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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

4. landesweite Tag der ehrenamtlichen rechtlichen Betreuung

Datum 24.03.2018

Eigenständige Entscheidungen in Form einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung haben Vorrang.

Betreuungsrecht Betreuungsrecht (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Landesregierung

Der 4. Tag der ehrenamtlichen rechtlichen Betreuung widmet sich dem Vergleich unterschiedlicher Vertretungsrechte für Menschen in Europa. Das Spannungsfeld zwischen staatlicher Rechtsfürsorge für hilfsbedürftige Menschen und deren Recht auf ein selbstbestimmtes Leben durchzieht das gesamte Betreuungsrecht und besteht in ähnlicher Form in der ganzen Welt. Nicht erst seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention sollen unterstützende Maßnahmen mit der hilfsbedürftigen Person Vorrang haben vor ersetzenden Maßnahmen für eine hilfsbedürftige Person.

Eine Betreuung darf in Deutschland in den meisten Fällen nicht gegen den Willen des Betroffenen eingerichtet werden. Eigenständige Entscheidungen in der Form einer Vorsorgevollmacht oder einer Betreuungsverfügung haben Vorrang. Hierauf zu achten ist die Aufgabe der Gerichte.

Die Betreuungsvereine

Die Betreuungsvereine beraten bei der Erstellung von Vorsorgevollmachten und übernehmen dadurch eine wichtige Aufgabe, um selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Seit mehr als 25 Jahren sind die Betreuungsvereine das Rückgrat des Betreuungswesens in Schleswig-Holstein. Sie gewinnen ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, führen diese in ihre Aufgaben ein und ermöglichen einen Erfahrungsaustausch zwischen den Betreuerinnen und Betreuern.

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Damit erfüllen die Vereine das gesetzgeberische Ideal einer "organisierten Einzelbetreuung".

Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Die gesetzliche Betreuung

Die gesetzliche Betreuung soll Menschen den notwendigen rechtlichen Schutz geben und ihnen gleichzeitig im größtmöglichen Umfang ein selbstständiges Handeln ermöglichen, wenn es ihnen aufgrund ihres Alters, einer Krankheit oder einer Behinderung nicht möglich ist, am normalen Alltagsleben teilzunehmen.

Das Land hat die Fördermittel für das Jahr 2018 auf nunmehr 1,2 Millionen Euro deutlich erhöht.

Ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer werden zwar persönlich bestellt, mit ihrer Aufgabe stehen sie aber nicht allein da. Sie können sich auf die Begleitung durch einen Betreuungsverein verlassen und von den Erfahrungen anderer profitieren.

Weitere Informationen:

Das Betreuungsrecht mit ausführlichen Informationen zur Vorsorgevollmacht (Broschüre)
Der "Leitfaden für die ehrenamtliche Betreuung" (Broschüre)