Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

A 23 - Ausbau der B 5

Staatskanzlei

A 23 - Ausbau der B 5

Die 1990 fertiggestellte A 23 Hamburg - Heide endet an der B 203 westlich von Heide. Mit der Weiterführung der B 5 durch den nördlichen Teil des Kreises Dithmarschen sowie den Kreis Nordfriesland bis an die Landesgrenze zu Dänemark ist heute eine insgesamt leistungsfähige überregionale Wegeverbindung vorhanden, der als Haupterschließungsachse für die Westküstenregion auch im Hinblick auf die Entwicklungen im Europäischen Binnenmarkt besondere Bedeutung zukommt.

Dabei hatte der vierstreifige Ausbau der B 5 zur A 23 zwischen den vorhandenen Autobahn-Anschlussstellen Itzehoe-Süd und Itzehoe-Nord höchste Priorität. Als erster Schritt für diesen rund 7,5 Kilometer langen Lückenschluss wurde eine neue Brücke über die Stör gebaut. Die Fertigstellung des Ersatzbrückenbauwerkes (1. Störbrücke) erfolgte im Juni 2010.

Anschließend wurde die aus dem Jahr 1967 stammende alte Störbrücke abgebrochen. An gleicher Stelle wurde eine 2. Störbrücke hergestellt. Die Verkehrsfreigabe erfolgte am 24. Oktober 2015 im Rahmen einer öffentlichen Brückeneinweihung. Beide Brückenbauwerke sind rund 1,2 Kilometer lang.   

Nach Fertigstellung eines noch letzten fehlenden Teilstückes der Richtungsfahrbahn Heide erfolgte nach zehnjähriger Bauzeit die symbolische Verkehrsfreigabe der Gesamtmaßnahme am 11. Juni 2016 im Beisein von Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär und Landes-Verkehrsminister Reinhard Meyer.

Das Gesamtvorhaben hat eine Länge von 7,5 Kilometern. Von den rd. 158 Mio. EUR Gesamtkosten entfielen allein knapp 80 Mio. EUR auf den Neubau der beiden Störbrücken sowie den Abriss der alten Störbrücke im Zuge der damaligen Bundesstraße B 5 und B 204.                                     

A 23 - Ausbau der B 5: Ausbaustand A 23 - Ausbau der B 5 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ausbau der A 23 und B 5 © Verkehrsministerium

Der Streckenabschnitt der B 5 zwischen Heide und Tönning sowie die Ortsumgehung Husum wurden bereits in den vergangenen Jahren mit höhenfreien Kreuzungen verkehrsgerecht ausgebaut. 

Übersichtskarte: Ausbau der A 23 und B 5 (PDF 703KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Steigerung der Attraktivität und Erreichbarkeit der Westküste

Für den ganzheitlich zu betrachtenden Abschnitt der B 5 zwischen A 23 und dänischer Grenze wurden vor dem Hintergrund der zu erwartenden künftigen verkehrlichen Entwicklung der Region Möglichkeiten für eine qualitative und bedarfsorientierte Optimierung der Verkehrsverhältnisse erarbeitet. In verschiedenen Untersuchungen werden die aktuellen verkehrlichen Entwicklungen mit der Besonderheit der saisonalen Schwankungen berücksichtigt.

Derzeit stehen insbesondere folgende Projekte im Vordergrund: 

Zwischen Tönning und Husum

Für den Bereich der B 5 zwischen Tönning und Husum ist die Realisierung einer 2+1 Verkehrsführung (Dreistreifigkeit) vorgesehen. Die Planung erfolgt in vier Teilabschnitten. Für den ersten Teilabschnitt Tönning bis Rothenspieker wurde im September 2013 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Für diesen Abschnitt wird derzeit ein Planänderungsverfahren durchgeführt.

Die Planänderungsunterlagen lagen nach ortsüblicher Bekanntmachung in der Zeit vom 13. Februar 2017 bis einschließlich 13. März 2017 zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Darüber hinaus sind die Unterlagen seit Auslegungsbeginn über die Internetseiten des LBV-SH auch digital einsehbar.

Für die sich anschließenden Teilabschnitte 2 bis 4 von Rothenspieker bis Husum wurden die Bauentwurfsunterlagen aufgestellt. Die Gesehenvermerke (Prüfungen) des Bundesministeriums (BMVI) liegen für den 2. Abschnitt von Rothenspieker bis Reimersbude seit Anfang Februar 2016 und für die Abschnitte 3 bis 4 von Reimersbude bis Husum seit Mitte April 2017 vor.

Der Baubeginn ist abhängig von den weiteren Planungsabläufen der einzelnen Abschnitte sowie von der Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel durch den Bund. Das Kostenvolumen liegt bei etwa 111 Millionen Euro.

Zwischen Hattstedt und Bredstedt

Die sich nördlich anschließende Verlegung der B 5 zwischen Hattstedt und Bredstedt ist als Maßnahme des vordringlichen Bedarfs im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen enthalten. Das Planfeststellungsverfahren wurde am 27. August 2009 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 30. März 2012 erlassen und ist derzeit beklagt.

Ein derzeit laufendes Planänderungsverfahren soll noch bestehende Planungsmängel beseitigen und zu einem rechtskräftigen Beschluss führen. Die Planänderungsunterlagen lagen nach ortsüblicher Bekanntmachung zur öffentlichen Einsichtnahme vom 17. Oktober 2016 bis 17. November 2016 aus. Darüber hinaus sind die Unterlagen mit Auslegungsbeginn über die Internetseiten des LBV-SH auch digital einsehbar.

Der Baubeginn ist abhängig vom Verlauf des Klageverfahrens und der Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel durch den Bund als Baulastträger der B 5. Die Gesamtinvestitionssumme (Bau- und Grunderwerb) beläuft sich derzeit auf ca. 54 Millionen Euro.

Zwischen Itzehoe und Wilster

Mit dem dreistreifigen Ausbau der B 5 zwischen Itzehoe und Wilster soll eine verbesserte, zukunftsfähige Anbindung des Wirtschaftsraumes Brunsbüttel erreicht werden. Es wurden zwei Abschnitte gebildet: Der erste Abschnitt von Itzehoe bis Heiligenstedten (Anbindung der K 36 an die B 5) wurde im April 2014 fertiggestellt.

Für den anschließenden Abschnitt von Heiligenstedten (K 36) bis Wilster-West erfolgte am 08. Juli 2016 im Beisein von Verkehrsminister Reinhard Meyer und weiteren Gästen aus Politik und Wirtschaft der erste Spatenstich.

Als erster Schritt wird mit dem Bau der Ersatzbrücke über die "Große Feldwettern" begonnen. Der Teilabschnitt zwischen Itzehoe und Bekdorf soll aus heutiger Sicht 2018 fertiggestellt sein, das Gesamtvorhaben im Jahr 2021. Die Kosten für den ca. 9,0 km langen Abschnitt liegen bei rund 27 Mio. Euro und werden vom Bund getragen.