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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Joachim Welding

Fahrplan für G9

Datum 20.07.2017

Bildungsministerin Karin Prien hat im Landtag die Planung für das flächendeckende neunjährige Gymnasium in Schleswig-Holstein vorgestellt.

"Wir wollen G 9 als Regelfall an den Gymnasien in Schleswig-Holstein, wir sind dafür gewählt worden und wir werden diesen mehrheitlichen Elternwillen gut vorbereitet und begleitet jetzt umsetzen", sagte die Bildungsministerin im Landtag. Die Kinder und Jugendlichen hätten mehr Zeit zum Lernen und zur Persönlichkeitsentwicklung und es gebe wieder die Möglichkeit, nachmittags ein Instrument zu lernen, Sport zu treiben, sich bei der Feuerwehr oder auch politisch zu engagieren, so Prien.

Gespräche mit allen Beteiligten

"Unser Fahrplan steht", sagte Prien. Demnach werde als erstes noch im August mit den Schulleitungen der bereits bestehenden G9-Gymnasien erörtert, wie man von deren Erfahrungen profitieren könne und welche Unterstützung für den Übergang wünschenswert sei. "Wir lassen die Schulen in diesem Prozess nicht allein. Wir flankieren die Veränderungen mit allen Kräften, wir informieren und wir diskutieren. Alle müssen wissen, was wir planen und alle, die Schule machen, werden wir am Prozess beteiligen", betonte die Ministerin Prien.

Portraitfoto Karin Prien

Wir lassen die Schulen in diesem Prozess nicht allein. Alle müssen wissen, was wir planen und alle, die Schule machen, werden wir am Prozess beteiligen.

Karin Prien

Nach der Sommerpause gebe es Termine mit dem Direktorenverbindungsausschuss - dem Zusammenschluss aller gymnasialen Schulleitungen -, mit den regionalen Arbeitskreisen der Orientierungs- und Mittelstufenleitungen sowie mit den Fachvorsitzenden der Kernfächer. Zudem werde zu einem Runden Tisch mit dem Landeselternbeirat und der Landesschülervertretung der Gymnasien sowie den Kommunalen Spitzenverbänden eingeladen. Zudem werde mit den Lehrerverbänden Philologenverband und GEW gesprochen.

Das Verfahren und die Umsetzungsschritte will die Bildungsministerin ebenfalls nach der Sommerpause erläutern und in einer Schulleiterdienstversammlung im November diskutieren.

Gesetzgebungsverfahren

Das Gesetzgebungsverfahren werde durch die Regierungsfraktionen nach der Sommerpause eingeleitet und vermutlich Ende des Jahres abgeschlossen sein. Gymnasien könnten sich bis dahin eine Meinung über ihre zukünftige Aufstellung bilden - einen verbindlichen Beschluss der Schulkonferenz über G8 oder G9 könne erst mit Vorliegen der Rechtsgrundlage gefasst werden. In Kraft treten soll die Reform 2019/2020 für die Klassen 5 und 6.

Schnell Klarheit

"Mir ist wichtig, dass die Eltern, die ihre Kinder zum Schuljahr 2018/19 am Gymnasium anmelden wollen, möglichst frühzeitig wissen, ob sie dort G8 oder G9 bekommen", sagte Prien. Es werde für die Eltern des zukünftigen 5. Jahrgangs (Anmeldungszeitraum vom 26. Februar bis 7. März 2018) die gewohnten Informationsveranstaltungen geben. Zu diesem Zeitpunkt soll es bereits eine verbindliche Entscheidung der Schulkonferenzen und damit Klarheit geben. "Ich möchte die Schulen nicht mit einer lange andauernden Debatte über G9 belasten", sagte Bildungsministerin Prien.