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Blitzer auf der Rader Hochbrücke

Staatskanzlei

Blitzer auf der Rader Hochbrücke

Schwingungen gefährden das wichtige Bauwerk

Geschwindigkeitskontrollen zum Schutz der Rader Hochbrücke sind notwendig, um die maximale Restnutzungsdauer des Bauwerks ausschöpfen zu können, bis der Ersatzneubau fertiggestellt sein wird.

Seit Mitte September 2015 sind vier fest installierte Blitzer auf der Rader Hochbrücke aufgestellt, um Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbeschränkungen effektiv ahnden zu können. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen für Lkw und andere Maßnahmen wurden notwendig, um das Bauwerk bestmöglich vor schädlichen Schwingungen zu schützen.

Entlastung der Fahrbahnplatte

"Insbesondere bei den Lkw über 7,5 Tonnen ist die Einhaltung des geltenden Überholverbots und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h für den Erhalt der Brücke elementar", sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer anlässlich eines vor-Ort-Besuchs auf der Rader Hochbrücke. Dadurch würden die Schwingungen verringert und die Fahrbahnplatte entlastet. Auch Pkw, für die bei normalen Windverhältnissen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gilt, werden seither kontrolliert.

Hintergrund: Zwölf Jahre Restnutzungsdauer

Im Sommer 2013 musste die Rader Hochbrücke bei Rendsburg infolge von massiven Betonschäden an den Pfeilern teilgesperrt werden. Im Herbst 2014 legten Statik-Experten ihr endgültiges Gutachten vor und berechneten für die Brücke eine Restnutzungsdauer von zwölf Jahren. Der Autoverkehr blieb vom Ergebnis der Berechnungen nahezu unberührt, abgesehen von der Sperrung beider Standstreifen. Für den Lkw-Verkehr gelten seit dem 15. September 2014 verschiedene Nutzungseinschränkungen:

  • Tempolimit von 60km/h
  • Überholverbot
  • Mindestabstand von 25 Metern, auch im Stau
  • Gewichtshöchstgrenze für genehmigte Schwertransporte: 84 Tonnen

Hinweisschilder warnen vor Geschwindigkeitskontrollen

Meyer: "Die installierten Geräte sind in der Lage, automatisch zwischen Lkw und Pkw zu unterscheiden – das ermöglicht eine umfassende Kontrolle." Die Auswertung der Bilder und die Ahndung der Verstöße werden von der Landespolizei übernommen. "Uns geht es in erster Linie um den Erhalt der Substanz der Rader Brücke für die kommenden elf Jahre, bis ein Ersatzbauwerk errichtet ist", so Meyer.

Deshalb werde auch ausdrücklich mit Hinweisschildern vor den Geschwindigkeitskontrollen gewarnt. Die Einnahmen aus den Bußgeldern und Ordnungswidrigkeiten gehen an den Kreis Rendsburg-Eckenförde (Bußgelder) und an das Land (Ordnungswidrigkeiten).

Die vier Blitzer-Säulen waren Ende August 2015 von der Spezialfirma JENOPTIK Robot GmbH aus Nordrhein-Westfalen aufgestellt worden und in einer Testphase erprobt worden. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 250.000 Euro.

Geschwindigkeitsbeschränkungen zeigen Wirkung

Eine erste Auswertung im Januar 2016 hat gezeigt, dass sich der allergrößte Teil der Auto- und Lkw-Fahrer an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten. Bei fünf Millionen kontrollierten Fahrzeugen wurden nur rund 41.500 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt, das entspricht 0,8 Prozent. Die geahndeten Verstöße betrafen zu 40 Prozent Pkw-Fahrer, zu 60 Prozent Lkws, Omnibusse und Wohnmobile.