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Insolvenzrecht

© Robert Seeberg / grafikfoto.de

Der Sinn der Insolvenz und des dann folgenden Insolvenzverfahrens ist es, entweder die Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen, oder die Situation geordnet abzuwickeln (bei Unternehmen durch Auflösung, bei Einzelpersonen letztlich durch Restschuldbefreiung).

Das Verbraucherinsolvenzverfahren sieht mehrere Schritte vor. Zunächst ist zwingend vorgeschrieben, dass die überschuldete Person sich bemüht, einen außergerichtlichen Vergleich mit ihren Gläubigern herbeizuführen.

Durch diese außergerichtliche Einigung soll das zeitaufwendige und kostspielige gerichtliche Verfahren möglichst vermieden werden. Erst wenn dieser Versuch der Schuldenbereinigung misslingt, kann beim zuständigen Insolvenzgericht der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt werden.

Am Anfang des gerichtlichen Verfahrens steht ein weiterer Versuch (dieses Mal durch einen Richter des Insolvenzgerichtes), eine gütliche Einigung der beiden Parteien herbeizuführen. Schlägt auch dieser Versuch fehl, wird das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet. Nach Abschluss des gerichtlichen Verfahrens folgt die sogenannte Wohlverhaltensperiode. Diese Wohlverhaltensperiode dauert sieben Jahre. In dieser Phase muss die insolvente Person (der Schuldner) den pfändbaren Teils ihres Einkommens an einen Treuhänder abtreten. Der Treuhänder verteilt die Beträge wiederum an die Gläubiger. Nach Ablauf der Wohlverhaltensperiode werden dann per Gerichtsbeschluss die restlichen Schulden erlassen werden, wenn nicht gesetzlich festgelegte Versagensgründe vorliegen.

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Die Broschüre "Endlich wieder schuldenfrei" beschreibt vom ersten Termin bei der Schuldnerberatung bis zum Insolvenzantrag bei Gericht, welche Unterlagen und Formulare notwendig sind und wie diese ausgefüllt werden sollten.

Die Koordinierungsstelle Schuldnerberatung besteht seit 2003 und arbeitet im Auftrag des Sozialministeriums trägerübergreifend für alle nach § 305 Insolvenzordnung (InsO) anerkannten Schuldnerberatungsstellen in Schleswig-Holstein.

Der Sinn der Insolvenz und des dann folgenden Insolvenzverfahrens ist es, entweder die Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen, oder die Situation geordnet abzuwickeln (bei Unternehmen durch Auflösung, bei Einzelpersonen letztlich durch Restschuldbefreiung).

Schulden und kein Ausweg? Landesweit sind mittlerweile 3,1 Millionen Haushalte überschuldet und können ihren laufenden Verpflichtungen nicht mehr pünktlich nachkommen.

Überblick über das Verbraucherinsolvenzverfahren und die Restschuldbefreiung nach der Insolvenzordnung

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