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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Neue Perspektiven

Datum 13.05.2020

Zur Wiedereröffnung der Museen hat Kulturministerin Karin Prien in Flensburg die Ausstellung "Perspektivwechsel 2020" besucht.

Acht Wochen lang mussten die Museen im Land wegen der anhaltenden Corona-Pandemie geschlossen bleiben, doch seit Montag dürfen sie wieder Besucher empfangen. "Uns allen hat die Kultur in den vergangenen Wochen der Corona-Krise gefehlt. Doch jetzt wagen wir einen vorsichtigen Neuanfang und die Museen haben sich mit individuellen Hygienekonzepten sehr gut darauf vorbereitet", sagte Kulturministerin Karin Prien bei einem Besuch auf dem Museumsberg Flensburg.  Das Museum mit seinen zwei Häusern hatte als eines der ersten seinen Betrieb wieder aufgenommen.

Die Ministerin appellierte an alle Menschen im Land, jetzt wieder ins Museum zu gehen: "Entdecken Sie alte Schätze wieder und lassen sich auf neue Perspektiven ein!"

Freundschaftliches Miteinander

Auf dem Museumsberg besuchte Prien die Ausstellung "Perspektivwechsel 2020 – 100 Jahre Grenzgeschichte". Anhand von Alltagsgegenständen, Text-, Film- und Audiobeiträgen widmen sich die Macher ganz der Geschichte des deutsch-dänischen Grenzlandes vor und nach den friedlichen Volksabstimmungen vor 100 Jahren. So beleuchtet die Ausstellung beispielsweise das Zusammenleben im Grenzland, die daraus entstandene kulturelle Vielfalt sowie die Alltagserfahrung von Angehörigen der Minderheiten.

Portraitfoto Karin Prien

Entdecken Sie alte Schätze wieder und lassen sich auf neue Perspektiven ein!

Karin Prien

Auf ins Museum

"Perspektivwechsel 2020" läuft noch bis zum 31. Oktober. Die Ausstellung ist dreigeteilt: Neben der Hauptausstellung auf dem Flensburger Museumsberg widmen sich auch das Flensburger Schifffahrtsmuseum sowie die dänische Zentralbibliothek dem Thema. "Im vergangenen Jahrhundert wurde aus anfänglichem Misstrauen ein geregeltes und ein freundschaftliches Miteinander, das mittlerweile europaweit Vorbildcharakter besitzt", erklärte die Ministerin. Die Ausstellung weise weit über die Stadt Flensburg hinaus und stelle dadurch einen wertvollen Beitrag zur Landesgeschichte dar. Das Land beteiligt sich mit 38.000 Euro an den Kosten.

Weitere Informationen: Museumsberg Flensburg

2020 feiert der echte Norden

Weitere Informationen und Veranstaltungshinweise zum Deutsch-Dänischen Jubiläum. ­ 

Eine Stadt aus neuer Perspektive

Darüber hinaus erinnert auch das Projekt "Flensburger Erzählorte" an die Geschichte der Stadt seit den Volksabstimmungen. Im Vordergrund steht dabei nicht die chronologische Entwicklung, sondern die Mentalität der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, ihr jeweiliger Blick auf die Grenze sowie ihre Erfahrungen damit. Denn vom Berufspendler über den Tagestouristen bis hin zum Zollbeamten hat jeder seine ganz persönliche Perspektive auf die Grenze zum Nachbarland.

Seit November 2018 sammeln Experten des Museums Geschichten aus der Bevölkerung, tragen Fakten zu besonderen Orten in Flensburg zusammen und stellen sie auf ihrer Website sowie in einer App zur Verfügung.

Weitere Informationen: Flensburger Erzählorte 2020

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