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„Die Gestaltung Europas fängt in den Schulen an“: Ministerin Britta Ernst gratuliert zu 20 Jahren Verein der Europaschulen in Schleswig-Holstein

Staatskanzlei

„Die Gestaltung Europas fängt in den Schulen an“: Ministerin Britta Ernst gratuliert zu 20 Jahren Verein der Europaschulen in Schleswig-Holstein

Datum 23.11.2016

OEVERSEE/SANKELMARK. „Die Auszeichnung ‚Europaschule‘ erfüllt bestens eine Empfehlung der Kultusministerkonferenz von 1978: Schule - so heißt es dort - hat die Aufgabe, die Annäherung der europäischen Völker und Staaten und die Neuordnung ihrer Beziehungen bewusst zu machen. So soll es sein - und so machen es die schleswig-holsteinischen Europaschulen auch“, sagte heute (23. November) Bildungsministerin Britta Ernst bei der Jubiläumsveranstaltung „20 Jahr Europaschulen“ in der Akademie Sankelmark. 

Schulen sollten dazu beitragen, dass bei jungen Menschen ein Bewusstsein europäischer Zusammengehörigkeit mit Respekt vor der Vielfalt der Sprachen und Kulturen entstehe, sagte Ernst. Europaschulen in Schleswig-Holstein machten das vorbildlich. Sie hätten das Thema Europa fächerübergreifend verankert, pflegten den Austausch mit Partnerschulen im europäischen Ausland, machten Sprachangebote und vermittelten europäische Grundwerte - Frieden, Toleranz, Versöhnung, Verständigung und Solidarität. Dies seien die wichtigsten Kriterien für die Verleihung des Titels „Europaschule in Schleswig-Holstein, erläuterte die Bildungsministerin. Das Bildungsministerium unterstütze sie dabei und fördere zum Beispiel die Pflege von Schulpartnerschaften, Projekte, Praktika und auch die Fortbildung von Lehrkräften. 

Ernst erinnerte daran, dass die Initiative für Europaschulen am Anfang - vor zwanzig 20 Jahren -  von einer positiven Stimmung und von Aufbruch gekennzeichnet gewesen sei. Der Fall der Berliner Mauer sei noch als großes historisches Ereignis gegenwärtig gewesen, der Kalte Krieg war beendet, Europa konnte und sollte neu gestaltet werden. Vertiefung und Erweiterung hätten ganz oben auf der politischen Agenda gestanden und die osteuropäischen Staaten wollten seinerzeit Teil dieses großen Projektes sein, sagte die Bildungsministerin. Heute gebe es diese Aufbruchsstimmung der Anfangszeit nicht mehr. Heute denke man beim Thema Europa schnell an die Abstimmung in Großbritannien, an den „Brexit“. „Die positive Europastimmung der 1990er Jahre mit dem Motto ‚Einheit in Vielfalt‘ ist Skepsis gewichen“ sagte die Ministerin. 

„Ich denke, die europäischen  Länder sind gut beraten, ihren Weg weiterhin gemeinsam zu gehen. Wir brauchen ein einheitliches Europa“, betonte Ernst. Dabei dürfe man nicht vergessen, dass Europa aus uns allen bestehe: „Wir gestalten Europa - und das fängt in den Schulen an.“ Sie dankte allen, die sich in diese Richtung engagierten und gratulierte dem Verein der Europaschulen. Er habe in den 20 Jahren seines Bestehens Bedeutendes für die Verankerung der europäischen Idee von Frieden, Freiheit und Solidarität geleistet. Ernst: „Das Thema Europa gehört seit mehr als einer ganzen Schülergeneration zum schleswig-holsteinischen Schulalltag. Unsere 43 Europaschulen tragen dazu bei, dass die Friedens-Idee Europas auch in schwierigeren Zeiten eine Zukunft hat.“

 

 

 

 

 

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