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Altengerechtes Wohnen - Wohnberatung, Wohnlotsen

Staatskanzlei

Altengerechtes Wohnen - Wohnberatung, Wohnlotsen

Schleswig-Holstein steht vor großen demographischen Veränderungen. Nach der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung 2025 wird die Einwohnerzahl Schleswig-Holsteins zurückgehen. So werden in Schleswig-Holstein immer weniger Menschen leben – sie werden auch immer älter. Damit verändert sich die Bevölkerungsstruktur des Landes: Immer mehr ältere Menschen stehen immer weniger jüngeren Menschen gegenüber. Diese als demographischer Wandel bezeichnete Entwicklung stellt die Gesellschaft – nicht nur in Schleswig-Holstein – vor vielfältige Herausforderungen. Die Entwicklungen in den Städten und Gemeinden werden regional sehr unterschiedlich sein. Nach der vorliegenden Wohnungsmarktprognose 2025 wird die Bevölkerung in den kreisfreien Städten Kiel und Flensburg sowie in den Kreisen des Hamburger Randgebietes weiter wachsen. In anderen Regionen des Landes wird die Bevölkerungszahl sinken. Die Auswirkungen werden vielfältig sein. Stadt- und Quartiersentwicklung wird sich auch vor dem Hintergrund der ambitionierten Ziele zur Energiewende dieser Entwicklung anpassen müssen:

  • Wo können neue Baugebiete ausgewiesen werden?
  • Welche Wohnungen werden nachgefragt?
  • Wo stehen Häuser mangels Nachfrage leer?
  • In welchem Umfang kann Infrastruktur in Zukunft noch vorgehalten werden?

Die zukunftsfähige Entwicklung und Anpassung des Wohnungsbestandes in Schleswig-Holstein hat das Innenministerium bewogen, 2011 ein Modellprojekt zu starten.

So werden im Rahmen des Forschungsprojektes „Kommunale Wohnberatung – Wohnlotsen Schleswig-Holstein“ die Städte Mölln, Lübeck, Flensburg und der Kreis Nordfriesland beim Aufbau und bei der Durchführung einer Wohnberatung für private Eigentümer und Mieter begleitet.

Dabei sollen verschiedene Fragestellungen untersucht werden. So sind Fragen nach Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten und energetischer Sanierung ebenso von Bedeutung, wie die Erläuterung von baulichen und technischen Möglichkeiten für einen altersgerechten Umbau. Mit der Hinzuziehung von Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen (z.B. Verbraucherzentralen, Handwerksbetrieben, Finanzdienstleister, Eigentümer- und Mieterverbänden, Pflegestützpunkten) soll ein umfassendes Beratungsangebot aufgebaut und erprobt werden.

Durch die Erprobung der unterschiedlichen Ansätze und erster praktischer Erfahrungen aus den Modellprojekten unterstützt das Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten den Aufbau und Betrieb von Wohnberatungsstellen in Schleswig-Holstein.

Modellvorhaben

Logo Wohnlotsen Flensburg
© Stadt Mölln

Mölln

Die Stadt Mölln hat 2010 ein Integriertes Stadtentwicklungs- und ein Wohnungsmarktkonzept (ISEK und WMK) verabschiedet. Beide Konzepte enthalten strategische Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen zur Steuerung der zukünftigen Stadt- und Wohnungsmarktentwicklung in Mölln.

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Das Lübecker Holstentor mit der Altstadt im Hintergrund
© M. Staudt / grafikfoto.de

Lübeck

Im Rahmen des Landesmodellvorhabens ‚Wohnlotsen in Schleswig-Holstein’ ist in der Hansestadt Lübeck in Kooperation mit dem kommunalen Wohnungsunternehmen, der Grundstücks-Gesellschaft „Trave“ mbH, eine erste Anlaufstelle und Infrastruktur für eine Wohnberatung eingerichtet worden.

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Logo Wohnlotsen Flensburg
© Stadt Flensburg

Flensburg

Mit der Einrichtung der Wohnberatungsstelle soll in der Stadt Flensburg insbesondere die Wieder- und Weiternutzung des älteren Einfamilienhausbestandes gefördert werden.

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Logo Kreis Nordfriesland
© Kreis Nordfriesland

Nordfriesland

Mit dem Projekt Wohnberatung in Stadt und Land möchte der Kreis Nordfriesland ein flächendeckendes bürgernahes Angebot an Wohnberatungsstellen schaffen.

