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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

25 Jahre Hilfe bei Suchtproblemen

Datum 01.11.2017

Seit 1992 hat sich in der Leitstelle für Suchtgefahren am Arbeitsplatz (LSA) viel getan - das Ziel ist aber immer noch dasselbe.

Ein Mann steht an einem Rednerpult Der Chef der Staatskanzlei, Dirk Schrödter, lobte die Arbeit der Suchthelfer. Ohne sie wären die vergangenen 25 Jahre nicht so erfolgreich verlaufen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der Chef der Staatskanzlei, Dirk Schrödter, lobte die Arbeit der Suchthelfer. Ohne sie wären die vergangenen 25 Jahre nicht so erfolgreich verlaufen. © Staatskanzlei

Seit 25 Jahren ist die Leitstelle ein wichtiger Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung in der Landesverwaltung Schleswig-Holsteins. Ursprünglich wurde sie im Sozialministerium der Landesregierung eingerichtet, 2014 wechselte sie in die Staatskanzlei. "Wir sind Koordinator für das Thema Sucht am Arbeitsplatz", sagt die Verantwortliche der Leitstelle, Natalie Syring.

Unterstützung für Betroffene

Die LSA kümmert sich um die Schulung von Führungskräften und die Qualifikation neuer Suchthelfer, die Mitarbeitern bei Suchtproblemen helfen sollen. "Die Führungskräfte suchen dann immer wieder das Gespräch und machen den Erkrankten klar, dass sie etwas ändern müssen. Gleichzeitig stehen aber auch die Suchthelfer bei der Unterstützung dieses Prozesses bereit", fügt Syring hinzu. Mitarbeiter sollen so immer jemanden vor Ort haben, mit dem sie sprechen können, wenn sie bei Kollegen psychische Auffälligkeiten vermuten oder selbst betroffen sind.

Zur Feier des 25-jährigen Bestehens am 1. November hat der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter, Verantwortliche und Wegbereiter der Leitstelle eingeladen.

Engagement neben dem Beruf

Ein Mann und eine Frau unterhalten sich. Staatssekretär Dirk Schrödter und die Verantwortliche der Leitstelle, Natalie Syring. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Staatssekretär Dirk Schrödter und die Verantwortliche der Leitstelle, Natalie Syring. © Staatskanzlei

In den vergangenen 25 Jahren wurden mehr als 400 sogenannte Suchthelfer ausgebildet. Derzeit sind noch etwa 250 aktiv. Die eineinhalbjährige Ausbildung besteht aus 184 Unterrichtseinheiten und erfolgt auf freiwilliger Basis neben dem Beruf. "Auch für Vorgesetzte ist ein offener Umgang mit dem Thema Sucht am Arbeitsplatz alles andere als leicht. Für mich ist es daher gut nachvollziehbar, wenn über Sucht und die Gefahren im täglichen Umgang selten gesprochen wird", sagte Staatssekretär Schrödter auf der Jubiläumsfeier. Aus diesem Grund bietet die LSA jährlich bis zu 20 Seminare speziell für Führungskräfte, um den Umgang mit betroffenen Mitarbeitern zu schulen.

Der Schlüssel zum Erfolg

Die Leitstelle integriert die ausgebildeten Suchthelfer in ein Netzwerk, das sie unter anderem über Lehrgänge informiert. Die seien regelmäßig so stark nachgefragt, dass die Leitstelle das Interesse kaum bedienen könne, hob Schrödter hervor. "Teilnehmer reisen dafür aus dem ganzen Bundesgebiet an," fügte er hinzu. Darüber hinaus sollen die Suchthelfer mithilfe von Fachtreffen und Fachtagungen ihr Wissen erhalten, erweitern und sich untereinander austauschen.