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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Abschied aus dem echten Norden

Datum 06.10.2017

Nach zwei Tagen geht der Antrittsbesuch des Bundespräsidenten in Schleswig-Holstein zu Ende. Letzte Station: Der Lindhof, ein Versuchsgut der Universität Kiel.

Küstenschutz, Energiewende und Landwirtschaft - auch der zweite Tag hielt ein buntes Besuchsprogramm für den Bundespräsidenten bereit. "Wir machen diese Länderbereisung, um die Vielfalt des Landes kennen zu lernen. Und das ist in diesen zwei Tagen in Schleswig-Holstein wirklich auf hervorragende Art und Weise gelungen", sagte Steinmeier zum Abschluss seiner Reise. Die letzte Station seines Besuches war das Versuchsgut Lindhof. Hier erforschen Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel neue Techniken für den ökologischen Landbau.

Kiel: Klassenzimmer unter Segeln

Zwei Männer stehen an Bord eines Segelschiffs. Bei strahlendem Sonnenschein besichtigte Steinmeier mit Ministerpräsident Günther die "Thor Heyerdahl". Das 1930 gebaute Segelschiff dient heute als "schwimmendes Klassenzimmer" für Jugendgruppen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bundespräsident Steinmeier (r.) und Ministerpräsident Günther besichtigten in Kiel die "Thor Heyerdahl". © Staatskanzlei

Zuvor war Steinmeier am Kieler Sartorikai an Bord des Segelschulschiffs "Thor Heyerdahl" gegangen. Hier machte sich das Staatsoberhaupt ein Bild vom Alltag an Bord und sprach mit der Besatzung. Die 1930 gebaute "Thor Heyerdahl" dient heute als Klassenzimmer unter Segeln. Am frühen Nachmittag sprach der Bundespräsident im Kieler Schloss vor rund 600 Vertretern der schleswig-holsteinischen Gemeinden und lobte ihr Engagement für ein lebenswertes Leben auf dem Land. Es sei das Verdienst der Kommunen, dass Landflucht in Schleswig-Holstein kein Thema sei.

Sehestedt: Leben im ländlichen Raum

Viele Leute stehen in einem Verkaufsraum. Ein echtes schleswig-holsteinisches Unikat lernte der Bundespräsident in Sehestedt kennen, den MarktTreff. Supermarkt und Restaurant zugleich, aber auch Gemeindetreff, Postfiliale, Bank oder sogar Arztpraxis - das ist das Konzept von 38 MarktTreffs in ganz Schleswig-Holstein. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bundespräsident Steinmeier im MarktTreff Sehestedt. © Staatskanzlei

Mittags hatte der Bundespräsident im Sehestedter MarktTreff Halt gemacht - einem von 38 Dorfläden in ganz Schleswig-Holstein. Supermarkt, Restaurant, Treffpunkt für Jung und Alt - all das verkörpern die MarktTreffs. Unter einem Dach finden sich hier Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs, aber auch Dienstleistungen wie Postversand, Bargeldauszahlung und sogar medizinische Versorgung.

Reußenköge: Erneuerbare Energien

Zuvor hatte der Bundespräsident bei seinem Rundgang durch die Geschäftsräume von GP Joule in Reußenköge (Kreis Nordfriesland) einen Einblick in die Arbeit des schleswig-holsteinischen Unternehmens gewinnen können. Seit 2009 realisiert GP Joule Anlagen für die Erzeugung von erneuerbarem Strom.

Ein Mann erklärt einem anderen ein technisches Gerät. Mehrere Menschen hören aufmerksam zu. Bei dem schleswig-holsteinischen Unternehmen GP Joule gewann der Steinmeier einen Einblick in die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In Reußenköge (Kreis Nordfriesland) besuchte Steinmeier das Unternehmen GP Joule. © Staatskanzlei

Hamburger Hallig: Küstenschutz und Klimawandel

Der Freitagmorgen war maritim gestartet - mit einem Besuch der Hamburger Hallig. Vor Ort sprach Steinmeier mit Angestellten des Landesbetriebs Küstenschutz und Nationalpark über die Auswirkungen des Klimawandels und den Küstenschutz. Bei einer anschließenden Wattwanderung mit den Junior Rangern des Nationalparks ließ sich der Bundespräsident die einheimische Tierwelt zeigen.

