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Zeugnisse für Grundschulkinder neu gestaltet

Staatskanzlei

Zeugnisse für Grundschulkinder neu gestaltet

Der Entwicklungsbericht für Grundschulen wurde überarbeitet.

Schleswig-holsteinische Grundschülerinnen und -schüler des 1. und 2. Jahrgangs erhalten schon lange keine Noten mehr und im 3. Jahrgang konnten die Schulen zwischen Noten und Kompetenz-Zeugnissen wählen. Seit dem Schuljahr 2014/15 haben die Schulen auch in den 4. Jahrgängen die Wahlfreiheit. Um ihnen die Arbeit zu erleichtern und die Vergleichbarkeit zu verbessern stellt das Ministerium standardisierte Leistungsbewertungen zur Verfügung.

Entwicklungsbericht als Grundlage

Grundlage für das Zeugnis-Formular ist der in den Grundschulen bekannte Entwicklungsbericht. Schülerinnen und Schüler erhalten diesen Entwicklungsbericht am Ende des ersten Halbjahres der 4. Jahrgangsstufe. Er bildet die Grundlage für das verbindliche Gespräch der Schule mit den Eltern über den Übergang zur weiterführenden Schule und ersetzt die früheren schriftlichen Übergangsempfehlungen. Das Ministerium für Schule und Berufsbildung hatte Prof. Jens Möller von der Christian-Albrechts-Universität (CAU) mit der Evaluation des Entwicklungsberichtes beauftragt.

Standardisierte Zeugnisse

Gemeinsam mit Prof. Möller stellte Ministerin Britta Ernst den verbesserten Entwicklungsbericht Anfang Juli 2015 der Öffentlichkeit vor. Gleichzeitig wurden auf dieser Basis Zeugnisformulare für Jahrgangsstufen entwickelt, in denen keine Noten gegeben werden (Kompetenz-Zeugnisse). Diese werden den Schulen als standardisierte Zeugnisse zur Verfügung gestellt und sollen nach einer Übergangsfrist von drei Jahren verbindlich werden. Das Ministerium für Schule und Berufsbildung kommt damit einem Auftrag des Landtages nach, nach dem Muster für an Kompetenzen ausgerichtete Entwicklungsberichte für die Jahrgänge 1 bis 4 entwickelt werden sollten. Außerdem wurde das bisherige Verfahren evaluiert.

Vorteile der neuen Entwicklungsberichte

"Eltern und Lehrkräfte finden den Entwicklungsbericht insgesamt verständlich", sagte Prof. Jens Möller. Er sei differenzierter als Noten und habe den gleichen oder sogar einen besseren Vorhersagewert für die Testleistungen als Noten. Es habe sich bei seiner Arbeit aber auch gezeigt, dass einige Kompetenzbeschreibungen - zum Beispiel im Fach Mathematik - überarbeitet oder umformuliert werden müssten. Zudem habe er empfohlen, die Kompetenzskala auf fünf Abstufungen zu erweitern, auch um den Wünschen von Lehrkräften nachkommen und zugleich die gewohnte Fünf-Stufigkeit der
Bildungsstandards aufzunehmen.

Formulare ab nächstem Schuljahr

An schleswig-holsteinischen Grundschulen folgende Formulare für Leistungs- und Entwicklungsbewertungen:

Wahlfreiheit der Schulen
Jahrgangsstufe 1 und 2Jahrgangsstufe 3

Jahrgangsstufe 4

1. Halbjahr

Jahrgangsstufe 4

2. Halbjahr

Kompetenz-Zeugnis

Notenzeugnis

mit optionalem

Entwicklungsbericht

Notenzeugnis

mit verbindlichem

Entwicklungsbericht

Notenzeugnis

mit optionalem

Entwicklungsbericht

Kompetenz-ZeugnisKompetenz-Zeugnis

Kompetenz-Zeugnis