Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Energie der Zukunft

Datum 06.12.2017

Wissenschaftler, Politiker und Unternehmen haben sich bei einer Konferenz in Kiel über die Zukunft der Erneuerbaren Energien ausgetauscht.

Zwei Personen sitzen vor Bildschirmen, dahinter viele Menschen die einem Mann auf der Bühne zuhören. In der Kieler Sparkassen-Arena eröffnete Ministerpräsident Daniel Günther die Science Match Future Energies 2017. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In der Kieler Sparkassen-Arena eröffnete Ministerpräsident Daniel Günther die Science Match Future Energies 2017. © dpa

99 Jahre - so lange hatten Wissenschaftler gebraucht, um den Nachweis für die sogenannten Gravitationswellen zu erbringen, über die Albert Einstein 1916 erstmalig referiert hatte. Dass es in der Wissenschaft auch schnell gehen kann, beweisen nun einhundert Spitzenforscher aus dem Bereich "Energie": In nur drei Minuten präsentieren sie beim Science Match Future Energies in der Kieler Sparkassen-Arena ihre aktuelle Arbeit. Für die Landesregierung nehmen neben Ministerpräsident Daniel Günther auch Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, Bildungsministerin Karin Prien und Energie-Staatssekretär Tobias Goldschmidt an der Veranstaltung teil.

Vorreiterstellung ausbauen

Schwerpunkt der ganztägigen Konferenz sind Erneuerbare Energien und deren Speicherung sowie der Transport. "Schleswig-Holstein ist seit Jahrzehnten Vorreiter der Energiewende", sagte Ministerpräsident Daniel Günther zum Auftakt des Science Match Future Energies. Die Energiewende sei ein zentrales Zukunftsprojekt. "Stillstand oder ein Scheitern wäre gegen die Interessen des Landes." Ein Erfolg sei nur möglich, wenn Ausbau und gesellschaftliche Akzeptanz miteinander in Einklang stünden. "Das Projekt steht und fällt mit zufriedenen Bürgerinnen und Bürgern."

Zahlreiche Branchenexperten erwartet

Windkraftanlage im ländlichen Raum Windkraftanlage im ländlichen Raum (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Schleswig-Holstein ist das Land der Energiewende. © M. Staudt / www.grafikfoto.de

Zu der gemeinsamen Veranstaltung von Tagesspiegel und Landesregierung werden rund 1.000 Gäste erwartet aus Unternehmen und Start-Ups sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen. Für Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz bietet die Veranstaltung insbesondere auch Unternehmen die ideale Plattform, um sich mit Wissenschaftlern zu vernetzen, auszutauschen und zusammen zu arbeiten. "Der Wissens- und Technologietransfer aus erster Hand ist entscheidend für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit Schleswig-Holsteins als Energiewendeland Nummer 1. Er macht unsere Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen besonders attraktiv für den wissenschaftlichen Nachwuchs und leistet damit einen weiteren Beitrag zur notwendigen Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft", sagte Buchholz. Wissenschaftspartner der Konferenz sind unter anderem das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung sowie die Universitäten Kiel, Lübeck und Flensburg.

Wissen austauschen, Zukunft sichern

Bildungsministerin Karin Prien hob die Bedeutung des Wissensaustauschs als Innovationsmotor hervor. "Innovationen sichern unsere Zukunftsfähigkeit, geben uns Wertschöpfung, Wohlstand und Beschäftigung", sagte Prien. Der Wissenstransfer beginne bereits in der Schule, deshalb müssten Schüler auf die Herausforderungen der Gesellschaft und der Arbeitswelt vorbereitet werden. "Dabei kommt gerade im MINT-Bereich der Kooperation von Schulen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft nach meiner Überzeugung eine besondere Bedeutung zu." Die Landesregierung wolle daher Schule, Wissenschaft und Wirtschaft noch stärker verzahnen, sagte die Ministerin.

Energiewende in allen Wirtschaftsbereichen

"Energiewende ist mehr als Strom aus Wind und Sonne. Sie muss auch Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie durchdringen und die Chancen der Digitalisierung nutzen", sagte Energiewendestaatsekretär Tobias Goldschmidt. Das schaffe neue Vermarktungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle. Dafür müsse der Strom, der bislang wegen Netzengpässen abgeschaltet werde, endlich genutzt werden, sagte Goldschmidt. "Ideen und technische Möglichkeiten dafür haben wir in Schleswig-Holstein genug, nur muss der Bund die Rahmenbedingungen verändern."