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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Lehrkräfte sind zufrieden

Datum 20.02.2018

Fast drei Viertel der Lehrer im echten Norden sind mit ihrer Arbeit zufrieden – das geht aus einer Umfrage hervor. Es gibt aber auch Belastungen.

Eine junge Lehrerin mit Migrationshintergrund im Unterricht Lehrerin mit Migrationshintergrund (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Mehr als 9.000 Lehrer und Schulassistenten hatten sich an der Umfrage beteiligt. © M. Staudt /grafikfoto.de

Wie schätzen Lehrer ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit ein? Das war Thema einer Umfrage des Bildungsministeriums im vergangenen November. Nun hat Bildungsministerin Karin Prien die Ergebnisse der Befragung vorgestellt. Demnach geben 52 Prozent der Lehrkräfte an, über eine gute bis sehr gute Arbeitsfähigkeit zu verfügen, 72 Prozent der Lehrer sind mit ihrer Arbeit zufrieden. "Aus den Ergebnissen spricht ein professionelles Selbstverständnis und hohes Engagement der Lehrkräfte in unserem Land. Das freut mich besonders und dafür möchte ich mich bedanken", sagte Prien.

Ergebnisse werden nun ausgewertet

Allerdings zeige die Umfrage auch, wo noch Verbesserungsbedarf bestehe. Denn rund 90 Prozent der Befragten hatten angegeben, durch Lärm und Geräusche am Arbeitsplatz belastet zu sein, 62 Prozent klagten über zusätzliche Arbeit. "Wir wollen mit den Lehrkräften eine offene Diskussion darüber führen, welche Belastungen sie haben und welche Unterstützung sie brauchen", sagte Prien. Deshalb habe Schleswig-Holstein als erstes Bundesland überhaupt die Lehrer zu ihrem Befinden befragt. Die Ergebnisse der Umfrage seien erste wertvolle Hinweise und eine gute Grundlage, betonte die Ministerin. Diese gelte es nun zu analysieren. Zu Beginn des zweiten Quartals 2018 werde die Landesregierung dem Parlament einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen vorstellen. Ziel sei es, ein Konzept zu entwickeln, um die Gesundheitssituation der Lehrer zu verbessern.

Unterschiede bei den Schularten

Die Auswertung mache es auch möglich, nach Schularten zu differenzieren, erklärte die Ministerin. "Es gibt sehr deutliche Unterschiede zwischen den Schularten. Vor allem die Bedingungen für Lehrkräfte an den Grundschulen müssen wir in den Blick nehmen und verbessern", betonte sie. So gaben 77 Prozent der Grundschullehrkräfte an, unter emotionalen Belastungen zu stehen. 78 Prozent gaben an, trotz Krankheit zur Arbeit gegangen zu sein.

Mehr als 9.000 Befragte

Seit 2015 setzt die Landesverwaltung für seine Beschäftigten auf das Betriebliche Gesundheitsmanagement, die Lehrerbefragung ist Teil dieses Konzepts. Der Fragebogen wurde gemeinsam mit dem Hauptpersonalrat der Lehrkräfte entwickelt. Von den 30.442 angeschriebenen Lehrern und Schulassistenten beteiligten sich mehr als 9.000 an der Online-Umfrage. Die Rücklaufquote beträgt damit fast identisch über alle Schularten 30 Prozent. Jede Lehrerin und jeder Lehrer habe es verdient, dass der Arbeitsplatz Schule immer auch die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit des Einzelnen berücksichtige, sagte Prien und kündigte an, das Thema auf dem für 2019 geplanten Kongress "Gesunde Schule" diskutieren zu wollen.