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Stellen-Plus aus Zensusmitteln

Staatskanzlei

Stellen-Plus aus Zensusmitteln

Neun Millionen Euro zusätzlich aus Zensusmitteln und ein Maßnahmen-Paket für strategische Personalplanung - das hat die Landesregierung im Oktober 2013 auf den Weg gebracht.

Es soll den Unterrichtsausfall verringern, die Zahl der befristeten Arbeitsverträge reduzieren und Möglichkeiten schaffen, um hoch qualifizierte Fachlehrerinnen und Fachlehrer in Schleswig-Holstein zu halten.Das sind die einzelnen Punkte:

  • Zensusmittel eröffnen zusätzliche Möglichkeiten für Personalplanung

    Auf Initiative der regierungstragenden Fraktionen stehen aus Zensusmitteln neun Millionen Euro für zwei Jahre (2014 und 2015) zur Verfügung. Davon werden 75 zusätzliche Lehrerinnen- und Lehrerstellen geschaffen. So soll verhindert werden, dass Nachwuchskräfte das Land verlassen, weil ihnen aktuell keine unbefristete Planstelle angeboten werden kann. Nach Ablauf dieser beiden Jahre erhalten die Lehrkräfte dann automatisch eine reguläre - durch Pensionierung freigewordene - Planstelle. Ziel ist es, jungen hoch qualifizieren Menschen - vorzugsweise in Fächern mit besonders dringendem Bedarf - eine verlässliche Perspektive zu geben.

  • Mobile Vertretungsfeuerwehr

    In allen Kreisen und kreisfreien Städten wird eine ‚Mobile Vertretungsfeuerwehr‘ mit jeweils fünf bis sechs Lehrerinnen und Lehrern eingerichtet werden. Die etwa 80 Lehrkräfte dieser Vertretungsfeuerwehr erhalten unbefristete Planstellen. Finanziert werden die Stellen aus Mitteln des Vertretungsfonds, mit denen in der Vergangenheit ausschließlich befristete Verträge abgeschlossen wurden. Das Ganze wird möglich, weil so genannte kw-Stellen so lange als Stellenbasis für unbefristete Einstellungen genutzt werden, bis eine reguläre Planstelle durch Altersabgang frei wird.

  • Vorausschauende Personalplanung

    Über die 80 Stellen der Vertretungsfeuerwehr hinausgehend werden weitere 45 kw-Stellen genutzt, um qualifizierte Nachwuchskräfte im Bereich der Fächer mit besonderen Bedarfen für Vertretungsunterricht im Land zu halten. Auch hier gilt: Die jungen Menschen erhalten unbefristete Planstellen, die aus Mitteln des Vertretungsfonds finanziert werden. Wird durch Altersabgang eine passende Planstelle frei, werden die jeweiligen Lehrkräfte automatisch auf diese Planstelle überführt. Die kw-Stellen sollen bis Ende 2017 zur Verfügung stehen.

  • Mehr Flexibilität

    Ausgewählten Senior-Lehrkräften (Lehrerinnen und Lehrer in Pension) können - sofern sie Interesse daran haben - auch nach der Pensionierung eine begrenzte Zahl von (Vertretungs-)Unterrichtsstunden übernehmen. Die Senior-Lehrkräfte werden ausschließlich im Rahmen von plötzlich eintretenden, zeitlich befristeten Vertretungssituationen (zum Beispiel im Fall der Erkrankung einer Lehrkraft) eingesetzt. Konkret bedeutet das: Das Bildungsministerium stellt eine Liste mit Senior-Lehrkräften und ihren Fächerkombinationen zusammen und die Schulen können im Bedarfsfall rasch und unbürokratisch berufserfahrenes und kompetentes Vertretungspersonal erhalten.

  • Aus ODIS wird PUSH

    Das in den vergangenen Jahren eingesetzte Online-System für die Ermittlung von Unterrichtsausfall (ODIS) bildet die Realität an den Schulen nur sehr unzureichend ab. Deshalb startet zum Schuljahr 2014/15 stufenweise ein neues Online-System. Aus ODIS (Online Datenbank - Informationssystem Schulen) wird PUSH (Portal zur Unterrichtserfassung in Schleswig-Holstein).