Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Sport(stätten)entwicklungsplanung

Staatskanzlei

Sport(stätten)entwicklungsplanung

Die Sport(stätten)entwicklungsplanung ist eine sektorale Fachplanung für die Kommunen, die Aussagen zum gegenwärtigen und zukünftigen Sportgeschehen in der Kommune sowie zu den dafür erforderlichen Sportstätten macht.

Ziel der Sport(stätten)entwicklungsplanung ist die Entwicklung eines zukunftsorientierten Planungsinstrumentariums, das die gewandelten Organisationsformen des Sports und das geänderte Sportverhalten der Bevölkerung berücksichtigt (vgl. Leitfaden für die Sportstättenentwicklungsplanung des Bundesinstitutes für Sportwissenschaften). Dabei spielt die Berücksichtigung der demographischen Veränderungen unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle. Damit hat diese Fachplanung einen zentralen Bezug zur kommunalen/regionalen Daseinsvorsorgeplanung.

Leitfaden für die Sportstättenentwicklungsplanung des Bundesinstitutes für Sportwissenschaften

Im Rahmen einer vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration beauftragten Erhebung aller kommunalen Sportstätten des Landes im Juni 2014 wurde festgestellt, dass die Kommunen seit der vorherigen Erhebung im Jahr 2006 erheblich in ihre Sportstätten investiert hatten. Lag die Gesamtsumme des Sanierungsbedarfs im Jahr 2006 noch bei rund 76 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre, ist diese Summe für 2014 bis nach 2016 auf 55 Millionen Euro abgeschmolzen. Allein zwischen 2012 und Ende 2013 haben die Kommunen in Sportstättensanierungen rund 79 Millionen Euro investiert. Dennoch besteht in rund einem Drittel aller 3.500 Sportstätten weiterer Sanierungsbedarf. Für die Jahre 2014 bis nach 2016 ergaben sich aus den Haushaltsplanungen der Kommunen weitere 55 Millionen Euro Investitionsbedarf.

Sportstättenerhebung in Schleswig-Holstein im Juni 2014 (PDF 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Mit dem Kommunalen Investitionsfonds und den Städtebaufördermitteln des Landes und des Bundes liegen auch in der Zukunft sehr gute Instrumente vor, um die Kommunen dabei von Landesseite zu unterstützen. Zusammen mit dem Konjunkturprogramm II sind zwischen 2010 und 2013 allein 23,5 Millionen Euro aus den Städtebautöpfen in die energetische und allgemeine Sanierung von Sportstätten geflossen. Weitere 6,8 Millionen an zinsgünstigen Darlehen aus dem Kommunalen Investitionsfonds wurden für Sportstättensanierungen allein für 2012 und 2013 bewilligt. Für die Jahre 2010 bis 2013 waren es sogar 17,3 Millionen Euro. Die Angebote für zinsgünstige Darlehen hält die Landesregierung weiterhin aufrecht. Zugleich wird verstärkt darauf Wert gelegt, dass die Kommunen zielgerichtet, nach demographischen Aspekten und mit Blick auf ein sich veränderndes Sportverhalten vorausschauend investieren. Für eine entsprechende Planung der Sportstätten sind Sport(stätten)entwicklungspläne ein wichtiges Instrument.

Dementsprechend ist die Erstellung von kommunalen Sport(stätten)entwicklungsplänen gemäß dem oben genannten Leitfaden für die Sportstättenentwicklungsplanung vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft weiterhin ein Förderschwerpunkt (siehe Ziffer 2.1 d der Sportförderrichtlinie). Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein unterstützt die Erstellung eines kommunalen Sport(stätten)entwicklungsplanes im Wege einer Festbetragsfinanzierung bis zur Höhe von 10.000,00 € (siehe Ziffer 5.5 der Sportförderrichtlinie).

Richtlinie über die Förderung des Sports in Schleswig-Holstein (PDF 25KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Wir möchten auf diesem Wege weiterhin Kommunen ermutigen, sich der Sport(stätten)entwicklungsplanung anzunehmen. Aufgrund der Verflechtungen zwischen Zentralen Orten und ihren Umlandgemeinden sind dabei insbesondere auch interkommunale Lösungen anzustreben.

Bei Interesse sowie für weitere Auskünfte können Sie sich an folgende Ansprechpartnerin im Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein wenden:

Kontakt

Marc-Oliver Will
Telefon: +49 431 988-3128
Fax: +49 431 9886-143128