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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M.Staudt / grafikfoto.de

Anpacken für den guten Zweck

Datum 13.07.2017

Im ganzen Land tauschen Schüler am Sozialen Tag die Schulbank gegen einen Platz im Berufsleben.

Rasmus Schmahl ist am Sozialen Tag in der Staatskanzlei Rasmus Schmahl ist am Sozialen Tag in der Staatskanzlei (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Rasmus Schmahl unterstützt am Sozialen Tag die Staatskanzlei. © Staatskanzlei

Bis vor kurzem ging Rasmus Schmahl noch in die 12. Klasse des Ludwig-Meyn-Gymnasiums in Uetersen. Aber am Sozialen Tag unterstützt der 18-Jährige die Mitarbeiter in der Staatskanzlei. "Ich finde es wichtig, mich für Kinder und Jugendliche in meinem Alter einzusetzen. Der soziale Tag zeigt, dass auch Schülerinnen und Schüler gemeinsam Großes erreichen können", sagte Rasmus.

Mehr als 200 Schulen

Rasmus ist einer von zahlreichen Schülern in Schleswig-Holstein, die beim Sozialen Tag dabei sind. Mehr als 200 Schulen im Land unterstützen das Projekt. Bundesweit sind rund 70.000 Schüler beteiligt. Im Vorjahr verdienten die jungen Engagierten mit ihrer Arbeit rund 1,5 Millionen Euro für soziale Projekte.

Hilfe für Syrien und Serbien

Wohin das Geld geht, darüber entschieden Schüler aus ganz Deutschland bei einem Projektauswahltreffen im Frühjahr. Die Wahl fiel auf ein Projekt der Organisation "Pomoć Deci" in Serbien, von dem sowohl Rückkehrer nach Serbien als auch Geflüchtete aus dem Nahen Osten profitieren. Jugendliche Paten unterstützen die Neuankommenden dabei, die Sprache zu lernen, den Schulbesuch aufzunehmen oder eine Arbeit zu finden. In Jordanien wird ein Jugendzentrum der Johanniter mit ihrer lokalen Partnerorganisation "Sahel Horan" in Al Shajara an der syrischen Grenze unterstützt. Finanziert werden dringend benötigte Renovierungsarbeiten und Möbel, außerdem der Aufbau einer Bibliothek.

"Aktion von unschätzbarem Wert"

Bildungsministerin Karin Prien sagte: "Der Soziale Tag ist eine tolle Aktion. Gemeinsam mit dem Verein ‚Schüler helfen leben‘ werden wir überlegen, wie wir diese Initiative in Zukunft noch besser unterstützen können." Sozialminister Dr. Heiner Garg betont: "Die Aktion ist in doppelter Hinsicht von unschätzbarem Wert: Zum einen hilft der Tag konkret geflüchteten Kindern und Jugendlichen durch Bildungsangebote und trägt damit zur erfolgreichen Integration bei. Zum anderen verdeutlicht die Aktion, dass jeder Gutes bewirken kann, wenn er oder sie mit anpackt. Das ist nicht nur für unsere Demokratie, sondern für jeden einzelnen ein großer Gewinn!"

Hintergrund

Die Jugendinitiative "Schüler helfen Leben" entstand 1992 während der Jugoslawienkriege, um die Situation junger Menschen in den Flüchtlingslagern zu verbessern. Der erste Soziale Tag, an dem Schülerinnen und Schüler einen Tag die Schulbank gegen einen Platz im Berufsleben tauschen, fand 1998 in Schleswig-Holstein statt. Seit 2006 findet die Aktion bundesweit statt. Hinter "Schüler helfen Leben" stehen ein Verein mit Sitz in Neumünster und eine Stiftung mit Sitz in Berlin und Sarajevo.