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A 21 - Ausbau der B 404

Staatskanzlei

A 21 - Ausbau der B 404

Neben der A 7 hat der vierstreifige Ausbau der B 404 zur Bundesautobahn A 21 als zweite leistungsstarke Nord-Süd-Achse für den weiträumigen Verkehr besondere Priorität. Zwischen der A 1 bei Bargteheide bis Stolpe ist die B 404 bereits auf einer Länge von 50 km vierstreifig zur A 21 ausgebaut.

Bereich Stolpe bis Kiel

Für den rund 6 km langen Abschnitt zwischen Stolpe und Nettelsee wurde der Planfeststellungsbeschluss am 21. Februar 2011 erlassen. Der Bund als Baulastträger der A 21 hatte bereits frühzeitig eine Finanzierungszusage für diesen Abschnitt gegeben, so dass mit den Bauvorbereitungen im November 2011 begonnen werden konnte.

Der offizielle Spatenstich erfolgte dann am 2. Februar 2012.

Drei Teilabschnitte

Das Bauvorhaben im Bereich Stolpe bis Nettelsee wurde in drei Teilabschnitte unterteilt.

  1. Bereich Stolpe-Depenau:
    Die rund zwei Kilometer lange Teilstrecke wurde am 02. Dezember 2014 fertiggestellt. In diesem technisch anspruchsvollen Teilstück wurde u.a. ein Wild-Tunnel sowie ein Rastplatz "Depenauer Moor" mit WC-Anlage errichtet.
  2. Bereich Depenau-Löptin:
    Diese rund 2,1 km lange Teilstrecke wurde im Beisein von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann am 09. Dezember 2017 für den Verkehr freigegeben. Damit wurde rd. fünf Monate früher als geplant die Baumaßnahme abgeschlossen. Eine besondere Herausforderung für diesen baulich anspruchsvollen Abschnitt stellten die äußerst ungünstigen Bodenverhältnisse dar. Ein mooriger Untergrund machte das Einrammen von knapp 1.500 Betonpfählen notwendig.
  3. Bereich Löptin-Nettelsee:
    Der rund 1,6 km lange Abschnitt befindet sich seit Herbst 2017 im Bau. Die schwierigen Baugrundverhältnisse setzen sich in diesem Abschnitt fort. Die Fertigstellung des Gesamtabschnittes ist für das Jahr 2022 vorgesehen. Die Gesamtinvestitionssumme (Bau- und Grunderwerb) beläuft sich derzeit auf rd. 66 Millionen Euro.

Pilotprojekt für Planbeschleunigung

Für den anschließenden rund 6,2 km langen Abschnitt zwischen Nettelsee und Klein Barkau wurde am 21. Dezember 2016 der Planfeststellungsbeschluss erlassen. Unter Verkehrsminister Dr. Buchholz wurde dieser Abschnitt zum Pilotprojekt für Planbeschleunigung erklärt. Hier sind bereits bauvorbereitende Maßnahmen wie Baufeldräumung und ökologische Ausgleichmaßnahmen angelaufen. Der Baubeginn ist für Hebst 2018 vorgesehen. Der Bund hat für diesen Abschnitt eine Finanzierungszusage in Höhe von 65 Millionen Euro erteilt.

Übersichtskarte zum vierstreifigen Ausbau der B 404 zur A 21 A 21, Gesamtübersicht (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Verkehrsministerium

Ziel ist es, in den kommenden Jahren einen kontinuierlichen Baufortschritt in Richtung Kiel zu vollziehen. Daher wird der Abschnitt zwischen Klein Barkau und Wellseedamm als nächstes für die Planfeststellung vorbereitet.

Der sich nördlich anschließende rund 1,8 km lange Streckenabschnitt zwischen Wellseedamm bis Neumeimersdorf mit der Anschlussstelle "Wellseedamm" ist bereits vierstreifig ausgebaut und unter Verkehr.

A 21 - vierstreifiger Ausbau der B 404 (PDF 571KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Bereich A 1 (Bargteheide) bis A 24

Dreistreifigkeit als Übergangslösung

Aufgrund der besonderen Verkehrssituation im Bereich zwischen der A 1 und der A 24 wird derzeit als Übergangslösung die Einrichtung einer 2+1-Verkehrsführung (Dreistreifigkeit) realisiert. Damit kann die Verkehrssicherheit in diesem Abschnitt erheblich gesteigert werden. In vier Teilbereichen soll mit der Dreistreifigkeit eine Überholmöglichkeit entstehen. Dies soll möglichst im vorhandenen Straßenquerschnitt unter Nutzung abgängiger Radwege mit geringem Kostenaufwand und ohne relevante Eingriffe in den vorhandenen Bewuchs seitlich der B 404 erfolgen.

Die beiden südlichen Abschnitte von der A 24 bis Grande (4. Bauabschnitt) und Trittau bis Kuddewörde (3. Bauabschnitt) wurden bereits dem Verkehr übergeben. Im weiteren Streckenverlauf der B 404 Richtung Norden sind noch zwei weitere Abschnitte mit der Errichtung von Überholfahrstreifen zwischen der A 24 und der A 1 geplant, hier sind noch die Planfeststellungsverfahren abzuschließen bzw. durchzuführen, um Baurecht zu erlangen.

Auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holstein wurde der Abschnitt zwischen der A 1 und A 24 im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 wieder als neues Bauvorhaben im „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft.
Bei einem Ausbau zur Bundesautobahn könnte der bestehende dreistreifige Ausbau in die neue Autobahn so weit als möglich integriert werden, so dass die bisherigen finanziellen Aufwendungen nicht verloren gehen.

Östliche Elbquerung bei Geesthacht, Bereich A 24 bis A 39 (NI)

Der Ausbau der A 21 als Ostumfahrung Hamburgs einschließlich Elbquerung bei Geesthacht wird auf langfristige Sicht erforderlich, um dem Fernverkehr aus dem östlichen Raum Norddeutschlands die Möglichkeit zu geben, den Raum Hamburg auf kurzem Weg zu umfahren. Durch eine langfristig vollendete Ostumfahrung sind Entlastungen auf der A 1 zu erwarten, wenn eine verkehrsgerechte Anbindung an das Autobahnnetz in Niedersachsen sichergestellt ist.

Die Weiterführung der A 21 von der A 24 über die Elbe bis hin zur A 39 in Niedersachsen ist im neuen BVWP 2030 als neues Bauvorhaben im Weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestuft.

Vorrang der westlichen Elbquerung bei Glückstadt

Es ist jedoch zu beachten, dass die Realisierung der A 20 mit zusätzlicher westlicher Elbquerung bei Glückstadt Vorrang hat. Ferner ist aus heutiger Sicht eine Finanzierbarkeit beider Elbquerungsprojekte gleichzeitig nicht darstellbar.

Pressemitteilungen

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