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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Maler und Mythos

Datum 07.08.2017

Ministerpräsident Daniel Günther hat zum 150. Geburtstag des Malers und Expressionisten Emil Nolde an dessen Leben und Schaffen erinnert.

Eine Frau vor mehrerern Bildern Nolde Museum (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Vom 7. bis 13. August können Besucher die Werke des Nordfriesen kostenlos imm Nolde Museum bestaunen. © dpa

"Emil Nolde ist der Maler Nordfrieslands und der Maler Schleswig-Holsteins", sagte Ministerpräsident Daniel Günther in Noldes Heimatort Seebüll. Er habe die Landschaft in seinen Bildern wie kein anderer mit starken Farben und magischem Licht eingefangen.

In Seebüll Zuhause

Der Regierungschef unterstrich auch die besondere Beziehung Noldes zu Seebüll. Von der Warft in Seebüll habe er die künstlerische Moderne mitgeprägt und den Expressionismus farbenfroh gemacht. "Nolde hat sich hier nicht versteckt. Er war viel unterwegs und hat Europa und die Welt bereist. Aber die Landschaft in Seebüll bedeutete ihm Heimat. Daher ist es mir eine große Ehre, Emil Nolde heute an dieser Stelle öffentlich zu gedenken", erklärte Günther.

Eine umstrittene Persönlichkeit

Der Ministerpräsident erinnerte aber auch an die Verbindung des Künstlers zum Nationalsozialismus: "Emil Nolde hatte sicher ein aufregendes und facettenreiches Leben. Aber es gab bei ihm auch weniger glanzvolle Facetten." So verweise die Stiftung Seebüll selbst auf ihre unzureichende Aufklärungsarbeit und arbeite jetzt daran, die Widersprüche in der Biographie Emil Noldes aufzuklären. "Das ist ehrliche und klare Vergangenheitsbewältigung, auch an der eigenen Stiftungsgeschichte", lobte der Regierungschef.

Nolde erleben

Zu Ehren des weltberühmten Malers lädt die Nolde Stiftung Seebüll in der Geburtstagswoche vom 7. bis 13. August alle Freunde der Kunst ein, die Werke des Nordfriesens kostenloszu bestaunen. Außerdem wird auch der neue Film "Emil Nolde. Maler und Mythos" des preisgekrönten Regisseurs Wilfried Hauke gezeigt, welcher den wohl bekanntesten Maler des Expressionismus portraitiert.