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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Reformation im Blickpunkt

Datum 08.10.2017

Die Ausstellung "Luthers Norden" wurde anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums von Ministerpräsident Günther auf Schloss Gottorf eröffnet.

Zwei Gemälde von Martin Luther und Philipp Melanchthon Martin Luther und Philipp Melanchthon waren die treibenden Kräfte der Reformation. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Martin Luther und Philipp Melanchthon waren die treibenden Kräfte der Reformation. © dpa

"Noch heute ist die Geschichte der Reformation untrennbar mit der schleswig-holsteinischen Landesgeschichte verbunden", sagte Ministerpräsident Daniel Günther während der Eröffnungsfeier auf Schloss Gottorf. Aber nicht nur im echten Norden prägt das Luthertum die Identität der Menschen bis heute, sondern auch im gesamten Ostseeraum. Obwohl Martin Luther nie in dieser Region gewirkt hat, hat sich besonders hier die Idee der Reformation schnell verbreitet: Fast alle Gebiete im Norden und rings um die Ostsee haben sich der Reformation angeschlossen. Die Ausstellung "Luthers Norden" auf Schloss Gottorf stellt vom 9. Oktober bis 28. Januar alle wichtigen Stationen und Personen vor, welche dieses Ereignis in Nordeuropa zum Erfolg geführt haben.

Luthers "Außenminister"

Einer dieser wichtigen Personen war Johannes Bugenhagen, ein enger Vertrauter und "Außenminister" des Reformators. Bugenhagen hat Luthers Bibelübersetzung ins Niederdeutsche übertragen und somit für einen breiten Leserkreis im Norden zugänglich gemacht. In der Ausstellung werden die von Bugenhagen verfasste Kirchenordnung und die niederdeutsche Bibelübersetzung gezeigt.

Inspirationsquelle Reformation

Auch viele Künstler ließen sich durch die Reformation inspirieren, ihre Werke werden nun ebenfalls auf Schloss Gottorf ausgestellt. Hierzu gehören Gemälde von Luthers Zeitgenossen Lucas Cranach sowie von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge aus der evangelisch geprägten Romantik.

Landesübergreifende Zusammenarbeit

Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsarbeit von Nordkirche, Schloss Gottorf und dem Pommerschen Landesmuseum Greifswald, in dem die Schau bereits von Mai bis September zu sehen war. Neben Exponaten und Schautafeln sollen multimediale Installationen und die Flucht auf die Wartburg im "Tagesschau"-Format gezielt Jugendliche angesprechen.