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Elektronische Lohnsteuerkarte (ELStAM)

Staatskanzlei

Elektronische Lohnsteuerkarte (ELStAM)

Zum 1. Januar 2013 erfolgte der bundesweite Umstieg von der Papierlohnsteuerkarte auf ein elektronisches Verfahren, das sogenannte ELStAM-Verfahren. Die Angaben der bisherigen Vorderseite der Lohnsteuerkarte (z.B. Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale) werden seitdem in einer Datenbank der Finanzverwaltung zum elektronischen Abruf für die Arbeitgeber bereitgestellt und als Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet. Arbeitgeber können – nach einer Berechtigungsprüfung – die von der Finanzverwaltung bereitgestellten ELStAM ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abrufen.

Der Arbeitgeber benötigt bei Beschäftigungsbeginn von dem Arbeitnehmer nur noch folgende Informationen:

  • Identifikationsnummer*
  • Geburtsdatum
  • Hauptarbeitgeber ja / nein
    (nein = Steuerklasse VI)

Mit der erstmaligen Anwendung der ELStAM wird das Lohnsteuerabzugsverfahren für alle Beteiligten vereinfacht. Sobald der Arbeitgeber das elektronische Verfahren nutzt, können steuerlich bedeutsame Änderungen nach ihrer Eintragung im Melderegister (z. B. Heirat, Geburt eines Kindes, Kirchenein- oder Kirchenaustritt) automatisch beim Lohnsteuerabzug der Arbeitnehmerin und des Arbeitnehmers berücksichtigt werden.

Antragsgebundene Freibeträge sind wie bisher jährlich beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt zu beantragen! Sie können ab 2016 diesen Freibetrag aber auch erstmals für einen Zeitraum von zwei Kalenderjahren beantragen.

Freibeträge für Kinder über 18 Jahren, Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung und Hinterbliebene, die bereits mehrjährig gewährt wurden, behalten weiterhin ihre Gültigkeit und müssen nicht neu beantragt werden.


Hinweis:
Die Lohnsteuerkarte 2010/Ersatzbescheinigung 2011, 2012 oder 2013 hat grundsätzlich mit Ablauf des Jahres 2013 ihre Gültigkeit verloren und darf somit nicht mehr für den Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass Arbeitgeber, die die ELStAM ihrer Arbeitnehmer noch nicht abrufen und anwenden das Risiko eingehen, für dadurch evtl. nicht zutreffend einbehaltene und abgeführte Lohnsteuer in Haftung genommen zu werden ( § 42d EStG).

Ausführliche Informationen rund um die elektronische Lohnsteuerkarte finden Sie hier:
Link für Arbeitgeber
Link für Arbeitnehmer.

Ergänzende Informationen für Arbeitnehmer:

  1. Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler 2017 (PDF 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)
  2. Merkblatt zur Steuerklassenwahl 2017 (PDF 240KB, Datei ist nicht barrierefrei)
  3. Vorteile des Faktorverfahrens (PDF 36KB, Datei ist nicht barrierefrei)
  4. Antrag auf Korrektur von unzutreffenden elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELStAM) (PDF 89KB, Datei ist nicht barrierefrei)

* Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) hat Ihnen Ihre Identifikationsnummer 2008 in einem Brief mitgeteilt. Sie können die Nummer auch auf Ihrem letzten Einkommensteuerbescheid oder sonstigen Schriftstücken des Finanzamtes ablesen. Sollten Ihnen diese Unterlagen nicht mehr vorliegen, informiert Sie das Bundeszentralamt für Steuern über Ihre Steuer-Identifikationsnummer. Unter diesem Link können Sie online ein Formular zur Mitteilung der Steueridentifikationsnummer ausfüllen. Das BZSt teilt Ihnen Ihre Steuer-ID aus Gründen des Datenschutzes dann schriftlich mit.

Kontakt

Finanzministerium

Steuerabteilung
Düsternbrooker Weg 64
24105 Kiel
Telefon: 0431 988-4003
Fax: 0431 988-4174