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Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

Grabung am Danewerk steht auf der Top Ten-Liste in Dänemark!

Die Liste der Kulturstyrelse (Kultursteuerung = Kulturbehörde) mit den Funden des Jahres 2014 zeigt, dass uns die Archäologie eine ganz unmittelbare Reise in die Vergangenheit ermöglicht. Und in diesem Jahr sind es gut erhaltene Fußspuren von Steinzeitmenschen, Moorleichen, eine Wikingerburg und das Tor durch das Danewerk.

Die Liste, die nicht nach Prioritäten geordnet ist, ist von der Kulturstyrelse auf der Grundlage der Fundmeldungen/Berichte der Museen ausgearbeitet. Um in die Liste aufgenommen zu werden, muss der Fund/die Grabung bedeutsames neues Wissen erbringen.

Kulturstyrelsen

Dank einer weiteren Bewilligung des A.P. Møller og Hustru Chastine Mc- Kinney Møllers Fond til Almene Formaal war es möglich, auch im Jahr 2014 die Ausgrabung des „Tors im Danewerk“ fortzusetzen und abzuschließen, die 2013 mit einer deutsch-dänischen Zusammenarbeit eingeleitet wurde.

Das Tor durch den berühmten Wall wurde schon 2010 vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein entdeckt. 2013 bewilligte der A.P. Møller Fond die notwendigen Mittel, um große Teile des Tores und den umliegenden Bereich des Walls archäologisch näher untersuchen zu können. Die Ausgrabung fand in Zusammenarbeit zwischen dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein und dem Museum Sønderjylland – Arkæologi Haderslev statt, die jeweils die Verantwortung für die Ausgrabungen in Schleswig-Holstein und in Sønderjylland innehaben. Diese Zusammenarbeit kann Dank des Wohlwollens des Fonds nun fortgesetzt werden.

Die Ausgrabung 2014

Unter Leitung der beiden Archäologen Astrid Tummuscheit (Schleswig) und Frauke Witte (Haderslev) wird sich die Ausgrabung 2014 auf den Bereich südlich des Tors konzentrieren. Hier wurden bei den Untersuchungen 2011 mehrere Wallgräben, ein Wegverlauf und Reste von Gebäuden festgestellt. Diese Befunde sollen nun ausgegraben und mit den verschiedenen Phasen des Danewerks in Verbindung gebracht werden, die bei der Ausgrabung 2013 untersucht werden konnten.

Das Danewerk ist älter als gedacht

Ein sensationelles Resultat des letzten Jahres war die Datierung des zweitältesten Walls im Danewerk in die Zeit um 500 n. Chr., während der älteste Wall noch nicht datiert ist. Dadurch ist das Danewerk deutlich älter als bislang angenommen. Es besteht die Hoffnung, dass in diesem Jahr u. A. die Wallgräben gefunden werden können, die zu den zwei ältesten Wallphasen gehören.

Die Wallgräben und der Weg durch das Tor

Außerdem sollen die archäologischen Untersuchungen die Verhältnisse zwischen den Wallgräben, dem Tor und dem Weg klarlegen, der für Jahrhunderte durch das Tor verlief. Schon  jetzt ist sicher, dass zumindest ein Teil der Wallgräben Weg und Tor respektiert haben und auch den Verlauf des Weges durch das Tor beeinflussten, um dadurch den Zugang zum Tor besser zu sichern. Dies gilt es näher zu untersuchen. Herauszufinden ist auch, wie der Bereich vor dem Tor genutzt worden ist.
Die beiden archäologischen Einrichtungen sind über die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit, die 2013 begann, sehr erfreut. Wir freuen uns natürlich ebenfalls, mit neuen Erkenntnissen zur Erforschung eines unserer größten und wichtigsten Bodendenkmale beitragen zu können. Die Resultate von 2013 geben Anlass zu dieser Hoffnung.
Die Ausgrabungen werden im Mai beginnen und im Spätsommer wird es bei der Ausgrabung wieder einen „Tag der offenen Tür“ geben. Dann können Interessierte den Archäologen über die Schulter zu schauen.

Informationen bei:

Dr. Martin Segschneider
Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein
Tel: 04621 387-28
Email: martin.segschneider@alsh.landsh.de

Overinspektør  Lennart S. Madsen
Museum Sønderjylland – Arkæologi Haderslev
Tel: 0045 7352 3452
Email: lema@museum-sonderjylland.dk