übungsprogramm
Online-Test

Einstellung in den Vorbereitungsdienst am 1. Februar bzw. 1. August 2017

Für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst des Landes Schleswig-Holstein zum Schuljahresbeginn am 1. August des Jahres endet die Bewerbungsfrist am 1. April. Für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst zum Halbjahr am 1. Februar endet die Bewerbungsfrist am 1. Oktober des Vorjahres.

In das Auswahlverfahren werden vorrangig Bewerbungen einbezogen, die zum Bewerbungsschlusstermin vollständig - einschließlich des Zeugnisses der Ersten Staatsprüfung / Masterprüfung - im Ministerium vorliegen. Da die Zahl der am Bewerbungsstichtag vorliegenden vollständigen Bewerbungen für das Lehramt an Berufsschulen (Studienrätin/-rat) regelmäßig nicht ausreicht, um alle Stellen zu besetzen, lohnt sich die Bewerbung, auch wenn das Zeugnis erst nach dem Bewerbungsstichtag vorgelegt werden kann.

Da der Bedarf an Fachlehrerinnen und Fachlehrern stark rückläufig ist, gibt es für diese Laufbahn nur wenige Einstellungsmöglichkeiten.

Zuweisung

Die Zuweisung der Bewerberinnen und Bewerber an die Ausbildungsschulen erfolgt ab Mai durch das Landesseminar in enger Absprache mit den Berufsbildenden Schulen, den Regionalen Berufsbildungszentren und dem Bildungsministerium. Die Ausbildung durch das Landesseminar Berufliche Bildung und die Zweiten Staatsprüfungen werden durch den Seminarleiter, das Leitungsteam sowie die Studienleiterinnen und Studienleiter der Fachrichtungen und Fächer verantwortet und durchgeführt.

Aufgaben der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst

Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APVO II -Lehrkräfte, 2016) verpflichtet die Lehrkräfte im Rahmen der Ausbildung durch die Schule zu folgenden Aufgaben:

  • Gestaltung von eigenverantwortlichem Unterricht im Umfang von durchschnittlich 10 Stunden (inklusive Planungs- und Nachbereitungstätigkeiten, Vorbereitung und Bewertung von Klassenarbeiten/Klausuren, Anfertigung von Beurteilungen/Zeugnissen und Lernplänen).
  • Unterricht unter Anleitung der Ausbildungslehrkräfte,
  • Hospitation im Unterricht von Kolleginnen oder Kollegen,
  • Mitgestaltung von schulischen Aktivitäten wie Wandertagen, Sportfesten, Theateraufführungen, Projektwochen,
  • Kooperation mit Dualpartnern, außerschulischen Institutionen, Eltern,
  • Mitarbeit in Teams von Kolleginnen und Kollegen (Bildungsgang-/ Fachkonferenzen, Lernfeld-/Fachteams),
  • Mitgestaltung schulischer Entwicklungsprozesse.

Darüber hinaus haben die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die Möglichkeit

  • in von den Schulen organisierten regionalen Netzwerken zur Unterrichtsentwicklung mitzuarbeiten.

Ausbildung durch die Schule - Ausbildungslehrkräfte

Dienstort der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ist die Schule. Hier werden sie von der Schulleiterin/dem Schulleiter eingeführt. Die Ausbildung an der Schule wird vor allem durch die Ausbildungslehrkräfte gestaltet. Sie haben die Aufgabe, die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst in der schulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit mit Blick auf die Ausbildungsstandards anzuleiten, zu beraten und zu unterstützen.

Für die Ausbildung an der Schule werden pro Lehrkraft im Vorbereitungsdienst zurzeit insgesamt vier Lehrerwochenstunden für Ausbildungslehrkräfte bereitgestellt. Über die Verteilung dieser Ausgleichstunden unter den Ausbildungslehrkräften entscheidet die Schulleiterin/der Schulleiter in Absprache mit den Ausbildungslehrkräften und in Abstimmung mit dem örtlichen Personalrat.

Ausbildung durch das Landesseminar Berufliche Bildung (LS-BB)

Zur theoriebezogenen Reflexion der eigenen unterrichtlichen Erfahrungen aber auch zur Erweiterung und Vertiefung der fachlichen, fachdidaktischen und berufspädagogischen Kompetenzen ist eine Lehrkraft im Vorbereitungsdienst verpflichtet, an Ausbildungsveranstaltungen des LS-BB teilzunehmen. Diese Verpflichtung bezieht sich auf die Fachrichtungen, Fächer sowie auf die Berufspädagogik.

Die Studienleiterinnen und Studienleiter des LS-BB hospitieren regelmäßig im Unterricht der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und geben Rückmeldungen zu unterschiedlichen Aspekten des gezeigten Unterrichts. Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst erhalten durch die externe Sicht Impulse für die Reflexion ihrer Erfahrungen und für die Weiterentwicklung ihres Unterrichts. Zudem erfolgt auch eine kollegiale Beratung im Rahmen einer Ausbildungsveranstaltung.

Das LS-BB bietet eine Wahlpflichtveranstaltung zur Ausbildung in Schulrecht an, da Kenntnisse im Rahmen der Zweiten Staatsprüfung nachzuweisen sind.
Zur Vorbereitung dieses Prüfungsteils werden vielfältige Aufgaben mit den Lösungen veröffentlicht. Der Aufgabenpool entspricht dem Curriculum der Schulrechtsausbildung.
zum Schulrechtstest

Als eine weitere Wahlpflichtveranstaltung wird Durchgängige Sprachbildung angeboten, da der Unterricht in sprachlich heterogenen Klassen immer mehr zum Alltag von Lehrkräften gehört. Unterschiede in den sprachlichen Voraussetzungen betreffen SchülerInnen mit Migrationshintergrund, als auch SchülerInnen mit deutscher Muttersprache aus spracharmen Familien.

Lehrkräftebedarf

Da der Lehrkräftebedarf in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird, jedoch nicht ausreichend grundständig studierte Bewerber/-innen zur Verfügung stehen, werden zunehmend auch Quer- und Seiteneinsteiger/-innen mit Universitätsabschluss in Mangelfachrichtungen wie Fahrzeug-, Informations- und Metalltechnik eingestellt, für die ein zusätzliches berufspädagogisches Qualifizierungsprogramm durchgeführt wird.
Die Liste der Mangelfachrichtungen führt das Ministerium für Schule und Berufsbildung (MSB). Ansprechpartner ist dort Herr Waldemar Maron.

Kontakt

Leitung Ausbildung am LSBB
Rudolf Wolfert
Telefon: 0431 5403-255

Johanna Schratz
Telefon: 0431 5403-256
Fax: 0431 5403-296