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Justizministerin Spoorendonk: Psychosoziale Prozessbegleitung ist praktizierter Opferschutz - Neuer Flyer mit Hilfsangeboten vorgestellt

Staatskanzlei

Justizministerin Spoorendonk: Psychosoziale Prozessbegleitung ist praktizierter Opferschutz - Neuer Flyer mit Hilfsangeboten vorgestellt

Datum 09.01.2017

KIEL. Justizministerin Anke Spoorendonk hat heute (9. Januar) den neuen Flyer "Wir begleiten Sie – Psychosoziale Prozessbegleitung in Schleswig-Holstein" an Landespolizeidirektor Ralf Höhs, Generalstaatsanwalt Wolfgang Zepter und Andrea Langmaack, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Prozessbegleiterinnen, übergeben. Der Flyer wird in der Regel durch die Polizei oder die Staatsanwaltschaften besonders schutzbedürftigen Opfern schwerer Straftaten ausgehändigt. Inhalt des aktualisierten Flyers sind Informationen über die psychosoziale Prozessbegleitung, die mit den am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Vorschriften erstmals eine umfassende gesetzliche Regelung erfahren hat. Dazu sagte Ministerin Spoorendonk: "Ich halte Informationen über dieses Opferunterstützungsangebot in einer verständlichen Sprache für unerlässlich. Das freiwillige und kostenlose Angebot der psychosozialen Prozessbegleitung kann nur dann wahrgenommen werden, wenn nicht nur die Strafverfolgungsbehörden sondern auch die Betroffenen selbst um das Angebot wissen."

Ziel dieser besonders intensiven Form der Unterstützung und Begleitung ist es, Ängste und Belastungen des Opfers in Bezug auf das Strafverfahren abzubauen. Dies kann der Gefahr einer sekundären Schädigung durch das Verfahren vorbeugen und zu einer Stabilisierung des Opfers führen. Leistungen der psychosozialen Prozessbegleitung vor, während und nach der Hauptverhandlung können etwa die Vermittlung von Informationen (z.B. zum Verfahrensablauf), eine (psycho-)soziale Unterstützung (z. B. durch die Begleitung in die Hauptverhandlung) und/oder die Vermittlung von Bewältigungsstrategien und Maßnahmen zur Reduzierung von Belastungen und Ängsten sein. Die Erörterung des Tatgeschehens, eine Rechtsberatung oder eine therapeutische Intervention sind nicht Gegenstand der psychosozialen Prozessbegleitung. Zur weiteren Information der Strafverfolgungsbehörden, der Justiz und der Anwaltschaft finden im Januar 2017 Regionaltreffen zur psychosozialen Prozessbegleitung statt:
am 11. Januar im Landgerichtsbezirk Flensburg, am 12. Januar im Landgerichtsbezirk Kiel, am 16. Januar im Landgerichtsbezirk Itzehoe und am 24. Januar im Landgerichtsbezirk Lübeck.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Oliver Breuer | Ministerium für Justiz, Kultur und Europa | Lorentzendamm 35, 24103 Kiel | Telefon 0431 988-3706 | Telefax 0431 988-3704 | E-Mail: pressestelle@jumi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.mjke.schleswig-holstein.de