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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

"Der Blick muss nach vorn gehen"

Datum 09.09.2017

Ministerpräsident Günther und zwei seiner Minister haben mit Kommunalpolitikern und Bürgern über Chancen für Friedrichskoog gesprochen.

Mehrere Männer im Gespräch. Ministerpräsident Daniel Günther (l.) im Gespräch mit Friedrichskooger Bürgern. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Daniel Günther (l.) im Gespräch mit Friedrichskooger Bürgern. © Staatskanzlei

Nach der Schließung des Hafens Friedrichskoog geht es um neue Perspektiven für die 2.600-Einwohner-Gemeinde im Kreis Dithmarschen. Ministerpräsident Daniel Günther, Umweltminister Dr. Robert Habeck und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz suchten nun auf einer Bürgerversammlung das Gespräch mit Verantwortlichen und Bürgern der Nordseegemeinde. Günther hatte die Gesprächsrunde bei einer Begegnung vor der Landtagswahl zugesagt.

Gemeinde touristisch weiterentwickeln

"Mir ist klar, dass die Schließung des Landeshafens einen tiefen Einschnitt für die Gemeinde bedeutet", sagte der Ministerpräsident. Gleichwohl müsse der Blick nun nach vorn gehen. Rückwärtsgewandte Diskussionen machten keinen Sinn, sagte Günther im Vorfeld. Unbefriedigend sei es, dass seit dem Beschluss über die Schließung des Landeshafens, vor sieben Jahren, bei der touristischen Weiterentwicklung sichtbar nicht viel passiert sei. "Das muss sich ändern und das wird sich ändern". Das Land sei bereit, den notwendigen Veränderungsprozess in der Gemeinde "in jeder Hinsicht konstruktiv voranzutreiben."

Portraitfoto Daniel Günther

Wir wollen die Gemeinde fit machen für die Zukunft. Lassen Sie uns die Chancen gemeinsam nutzen.

Daniel Günther

Modernisierung der Seehundstation

Wasserbecken und Besucherwege der Seehundstation. Im Vordergrund schwimmen zwei Kegelrobben. Seehundstation Gebäude (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Seehundstation soll unter anderem in Hinblick auf Energieeffizienz und Barrierefreiheit umgebaut werden. Foto: © M. Staudt / grafikfoto.de

So wurden bislang rund 800.000 Euro in den Ausbau der Friedrichskooger Seehundstation investiert, unter anderem für eine Photovoltaikanlage und den Umbau der Quarantänestation. Insgesamt stellt das Land 6,5 Millionen Euro Fördergelder bereit. Hinzu kommen 2,89 Millionen Euro, die das Land bereits jetzt direkt für den Umbau und die Modernisierung der Salzwasserversorgung aufgewendet hat. "Die Seehundstation ist ein Besuchermagnet, ihre Erweiterung wird die Anziehungskraft des Ortes sichern, vorausgesetzt die Gemeinde will diesen Weg gehen. Dann gibt es auch die Chance, die touristische Attraktivität zu erhöhen", sagte Minister Robert Habeck.

Ort mit Potenzial

Günther zeigte sich, wie seine Kabinettskollegen Habeck und Buchholz, überzeugt, dass Friedrichskoog, abseits des über Jahrzehnte für das Land hochdefizitären Hafenbetriebs, große Entwicklungspotenziale habe. Dies gelte etwa für den Tourismus. "Wir wollen die Gemeinde fit machen für die Zukunft. Es ist jetzt vor allem an der Gemeinde, sich für ein Zukunftskonzept zu entscheiden", sagte der Ministerpräsident und fügte hinzu: "Lassen Sie uns die Chancen gemeinsam nutzen." Er freue sich auf eine konstruktive Diskussion.

Vielversprechende Projektideen

Wirtschaftsminister Buchholz hob hervor, dass sich in Friedrichskoog mit Blick auf das direkte Hafenumfeld zwei bedeutende touristische Projektideen entwickeln: eine Promenade am Hafenbecken sowie eine Verbindungsbrücke zwischen der Indoor-Spieleinrichtung "Wal" und der Seehundstation. "Beide Vorhaben sind sehr gut geeignet, die Attraktivität des Ortes zu stärken. Wir sind bereit, die Vorhaben aus touristischen Fördermitteln finanziell zu unterstützen. Wir würden die Förderquote von den üblichen 60 Prozent aufgrund der besonderen Situation in Friedrichskoog sogar auf 90 Prozent aufstocken", sagte Buchholz. Lege man die bisherigen Kostenschätzungen zugrunde, würde sich das Land mit insgesamt knapp 3,1 Millionen Euro an beiden Vorhaben beteiligen.