Zwei erwachsene Männer und ein Kind laufen durch das Watt, das Kind erklärt den Männern etwas. Am Freitagmorgen stand für den Bundespräsidenten (Mitte) ein Besuch im Nationalpark Wattenmeer auf dem Programm. Begleitet wurde er dabei von Nationalparkleiter Detlef Hansen (r.) und Junior Ranger Kjell. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Im Wattenmeer wurde Steinmeier von Nationalparkleiter Detlef Hansen (r.) und Junior Ranger Kjell begleitet. © Staatskanzlei

Reisebeginn in Kiel

Grauer Himmel, kalter Regen und von vorn eine steife Brise: Schleswig-Holstein hatte für den hohen Besuch aus Berlin mit typisch norddeutschem Herbstwetter aufgewartet. Am Donnerstagvormittag war die schwarze Limousine von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, begleitet von einem Korso aus Motorradpolizisten, die dem Dauerregen tapfer standhielten, am Gästehaus der Landesregierung eingetroffen.

Männer und Frauen Im Anschluss stand ein Besuch beim Kabinett auf dem Programm. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In Kiel sprach der Bundespräsident mit Vertretern der Landesregierung. © Staatskanzlei

Ministerpräsident Daniel Günther empfing das Staatsoberhaupt und dessen Frau Elke Büdenbender zu den Klängen von "Word Up", gespielt durch den Musikzug Plön.Im Haus B trug sich der Bundespräsident ins Gästebuch der Landesregierung ein. Ministerpräsident Günther überreichte ihm eine gerahmte Zeichnung des schleswig-holsteinischen Ehrenbürgers Armin Mueller-Stahl. Im Anschluss traf Steinmeier im Kabinettsaal Vertreter der Landesregierung und sprach mit ihnen über aktuelle landespolitische Themen wie Erneuerbare Energien und Digitalisierung.

Flensburg: Deutsch-Dänische Zusammenarbeit

Verbraucherbildung in der Schule - das gibt es nur in Schleswig-Holstein. In der Versuchsküche der Abteilung Ernährung und Verbraucherbildung der Europa-Universität Flensburg machte sich der Bundespräsident ein Bild dieses Schulfachs. An fünf Stationen präsentierten Schüler und Studenten dem Staatsoberhaupt die Inhalte sowie die Struktur dieses einzigartigen Pilotprojekts.

Mehrere Menschen stehen um einen Tisch und unterhalten sich. In der Europa-Universität Flensburg besuchte der Bundespräsident die Versuchsküche der Abteilung Ernährung und Verbraucherbildung. Schleswig-Holstein hat als einziges Land Verbraucherbildung in der Gemeinschaftsschule implementiert. Die Studenten Christopher Nicolaus und Carolin Kober stellten dem Staatsoberhaupt die Struktur dieses einzigartigen Schulfachs vor. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)An der Europa-Universität Flensburg besuchte Steinmeier die Versuchsküche. © dpa

Zuvor waren Steinmeier und Ministerpräsident Daniel Günther im "Flensborghus" zu Gast bei der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEV). Hier informierten sie sich über das Projekt "Haus der Minderheiten" und tauschten sich mit Vertretern der deutschen und dänischen Minderheiten aus.

Husum: Kultur und Ehrenamt

In Husum angekommen spazierten Bundespräsident Steinmeier und Ministerpräsident Günther am Hafen entlang zum Storm-Haus. Dort stand eine Führung durch das geschichtsträchtige Gebäude mit Präsentation einiger ausgewählter Ausstellungsstücke durch die Schüler auf dem Programm. Anschließend traf sich das Staatsoberhaupt mit den Jugendlichen, um gemeinsam darüber zu diskutieren, was der Begriff "Heimat" für die jungen Menschen bedeutet.

Zum Abschluss des Tages ging es ins Schloss, wo die Landesregierung zu einem Empfang für 150 ehrenamtlich engagierte Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner geladen hatte.

Bilderstrecke: Der Bundespräsident im echten Norden