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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Gleichstellungsministerin äußert sich zur Hashtag-Kampagne #metoo

Datum 26.10.2017

Dr. Sütterlin-Waack greift aktuelle Diskussion auf

Bei einer Informationsveranstaltung im Kieler Haus des Sports begrüßte Gleichstellungsministerin Dr. Sütterlin-Waack die neuen Gleichstellungsbeauftragten. Die Welcome-Veranstaltung ist ein Service, den das für die Gleichstellung zuständige Ministerium gemeinsam mit der LAG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten vor zwei Jahren begonnen hat, um die neu bestellten oder ernannten Gleichstellungsbeauftragten in den Behörden des Landes und auf kommunaler Ebene zu begrüßen.

In ihrem Grußwort griff die Gleichstellungsministerin die aktuelle Diskussion um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz auf. "Die Hashtag-Kampagne #metoo macht uns derzeit wieder deutlich, wie wichtig es ist, eine gesellschaftliche Debatte über Sexismus zu führen. Sexuelle Übergriffe, egal ob verbale Beleidigung oder tatsächliches Antatschen und Begrapschen, sind immer noch weit verbreitet. Weltweit und insbesondere in der Arbeitswelt."

Dabei betonte sie, dass keine neuen Gesetze benötigt werden, da es bereits klar definierte, unverhandelbare Grenzen gibt. "Zudem hat der Gesetzgeber das Sexualstrafrecht in der letzten Wahlperiode deutlich verschärft. Auch die sexuelle Belästigung ist jetzt strafbar. Gesetze allein reichen aber nicht!"

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Wir sollten Betroffenen Mut machen, sich zu wehren und dagegen vorzugehen. Dazu gehört es auch, Übergriffe zur Anzeige zu bringen.

Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Geschäftsstelle als zentrale Anlaufstelle

Bereits seit 2015 besteht eine Geschäftsstelle als zentrale Anlaufstelle für kommunale Gleichstellungsbeauftragte bei der Landesarbeitsgemeinschaft für 155 kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Land Schleswig-Holstein.
Damit haben die Gleichstellungsbeauftragten in ganz Schleswig-Holstein jetzt jeweils eine zentrale Anlaufstelle, die sie vor allem bei der Vernetzung untereinander sowie bei der täglichen Arbeit vor Ort unterstützen soll.
Die Geschäftsstellen arbeiten eng mit dem Ministerium zusammen, um ein gemeinsame strategische Ausrichtung abzustimmen. Gleichstellung betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche und Gleichstellung voran zu bringen heißt, sich in allen gesellschaftlichen Bereichen zu bewegen. Das Büro der Anlaufstelle ist in Kiel.

Die Aufgaben der Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle trägt dazu bei, dass die gemeinsam erreichten Ergebnisse auch in der Öffentlichkeit bzw. bei den Bürgerinnen und Bürgern bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen werden. Das ist wichtig, weil Bewusstseinsbildung für Chancengerechtigkeit von Männern und Frauen ein weiterer wesentlicher Teil ist, um Gleichstellung voran zu bringen. Öffentlichkeitswirksames Darstellen von Erfolgen trägt dazu bei, dass wir voneinander lernen und gute Beispiele von anderen übernehmen können.
Die Schwerpunkte der Gleichstellungsarbeit vor Ort sind so vielfältig, wie es Behörden gibt. Manchmal geht es in Bezug auf die Umsetzung der Gleichstellungsziele darum, den Fortschritt zu beschleunigen und manchmal kann es auch darum gehen, einen Rückschritt zu verhindern. In diesem Sinn hat der Deutsche Frauenrat aktuell darauf hingewiesen, dass es "angesichts des zunehmenden Rechtspopulismus mit seinem rückwärts gewandten Rollenverständnis und seinem antiquierten Frauenbild" verstärkt darum gehen muss, an der Umsetzung bereits bestehender Frauenrechte zu arbeiten.

Der Schwerpunkt der Arbeit der Geschäftsstelle wird jedes Jahr dem Bedarf entsprechend bestimmt. In diesem Jahr lag der inhaltliche Schwerpunkt neben dem laufenden Beratungsangebot für Gleichstellungsbeauftragte darin, zunächst vor allem darin, die Homepage einzurichten und einen Newsletter zur Information der Gleichstellungsbeauftragten über aktuelle Entwicklungen und Angebote zu erstellen.

Das Gleichstellungsministerium finanziert die Geschäftsstelle seit dem 1. März 2017.

Weitere Informationen:

Gleichstellungspolitik in Schleswig-Holstein
Gleichstellungsgesetz