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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Kulturministerin Prien: „Gedenkstätten im Land kommt wachsende Bedeutung zu“

Datum 18.09.2017

BAD MALENTE-GREMSMÜHLEN.  Anlässlich der 11. Landesgedenkstättentagung in Bad Malente-Gremsmühlen betonte Kulturministerin Karin Prien den Stellenwert der Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein und die Bedeutung von Erinnerungsarbeit in den Schulen. Die Landesregierung bekenne sich klar zur Weiterentwicklung und Fortführung des Landesgedenkstättenkonzeptes. „Wir wollen die bestehenden Gedenkstätten zur Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten weiter unterstützen und fördern“, so Prien (17. September). 

Die Tagung stand unter der Überschrift „Gedenkstätten und die Herausforderungen des Rechtspopulismus. „Als Bildungsministerin liegt mir dabei ein Aspekt besonders am Herzen: Wir müssen die Verbindungen stärken zwischen unseren Erinnerungsorten und den Schulen. Brücken bauen“, sagte Prien. „Denn wir sollten immer im Blick behalten: Es geht in Zukunft verstärkt um die Kinder und Jugendlichen in unserem Land, die nicht mehr das Privileg haben werden, Augenzeugen zu begegnen.“ In diesem Zusammenhang wies die Ministerin rechtspopulistische Angriffe auf die Erinnerungskultur zurück. Ausdrücklich wandte sie sich gegen Versuche, zum Beispiel das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ zu diffamieren. „Das verschiebt die „Schande“ der Tat hin zu einer angeblichen „Schande“ der Erinnerung“, unterstrich Prien. Dies dürften deutsche Demokraten nicht zulassen. 

Extremisten und Demagogen machten sich zunehmend die Reichweite neuer Kommunikationstechniken und das Netz zunutze. „Das ist die Welt, in der sich unsere Kinder orientieren müssen. Deshalb ist es so wichtig, sie gegen Extremismus jeder Richtung immun zu machen“, sagte Prien. Gedenkstätten und Erinnerungsorten als außerschulischen Lernorte komme gerade deshalb eine wachsende Bedeutung zu. Aber umgekehrt müssten auch die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für Information und Aufklärung genutzt werden. 

Die Ministerin dankte den zahlreichen Ehrenamtlern in den Gedenkstätten des Landes für ihr Engagement. „Sie leisten eine wichtige und elementare Arbeit für die Zivilgesellschaft.“

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Frank Lindscheid I Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) Jensendamm 5, 24103 Kiel | Telefon 0431  988-5477 | Fax: 0431 988-5903 I E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de I Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de I Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.bildung.schleswig-holstein.de

 

 

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