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Konzept "Integrative Sprachförderung"

Staatskanzlei

Konzept "Integrative Sprachförderung"

Kindertagesstätten fördern die Sprach- und Sprechentwicklung aller betreuten Kinder.Grundlage ist das seit 1996 immer weiter entwickelte "Integrative Sprachbildungskonzept (Fördesprache)". Es gilt als bundesweit beispielgebend und verknüpft erstmals die Arbeit der beteiligten Institutionen und Personen zu einem Netzwerk.

Das Konzept besteht aus folgenden Bausteinen:

  • Sprachbildung auch bei Kindern nichtdeutscher Sprache (Allgemeine Sprachbildung)
    Schleswig-Holstein war das erste Bundesland, das die Sprachbildung in den Kindertageseinrichtungen konsequent und systematisch aufgebaut hat. Bereits seit 15 Jahren werden landesweit kostenlose Fortbildungsreihen für Erzieherinnen und Erzieher in dem Bereich "Sprachförderung" angeboten. Bis 2013 haben rund 10.000 Erzieherinnen und Erzieher daran teilgenommen, pro Jahr erhöht sich diese Zahl um 350. Zusätzlich werden landesweit Arbeitskreise für bereits fortgebildete Erzieherinnen und Erzieher angeboten. Ausgangsbasis der Sprachbildung ist die Sprachbeobachtung durch fortgebildete Erzieherinnen und Erzieher - dazu werden die Verfahren SELDAK (für deutsch aufwachsende Kinder) und SISMIK (für Kinder nichtdeutscher Erstsprache) eingesetzt. Mehr lesen

  • Ohrentraining in Kitas: "Förderung der phonologischen Bewussheit"
    Seit 2000 wird die "Förderung der phonologischen Bewusstheit" im letzten halben Jahr vor der Einschulung in die Sprachförderung der Kindertageseinrichtung einbezogen. Sie zielt darauf, alle Kinder auf den Schriftspracherwerb vorzubereiten und Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten vorzubeugen. Wissenschaftliche Untersuchungen (Schneider, Universität Würzburg 1999) haben gezeigt, dass so geförderte Kinder deutlich bessere Chancen auf einen problemlosen Schriftspracherwerb haben. Als Material stehen ein Übungskatalog und Arbeitsblätter sowie seit 2006 ein Übungsprogramm zur Verfügung, das phonologische Bewusstheit und Literacy miteinander verknüpft. Mehr lesen

  • Sprachheilpädagogische Förderung im Elementarbereich
    Aufgabe der Sprachheilförderung ist es, sprachgestörte Kinder frühzeitig zu fördern und sie so rechtzeitig vor der Einschulung zu rehabilitieren. Deshalb arbeiten Kindertageseinrichtungen und die Sprachheillehrkräfte der Förderzentren eng in der Prävention zusammen. Pro Jahr werden rund 6.000 Kinder sprachheilpädagogisch betreut (davon 80 Prozent im Vorfeld der Schule), zusätzlich gibt es 6.000 Beratungen (davon 75 Prozent im Vorfeld der Schule). In einem Jahr werden also 9.300 Kinder im Vorfeld der Schule erfasst und sprachheilpädagogisch betreut.

  • Spracheinschätzung im Rahmen der vorgezogenen Schulanmeldung und Sprachintensivförderung zwischen Schulanmeldung und Einschulung SPRINT.
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Begleitende Projekte:

  • Sprachbildung in der Ausbildung zum Erzieher / zur Erzieherin
    Im Anschluss an das erfolgreiche Modellprojekt "Ausbildungsmodul Sprachbildung" an der Fachschule Elly-Heuss-Knapp in Neumünster ist dies 120-Stunden umfassende Modul verbindlicher Bestandteil der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern an den schleswig-holsteinischen Fachschulen für Sozialpädagogik.

  • Übergang Kindertageseinrichtung - Grundschule
    Das Thema Sprachbildung spielt auch in der Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Grundschule eine zentrale Rolle.