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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

"Nicht die Schularten gegeneinander ausspielen: Unser Zwei-Säulen-System ist gut aufgestellt" / Bildungsministerin Prien spricht auf der Jahrestagung der Oberstufenleiterinnen und -leiter in Rendsburg

Datum 05.10.2017

RENDSBURG/KIEL. "Wir sind gut gerüstet - alle Beteiligten haben ausreichend Zeit, G 9 ab dem Schuljahr 2019/20 auf den Weg zu bringen", sagte heute (5. Oktober) Bildungsministerin Karin Prien auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Oberstudiendirektoren in Rendsburg. Zudem gebe es durch die Arbeit der Gymnasien, die schon heute G 9 anböten sowie mit den vorliegenden Fachanforderungen die Blaupause für eine moderne und leistungsfähige neunjährige Gymnasialausbildung. "Die Umstellung auf G 9 kann man nicht mit der Einführung von G 8 vergleichen. Nachdem wir Rechtssicherheit geschaffen und die Schulen ihre Entscheidungen getroffen haben, bleibt für eine geordnete und professionelle  Umstellung genügend Zeit", sagte die Ministerin. Die entsprechende Schulgesetzänderung sei mit der ersten Lesung im Landtag bereits auf den Weg gebracht. 

Bildungsministerin Prien sagte vor den Schulleiterinnen und Schulleitern, sie habe sehr genau registriert, wie vielfältig und sichtbar die Schulen im Land aufgestellt seien. "Es gibt an allen unseren Schularten gute Bildungsarbeit. Unser Zwei-Säulen-System ist gut aufgestellt. Und das soll auch so bleiben", so Prien. Sie hob das akademische Niveau der Gymnasien hervor und sagte, die Gemeinschaftsschulen arbeiteten ebenfalls daran und hätten zugleich „"ine große Stärke im Umgang mit Heterogenität". Sie erlebe in beiden Schulformen ein hohes Maß an pädagogischer Verantwortung und auch Bereitschaft, auf gesellschaftliche Veränderungen einzugehen, ohne dabei Abstriche bei Qualität und Leistung zu machen: "Auf keinen Fall darf man die Schularten gegeneinander ausspielen", betonte die Ministerin. 

Der Schlüssel für gute Bildung und für gerechte Bildungschancen liegt bereits in Kindergarten und Grundschule, hob Prien hervor. In den ersten Schuljahren würden die Weichen für die gesamte Schullaufbahn gestellt, daher nehme die Landesregierung die Arbeit an den Grundschulen auch besonders in den Blick: Den zumeist besonders wissensdurstigen Grundschulkindern soll ein solides Wissens- und Kompetenzfundament vermittelt werden, auf dem sie in der weiterführenden Schule gut aufbauen könnten. "Dazu gehört, richtig zu schreiben von Anfang an - das halte ich für richtig und wichtig. Wir werden die Fachanforderungen für Mathematik und Deutsch entsprechend überarbeiten", sagte die Bildungsministerin. Das Lernen der verbundenen Schreibschrift werde wieder verpflichtend, zudem sollen Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Klasse 4 einen Grundwortschatz von 800 Worten haben: "Kinder müssen nach der Grundschule in der Lage sein, die meisten einfachen Texte zu verstehen und fehlerfrei zu schreiben", sagte die Ministerin. Zudem werde es ab der dritten Klasse zukünftig wieder verpflichtend Notenzeugnisse geben, kündigte sie an. Für Schülerinnen und Schüler - auch für die Eltern - seien Noten eine wichtige Orientierung. Ein verlässliches und qualitativ verbessertes Ganztagsangebot gehöre ebenso zur guten Grundschule. 

Im Übrigen seien "gute Schule" und "gesunde Schule" zwei Seiten derselben Medaille. "Gute Schule" bedeute nicht nur guter Unterricht, sondern heiße auch guter Arbeitsplatz Schule. Auch diesen Qualitätsfaktor von Schule habe sie genau im Blick, beschrieb die Bildungsministerin einen ihrer Arbeitsschwerpunkte: "Die Erstellung eines fundierten und wissenschaftlich basierten Konzepts zur Verbesserung des Gesundheitsmanagements an Schulen ist ein zentrales Projekt." Das Konzept werde besonders den Belastungs- und Aufgabenzuwachs der vergangenen Jahre berücksichtigen, sagte Prien: "Wir wissen, dass Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf fordernd ist - zunehmend auch an den Gymnasien. Und wir wissen, dass eine gute Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund oder traumatischen Fluchterlebnissen große Herausforderungen für die Lehrkräfte darstellen. Wir wollen Sie bei diesen Themen besser unterstützen." 

"Wir brauchen aber vor allem eine größere Akzeptanz für pädagogische Arbeit in unserer Gesellschaft, und wir müssen viel mehr für die Attraktivität des Lehrerberufs werben. Dafür werde ich mich einsetzen", versprach die Ministerin in Rendsburg. "Wir wollen gerechte Chancen für jedes Kind in Schleswig-Holstein, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Begabung oder Handicaps, Kinder mit und ohne Deutschkenntnissen sowie mit und ohne Eltern. Sie - die Lehrkräfte leisten dabei Großartiges für unsere Gesellschaft", sagte Prien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck I Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) Jensendamm 5, 24103 Kiel | Telefon 0431  988-5805 | Fax: 0431 988-5903 I E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de I Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de I Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.bildung.schleswig-holstein.de

 

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