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Weitere Informationen

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Praktische Beispiele

Verkauf von Bestandsimmobilien

Ehepaar Kaufmann, 67 und 71 Jahre alt, Eigentümer eines Reihenhauses in Mölln, Baujahr 1960
Ehepaar Kaufmann plant einen Umzug nach Hamburg, um in der Nähe ihrer Kinder zu wohnen. Da innerhalb der Familie kein Interesse an der Übernahme der Immobilie besteht, soll das ältere Reihenhaus verkauft werden. Die letzten größeren Investitionen liegen bereits einige Jahre zurück. Familie Kaufmann möchte sich erkundigen, welchen Wert die Immobilie hat und welche Investitionen vor dem Verkauf der Immobilie sinnvoll sind.

Altersgerechter Umbau eines Eigenheims

Ehepaar Meier, 53 und 57 Jahre alt, Eigentümer eines Einfamilienhauses in Nordfriesland
Nach einem Herzinfarkt ist Herr Meier körperlich eingeschränkt. Das Ehepaar Meier möchte weiterhin in den eigenen vier Wänden leben. Da sich das Bad und das Schlafzimmer im ersten Obergeschoss des Eigenheimes befinden, sind Umbaumaßnahmen erforderlich. Familie Meier benötigt fachlichen Rat, welche technischen Möglichkeiten für den Umbau bestehen, welche Kosten zu erwarten sind und welche Finanzierungsmöglichkeiten für den altersgerechten Umbau genutzt werden können.

Umzug in eine barrierefreie Wohnung

Frau Wiese, 83 Jahre, Mieterin einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Lübeck
Frau Wiese ist eine rüstige Rentnerin, die bislang ohne fremde Hilfe auskommt. Ihre aktuelle Wohnung liegt in der 3. Etage und verfügt über keinen Fahrstuhl. Ihr Badezimmer ist mit einer Badewanne ausgestattet. Auch heute bereitet ihr der Einstieg in die Badewanne einige Schwierigkeiten. Damit Frau Wiese auch weiterhin möglichst ohne fremde Unterstützung in einer eigenen Wohnung leben kann, möchte sie in eine barrierearme Mietwohnung umziehen. Frau Meier benötigt Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten und bezahlbaren Wohnangebot.

Wohnen für Hilfe

Herr Schmied, 75 Jahre, Eigentümer eines großzügigen Eigenheims in Flensburg
Herr Schmied lebt seit dem Tod seiner Ehefrau allein in einem Eigenheim mit einer Wohnfläche von 160 m². Das Eigenheim liegt am Stadtrand, der nächste Supermarkt und die Ärzte sind nur mit dem Auto zu erreichen. Die obere Etage des Eigenheims wird kaum noch benutzt. Herr Schmied hat von dem Programm Hand gegen Koje gelesen und möchte sich erkundigen, wie das Modell funktioniert und ob eine Vermittlung eines jungen Mitbewohners, der für ihn Einkäufe erledigt und ihn zu Arztterminen fährt, möglich ist.

Beteiligte Institutionen - Kooperationspartner

Forschungsassistenz

GEWOS
Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH Maurienstraße 5
22305 Hamburg
Telefon 040 697712-233
www.gewos.de

Kooperationspartner

ARGE e.V.
Walkerdamm 17
24103 Kiel
Telefon: 0431 663690
Telefax: 0431 6636969
Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen

Kompetenzzentrum Demenz
Alter Kirchenweg 33-41
22844 Norderstedt
Telefon: 040 60926420
Telefax: 040 30857986
Kompetenzzentrum Demenz

Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein
Andreas-Gayk-Straße 15
24103 Kiel
Telefon: 0431 59099-0
Telefax: 0431 59099-77
www.verbraucherzentrale-sh.de

Dokumentation der Fachtagung vom 26.06.2014

Wohnen im Alter – Beiträge durch das Land

Links

Kosten- und Maßnahmenkatalog - Einfamilienhäuser - Privater Wohnungsbau Schleswig-Holstein

Wohnen im Alter - Gutachten des 'IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH im Auftrag des Innenministeriums Schleswig-Holstein

BBSR: Modellvorhaben zum altersgerechten Umbau von Wohngebäuden, Wohnquartieren sowie der kommunalen und sozialen Infrastruktur

Informationen zum Landeswohnraumförderungsprogramm Schleswig-Holstein

Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen

Leitfaden Barrierefreies Bauen

Wohnatlas: Rahmenbedingungen der Bundesländer beim Wohnen im Alter

www.kiwa-sh.de

Kompetenzzentrum Demenz

Neues Wohnen im Alter, Niedersachsen

www.nordfriesland.de

www.verbraucherzentrale-sh.de

Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e.V.

www.wohnlotsen-flensburg.de

Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Heidrun Buhse
Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel
Telefon: 0431 988-3216
Fax: 0431 988-614-3216