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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Gemeinsam gegen Mobbing

Datum 29.11.2019

Mit einem neuen Onlineangebot für Lehrkräfte stärkt Schleswig-Holstein die Schulen im Kampf gegen Mobbing.

Betroffene leiden oft noch Jahre darunter – und doch kommt es immer wieder vor: Jeden Tag schikanieren und bedrohen Schülerinnen und Schüler ihre Klassenkameraden oder grenzen sie aus. Mobbing in der Schule ist so alt wie die Schule selbst. Doch durch die Sozialen Medien hat das Thema eine neue Dimension bekommen. "Ein herabsetzender Tweet oder ein peinliches Foto sind schnell gepostet. Es ist so leicht, jemanden bloßzustellen und lächerlich zu machen, aber für die Betroffenen ist es so schwer, damit zu leben und etwas dagegen zu unternehmen", sagte Bildungsministerin Karin Prien in Kiel. Hier stellte sie das Projekt "Gemeinsam Klasse sein" von Bildungsministerium, IQSH und Techniker-Krankenkasse vor.

Respektvollen Umgang lernen

Die neue Onlineplattform stellt den Schulen kostenfreie Materialien für bis zu fünf Projekttage in den Klassen fünf bis sieben bereit. Ziel ist es, Mädchen und Jungen sowie Eltern und Lehrende für das Thema "Mobbing" zu sensibilisieren, um zu verhindern, dass Kinder zu Tätern werden. Unter anderem zeigen Filmclips und Erklärvideos den Schülern, wie sie Konflikte friedlich lösen und gemeinsam Regeln für ein respektvolles Miteinander erarbeiten können. Das IQSH bietet im laufenden Schuljahr sechs regionale Fortbildungsveranstaltungen zur Arbeit mit der Onlineplattform für Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende an.

Zeitgemäßes Unterrichtsmaterial

Die Plattform "Gemeinsam Klasse sein" löst den Anti-Mobbing-Koffer ab, der seit 2011 an den Schulen im Einsatz war. Das komplett überarbeitete Material umfasst nun unter anderem deutlich mehr Module und Informationen zum Thema Cybermobbing. "Das Internet bietet noch mehr Möglichkeiten, mit Kommentaren und Fotos zu verletzen. Das Leid zeigt sich häufig anhand seelischer Erkrankungen wie Schlaf-, Angststörungen oder Depressionen. Einige Betroffene werden sogar ihr ganzes Leben von diesen traumatischen Erlebnissen verfolgt", sagt Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. Die Krankenkasse habe es sich schon vor Jahren zur Aufgabe gemacht, gezielt gegen Mobbing vorzugehen.

Weitere Informationen

Internetseite zum Projekt "Gemeinsam Klasse sein"

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