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Integrationsamt

© T. Eisenkrätzer

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen wollen oder dies schon tun, bekommen vielfältige Unterstützung vom Integrationsamt im Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein.

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Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Finanzielle Unterstützung für ArbeitgeberInnen

Das Integrationsamt kann ArbeitgeberInnen Zuschüsse oder Darlehen zu ihren Investitionskosten gewähren, wenn sie

  • einen schwerbehinderten Menschen einstellen,
  • einen Ausbildungsplatz für einen schwerbehinderten Menschen schaffen,
  • eine schwerbehinderte Mitarbeiterin oder einen schwerbehinderten Mitarbeiter an einen neu geschaffenen Arbeitsplatz versetzen.

Die mögliche Förderung erstreckt sich dabei anteilig auf die Kosten, die für die „normale“ Ausstattung des neuen Arbeitsplatzes anfallen (investive Kosten), d.h. es wird nur eine solche Ausstattung gefördert, die behinderungsunabhängig angeschafft werden muss. Das können zum Beispiel Kosten für die Büroeinrichtung oder für eine neue Maschine sein. Zuständig für die Förderung der behinderungsbedingten Kosten ist der zuständige Reha-Träger, etwa die Agentur für Arbeit, die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung.

Welche finanzielle Unterstützung gibt es für die Einrichtung von Arbeitsplätzen?

Gibt es Leistungen bei außergewöhnlichen Belastungen?

Welche Zuschüsse gibt es bei der Berufsausbildung behinderter Jugendlicher?


Anträge zum Ausdrucken

Grundantrag Zuwendung private AG

Grundantrag Zuwendung öffentliche AG

Anlage I Betreuungsaufwand

Anlage II Stellenbeschreibung


Merkblatt zum Ausdrucken

Merkblatt Antragsstellung Arbeitsassistenz


Informationen zum Anschauen

Broschüre "Leistungen im Überblick"

Broschüre "Schwerbehinderte Menschen im Betrieb Schleswig-Holstein"

Integrationsfachdienste

Die Integrationsfachdienste sind neutrale Beratungsstellen vor Ort, die bei allen Fragen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen helfen.

Die FachberaterInnen haben vor allem die Aufgabe, schwerbehinderte Menschen

  • auf den Ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln,
  • auf ihren neuen Arbeitsplatz vorzubereiten,
  • bei allen Problemen im Berufsalltag zu unterstützen.

Integrationsfachdienste informieren und unterstützen auch Betriebe, die schwerbehinderte Menschen einstellen wollen oder bereits beschäftigen.

Die FachberaterInnen des Integrationsfachdienstes handeln im Auftrag des Integrationsamtes im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein. Sie sind an 18 Standorten vertreten.

Adressen und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Integrationsfachdienste Schleswig-Holstein

Schulungsangebote

Die Schulungsangebote sind für Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- und Personalräte, Beauftragte der ArbeitgeberInnen und Personalverantwortliche.

In vielen Dienststellen und Betrieben gibt es Menschen, die sich um den Erhalt der Arbeitsplätze für behinderte Menschen und um Neueinstellungen bemühen. Dieses Ziel gelingt nur im gemeinsamen Prozess und so richten sich die Schulungsangebote ausdrücklich an Schwerbehindertenvertretungen, Personalvertretungen und Personalverantwortliche.

Durch das Zusammenwirken aller betrieblichen Funktionsträger, die Verantwortung für die Teilhabe schwerbehinderter Beschäftigter tragen, wird es auch in Zukunft gelingen, die vorhandenen Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen zu erhalten und neue zu schaffen.

Im Seminarprogramm gibt es ein breites Angebot von Themen zur beruflichen Integration, wobei der Schwerpunkt auf einer Früherkennung von Problemen im Arbeitsverhältnis liegt. Die Inhalte sind aus der langjährigen Erfahrung des Integrationsamtes Schleswig-Holstein entstanden.

Hier geht es zur Online-Anmeldung für die Kurse (FAW)


Der besondere Kündigungsschutz

Schwerbehinderte Menschen haben im Vergleich zu nicht behinderten Menschen einen zusätzlichen Schutz vor Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Der besondere Kündigungsschutz soll mögliche Nachteile, die schwerbehinderten Menschen wegen ihrer Behinderung auf dem Arbeitsmarkt drohen, ausgleichen. Er besteht zusätzlich zum allgemeinen Kündigungsschutz.
Der besondere Kündigungsschutz verhindert nicht grundsätzlich, dass schwerbehinderten Beschäftigten gekündigt werden kann. Er ist vor allem bei Kündigungen relevant, die im Zusammenhang mit der Behinderung stehen.

Die Kündigung ist nur wirksam, wenn die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber vorher die Zustimmung der Fürsorgestelle eingeholt hat. Kündigt sie oder er ohne diese vorherige Zustimmung, kann der schwerbehinderte Mensch innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht gegen die Kündigung klagen.

Für wen gilt der besondere Kündigungsschutz?

In welchen Fällen ist eine Zustimmung zur Kündigung erforderlich?

Wie kann ich mir das Verfahren vorstellen?

