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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Justizministerium

Europaministerin Sütterlin-Waack zu Besuch in norwegischer Partnerregion

Datum 08.03.2018

Norwegen-Sitzung am Weltfrauentag Norwegen-Sitzung am Weltfrauentag (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © MJEVG

Schleswig-Holsteins Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack hat im norwegischen Fredrikstad an einer Sitzung des ostnorwegischen Regionalverbandes "Eastern Norway County Network" teilgenommen. Mit dem Verbund, dem insgesamt acht norwegische Kommunen rund um den Oslo-Fjord angehören, verbindet Schleswig-Holstein seit 1998 eine Partnerschaft, die den Zugang zum wirtschaftlich und administrativ stärksten Zentrum Norwegens mit rund 2,6 Millionen Einwohnern eröffnet.
Im Rahmen der Partnerschaft finden im jährlichen Wechsel Treffen auf politischer Ebene mit Vertretern beider Seiten statt.

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Die langjährige Partnerschaft mit Norwegen hilft uns, uns auf politischer Ebene auch im Rahmen anderer Organisationen wie dem Ostseerat, dem Netzwerk der Subregionen des Ostseeraumes (BSSSC) oder der Nordseekommission schnell auf gemeinsame Ziele zu verständigen

Dr. Sabine Sütterlin-Waack

"Und sie hilft uns dabei, Partner für von der EU geförderte Projekte der regionalen Zusammenarbeit zu finden", erklärte Sütterlin-Waack.

Die Europaministerin informierte sich auch über die geplante Regionalreform in Norwegen, die bis 2020 umgesetzt werden soll und den Zusammenschluss von Kommunen und die Bildung größerer Verwaltungseinheiten vorsieht. "Dies ist für mich vor dem Hintergrund meiner langjährigen kommunalpolitischen Arbeit besonders interessant", so Sütterlin-Waack. Auf der Sitzung der Lenkungsgruppe wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beider Seiten im Rahmen der von der EU geförderten Interreg-Projekte hervorgehoben. "Das ambitionierte Projekt "Northern Connections" ist ein herausragendes Beispiel für die Zusammenarbeit beider Seiten. Es befasst sich mit dem Aufbau transnationaler Kooperationen von Energie-Clustern und -Netzwerken im Nordseeraum. Internationalisierung und Erfahrungsaustausch werden von Clustern oft vernachlässigt, da sie eher als Netzwerke innerhalb der Regionen arbeiten. Schleswig-Holstein kommt bei dem Projekt eine wichtige Rolle durch die Leitung des Projektarbeitspaketes "Politische und Strategische Ausrichtung“ zu", sagte die Ministerin.

Partnerschaft Schleswig-Holstein - Eastern Norway County Network (ENCN)

Das Land Schleswig-Holstein und der ostnorwegische Regionalverband „Eastern Norway County Network“ (ENCN - Østlandssamarbejdet), sind seit 1998 durch eine vielfältige und intensive Zusammenarbeit verbunden.

Neben der Hauptstadt Oslo gehören dem ENCN sieben norwegische „fylkeskommuner“ rund um den Oslo-Fjord an. Diese Regionen sind Akershus, Buskerud, Hedmark, Oppland, Telemark, Vestfold und Østfold. Sie bilden das wirtschaftliche und administrative Zentrum Norwegens und stellen mit 2,6 Millionen Einwohnern rund die Hälfte der norwegischen Bevölkerung. Die „fylkeskommuner“ entsprechen im Hinblick auf Größe und Kompetenzen in etwa der schleswig-holsteinischen Kreisebene.

Zur Steuerung der Partnerschaft findet jedes Jahr ein Treffen auf politischer Ebene abwechselnd in Schleswig-Holstein und in Norwegen statt. Von norwegischer Seite sind in der Regel die politischen Spitzen der acht Partner dabei, während Schleswig-Holstein durch den/die Europaminister/in plus Delegation vertreten wird. Die Treffen dienen der politischen Diskussion über die vorab auf Arbeitsebene abgestimmten gemeinsamen Vorhaben und dem Beschluss über das entsprechende Jahresarbeitsprogramm. Dieses umfasst aktuell die Themen Verkehr- und Infrastruktur, Kultur, Jugend und Bildung sowie Bioökonomie.

Als einer der größten Handelspartner Norwegens ist Deutschland ein wichtiger Absatzmarkt für norwegische Produkte wie Erdgas, Fisch, Meeresfrüchte und Metalle.

Für die norwegische Kultur und deren Verbreitung in den Ostseeraum ist Deutschland ein wichtiges Sprungbrett. Die „Deutschland-Strategie“ der norwegischen Regierung beinhaltet u. a. auch die Themen Energieversorgung sowie Umwelt- und Klimaschutz. Für beide Bereiche hat die norwegische Regierung den Verbund „Østlandssamarbejdet“ mit der Umsetzung auf subnationaler Ebene beauftragt,

Durch die politische Zusammenarbeit in den Gremien der Ostsee- und Nordsee-Zusammenarbeit und die gemeinsame Beteiligung an den Interreg-Programmen der EU besteht eine überwiegend multilaterale Verbindung, die auch der gemeinsamen Interessenvertretung gegenüber Politikentwicklungen auf Ebene der Europäischen Union dient.

Daneben besteht eine überwiegend eigenständige Zusammenarbeit im Bereich Kultur. Seit 2016 entwickelt sich auch eine intensive bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Austausch und Begegnung zwischen Berufsschulen, ausgehend von einem Kooperationsprojekt zwischen jeweils einer Schule in Kiel und in Gjøvik (Norwegen).

Die Europaabteilung des MJEVG berät bei allen Fragen rund um die europäischen Partnerschaften und unterstützt bilaterale Projekte ggf. auch finanziell.

Weitere Informationen unter folgenden Links:

Schleswig-Holstein-Büros im Ostseeraum

Koordination: 

Schleswig-Holstein:

Eileen von Elsner, Tel.: 0431/988-2132, e-mail: eileen.vonelsner@jumi.landsh.de
Angela Iwersen, Tel.: 0431/988-2641, e-mail: angela.iwersen@jumi.landsh.de
Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung
des Landes Schleswig-Holstein
Lorentzendamm 35, 24103 Kiel 

Eastern Norway County Network:

Ann Irene Sæternes
Coordinator International Affairs, Tel.:+47 61 28 93 53, e-mail: ais@oppland.org
Östlandssamarbeidet
c/o Akershus fylkeskommune
Pb. 1200 Sentrum,
0107 Oslo, Norwegen
Web: http://www.ostam.no/fagomrader/internasjonelt-samarbeid/schleswig-holstein/