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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M.Staudt / grafikfoto.de

Positives Fazit nach Kopenhagen-Reise

Datum 28.09.2017

Auf seiner ersten Auslandsreise hat Ministerpräsident Daniel Günther in Dänemark mit Vertretern von Regierung und Minderheiten sowie mit Königin Margrethe II. gesprochen.

Zwei Männer stehen nebeneinander, vor ihnen einige Journalisten Zum Abschluss seines Antrittsbesuchs traf der Ministerpräsident den Hauptvorsitzenden des Bunds Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Günther traf in Kopenhagen den Hauptvorsitzenden des Bunds Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen. © Staatskanzlei

Nach drei Tagen voller Gesprächen ist die Dänemarkreise von Ministerpräsident Daniel Günther am Donnerstag zu Ende gegangen. "Ich bin sehr zufrieden mit den Gesprächen und den zahlreichen Treffen. Wir wurden in Kopenhagen bei all unseren Begegnungen sehr herzlich empfangen und haben dieses Vertrauen von unserer Seite sehr gerne erwidert. Unsere dänischen Partner können sich auf Schleswig-Holstein verlassen", sagte der Regierungschef in Kopenhagen.

Minderheitenpolitik stärken

Zum Abschluss der Reise traf der Ministerpräsident den Hauptvorsitzenden des Bunds Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen. Günther kündigte an, die Landesregierung werden in den kommenden Jahren rund eine halbe Million Euro in das Minderheitenzentrum in Flensburg investieren. "Die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein und die deutsche Minderheit in Dänemark haben einen besonderen Status. Diese stabile und bereichernde Verbindung ist vorbildlich für ganz Europa", betonte der Ministerpräsident.

Ein Mann und eine Frau lachen. Ministerpräsident Daniel Günther und die dänische Kulturministerin Mette Bock. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Auch ein Treffen mit der dänischen Kulturministerin, Mette Bock, stand auf dem Besuchsprogramm. © dpa

Zusammenarbeit im Kulturbereich fortsetzen

Am Vormittag hatte Günther die dänische Kulturministerin, Mette Bock, in Kopenhagen getroffen. Dänemark und Schleswig-Holstein wollen in den Bereichen Kultur und Minderheiten in den kommenden Jahren weiter eng zusammenarbeiten. Auch soll es in Zukunft weitere gemeinsame grenzüberschreitende Projekte geben. Als Beispiel nannte Günther die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung über die Grenzziehung von 1920. Er wolle dafür werben, dass auch die Bundesregierung dies als großes nationales Projekt betrachte, sagte der Regierungschef.

Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten

Zwei Männer schreiten durch einen säulenverzierten Gang und unterhalten sich, im Hintergrund eine große Menschengruppe. Am Mittwochvormittag stand als erstes ein Gespräch mit dem dänischen Regierungschef, Lars Løkke Rasmussen, auf dem Programm. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Günthers erster Besuch galt dem dänischen Regierungschef Rasmussen. © Staatskanzlei

Bereits am Vortag hatte der Ministerpräsident ein umfangreiches Besuchsprogramm absolviert. Am Mittwochvormittag hatte sich der schleswig-holsteinische Regierungschef mit seinem dänischen Amtskollegen Lars Løkke Rasmussen getroffen. Günther und Rasmussen kündigten an, die gute Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern fortzusetzen. In dem Gespräch sei es auch um die Verkehrsprojekte Fehmarnbeltquerung und die Jütlandroute gegangen, sagte Günther. Er versicherte, dass alles getan werde, damit die Projekte zügig voranschreiten.

Im Vorfeld zu dem Gespräch hatte sich Rasmussen erfreut über den Antrittsbesuch Günthers gezeigt. Die Nachbarn hätten eine besondere Beziehung, das Zusammenleben beider Seiten der Grenze sei beispielhaft, sagte Rasmussen. Die Kontinuität in der Minderheitenpolitik solle auch auf dänischer Seite fortgeführt werden.

Ein Mann steht neben zwei Frauen. Auf Schloss Amalienborg traf Günther die dänische Königin Margrethe II. (Mitte) und Mette Bock, dänische Ministerin für Kultur und Kirchen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Königin Margrethe II. von Dänemark (Mitte) empfing den Ministerpräsidenten zu einer Privataudienz. © dpa

Besuch bei der dänischen Königin

Im Anschluss wurde Günther bei seinem Besuch auf Schloss Amalienborg zu einer Privataudienz bei der dänischen Königin, Margrethe II., empfangen. Es habe eine angenehme Atmosphäre geherrscht, sagte der Ministerpräsident im Anschluss an das Gespräch. Thematisch sei es um die deutsch-dänische Zusammenarbeit, die verwandschaftlichen Beziehungen der Königin nach Deutschland sowie Martin Luther gegangen.

Ausbau der A7 und Fehmarnbeltquerung

Am Nachmittag standen bei einem Gespräch mit dem dänischen Transportminister, Ole Birk Olesen, und dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz insbesondere gemeinsame Verkehrsprojekte im Fokus. Günther sicherte dem dänischen Transportminister zu, sich für den schnellstmöglichen sechsspurigen Ausbau der Autobahn 7 vom Bordesholmer Dreieck bis an die dänische Grenze einzusetzen. Dies sei nur konsequent, da der Neubau der Rader Hochbrücke sechsspurig gebaut werden soll.

Drei Männer sitzen an einem Tisch, vor ihnen stehen zwei kleine Tischfahnen Am Nachmittag stand ein Gespräch mit dem dänischen Transportminister Ole Birk Olesen und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und auf dem Programm. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Günther und Wirtschaftsminister Buchholz (r.) tauschten sich mit dem dänischen Transportminister Olesen (Mitte) vor allem über gemeinsame Verkehrsprojekte aus. © Staatskanzlei

Daneben versicherte der Ministerpräsident, dass alles getan werde, damit die feste Fehmarnbeltquerung zügig voranschreite. Er bekräftige die Absicht, Mitte 2018 einen Planfeststellungsbeschluss vorzulegen und 2020 mit dem Bau der Hinterlandanbindung beginnen zu wollen. "Gerade, was die Verkehrsprojekte angeht, brauchen wir mit den Dänen einen engen Schulterschluss", sagte der Ministerpräsident im Vorfeld der Gespräche.

Anreise mit der Fähre

Am Dienstag war der Ministerpräsident mit der Fähre von Puttgarden nach Rødby gereist. Auf der 45-minütigen Überfahrt sprach Günther mit dem Geschäftsführer von Scandlines Danmark ApS, Søren Poulsgaard Jensen. Am Abend war Günther zu Gast beim Empfang des designierten deutschen Botschafter in Kopenhagen, Andreas Meitzner.

Bildergalerie: Kopenhagenreise des Ministerpräsidenten