Merkblatt zum Ausdrucken und Broschüre zum Anschauen

In Schleswig-Holstein sind die örtlichen Fürsorgestellen der Kreise und kreisfreien Städte für die Wahrnehmung des besonderen Kündigungsschutzes zuständig. Maßgeblich für die örtliche Zuständigkeit ist der Sitz des Betriebes bzw. der Dienststelle.

Zur Übersicht der örtlichen Fürsorgestellen

Unterstützte Beschäftigung

Die Unterstützte Beschäftigung soll Menschen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf helfen, einen Arbeitsplatz auf dem Ersten Arbeitsmarkt zu finden. Damit sollen Alternativen zur Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) geschaffen werden.

Zielgruppen sind insbesondere

  • Abgängerinnen und Abgänger aus Förder- und Sonderschulen
  • Erwachsene, die im Laufe ihres (Berufs-) Lebens eine so geartete Behinderung erworben haben, dass der Übergang in eine WfbM erwogen wird oder
  • Beschäftigte aus einer solchen Werkstatt, die auf den Ersten Arbeitsmarkt wechseln wollen.

Leichte Sprache

Link Unterstützte Beschäftigung

Die Unterstützte Beschäftigung gliedert sich in zwei Phasen:

Phase 1: Einstieg in den Ersten Arbeitsmarkt

In dieser Phase steht die individuelle betriebliche Qualifizierung, Einarbeitung und Begleitung behinderter Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf in Betrieben des Ersten Arbeitsmarktes im Vordergrund. Ziel dieser Unterstützung ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Die Zuständigkeit für die innerbetriebliche Qualifizierung liegt bei den Rehabilitationsträgern, meist bei der Bundesagentur für Arbeit. Mit der Durchführung sind die Integrationsfachdienste oder sonstige Dritte betraut.

Phase 2: Berufsbegleitung

Diese Phase sichert eine weitere Unterstützung zu, sollte dies notwendig sein. Wenn ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis erreicht wurde, eine weitergehende Unterstützung aber gleichzeitig erforderlich ist, wird diese in Form der Berufsbegleitung erbracht. Dafür ist i.d.R. das Integrationsamt zuständig. Die Dauer dieser Leistung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des behinderten Menschen. Es gibt keine zeitliche Beschränkung.

Merkblatt und Antrag zum Ausdrucken

Betriebliche Prävention

Die betriebliche Prävention ist ein Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung. Sie ist so wichtig, dass sie als Aufgabe der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers im Sozialgesetzbuch verankert ist. Die Prävention dient dazu, krankheitsbedingte Fehlzeiten, chronische Erkrankungen oder gar eine Behinderung zu vermeiden.

ArbeitgeberInnen sollten möglichst frühzeitig aktiv werden, wenn sie auf personen-, verhaltens- oder betriebsbedingte Probleme eines schwerbehinderten Beschäftigten aufmerksam werden. Dabei sollen die ArbeitgeberInnen möglichst frühzeitig die Personalvertretung, die Schwerbehindertenvertretung sowie das Integrationsamt einschalten, um mit ihnen alle Möglichkeiten und alle zur Verfügung stehenden Hilfen zur Beratung und mögliche finanzielle Leistungen zu erörtern. Ziel ist es, die Schwierigkeiten zu beseitigen und das Beschäftigungsverhältnis dauerhaft zu sichern.

Wie das Integrationsamt betriebliche Prävention unterstützt

Das Integrationsamt unterstützt ArbeitgeberInnen, die präventive Maßnahmen für ihre schwerbehinderten Beschäftigten durchführen möchten mit

  • Schulungen zur Einführung von Betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM)

  • Workshops, in denen die Mitglieder von Integrationsteams ihre Erfahrungen austauschen und ihre Kenntnisse weiterentwickeln können

  • Begleitung bei der konkreten Einzelfallumsetzung. Dies kann u.a. auch in der Einschaltung des Integrationsfachdienstes und letztlich in die Gewährung von Begleitender Hilfe münden.

Informationen zum Anschauen

Ausgleichsabgabe

Das Sozialgesetzbuch schreibt vor, dass Betriebe schwerbehinderte Menschen beschäftigen müssen. Diese Beschäftigungspflicht gilt für Betriebe mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen.

Kleine Betriebe mit weniger als 20 Arbeitsplätzen müssen keine schwerbehinderten Menschen beschäftigen, unterliegen also nicht der Beschäftigungsplicht.

ArbeitgeberInnen mit einer Beschäftigungsplicht müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen, wenn sie keine oder nicht ausreichend schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Die Höhe der zu zahlenden Ausgleichsabgabe hängt davon ab, wie viele Arbeitsplätze ein Betrieb hat und wie viele schwerbehinderte Menschen er beschäftigt.

Hier finden Sie eine Software, die ArbeitgeberInnen bei der Berechnung der Ausgleichsabgabe und der Erstellung der Anzeige nach § 80 Abs. 2 SGB IX: www.rehadat-elan.de

Merkblatt zum Ausdrucken

Alle Anträge, Merkblätter und Broschüren finden Sie auf unserer Service-Seite.