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Zurück in die Gesellschaft

Staatskanzlei

Zurück in die Gesellschaft

Datum 24.05.2017

Ehrenamtliche Mitarbeiter im Justizvollzug sind eine wichtige Hilfe bei der Resozialisierung von Häftlingen.

Ministerin Spoorendonk mit ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus der Straffälligenhilfe Ministerin Spoorendonk mit ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus der Straffälligenhilfe (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerin Anke Spoorendonk mit engagierten Bürgern aus der Straffälligenhilfe. © Justizministerium

Eine Haftstrafe soll nicht nur Unrecht vergelten und vor weiteren Straftaten schützen, sie dient auch der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Diese sogenannte Resozialisierung unterstützen im Justizvollzug ehrenamtliche Mitarbeiter.

Dank an engagierte Bürger

Bei einem Treffen im Justizministerium dankte Ministerin Anke Spoorendonk den in der Straffälligenhilfe engagierten Bürgern. "Das ehrenamtliche Engagement ist ein großes Geschenk - für die Betreuten, für den gesamten Justizvollzug und die Bewährungs- und Straffälligenhilfe. Es ist auch ein Geschenk für unsere Gesellschaft", sagte die Ministerin.

Hilfe über die Entlassung hinaus

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter stehen den Gefangenen unter anderem als Gesprächspartner zur Verfügung. Aber sie unterstützen auch bei der Bewältigung persönlicher Probleme, indem sie schulische und berufliche Fähigkeiten fördern, Freizeitaktivitäten anbieten, bei der Entlassungsvorbereitung mitwirken und im sozialen Umfeld zur Wiedereingliederung beitragen. Geregelt sind die Aufgaben in einer Allgemeinverfügung des Justizministeriums.

Auch nach der Entlassung unterstützen viele Ehrenamtliche die ehemaligen Inhaftierten bei ihrer Rückkehr ins alltägliche Leben – entweder als wichtige Ansprechperson oder als ehrenamtlicher Bewährungshelfer.

Zitate ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer

Unterschiedliche Angebote

Informationen zum Engagement

link Soziale Strafrechtspflege

link Stiftung Straffälligenhilfe

Die Möglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeiten in den Justizvollzugsanstalten sind vielfältig: Es gibt unterschiedliche Angebote für Gruppen oder einzelne Gefangene. Die ehrenamtliche Tätigkeit ist grundsätzlich unentgeltlich, derzeit wird jedoch eine Aufwandspauschale in Höhe von 120 Euro pro Jahr gewährt.

Wer kann sich engagieren?

Ehrenamtliche Mitarbeiter dürfen in den vergangenen fünf Jahren keine Freiheitsstrafe verbüßt haben. Gegen sie darf aktuell auch keine Straf- oder Ermittlungsverfahren laufen und sie müssen unter anderem einer Überprüfung durch das Landeskriminalamt zustimmen.

Interessierte Bürger werden in den Trägervereinen der Straffälligenhilfe auf ihre künftige Tätigkeit vorbereitet. Dies geschieht in Abstimmung mit der jeweiligen Justizvollzugsanstalt.