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Rückkehr zu G9

Staatskanzlei

Rückkehr zu G9

Ab dem Schuljahr 2019/20 soll an den Gymnasien wieder G9 flächendeckend angeboten werden

Die Weichen für eine Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren an den Gymnasien sind gestellt: Der schleswig-holsteinische Landtag hat in seiner Sitzung am 20. September 2017 mit einem klaren Votum dem Schulgesetz-Entwurf der regierungstragenden Fraktionen in 1. Lesung zugestimmt.

Portraitfoto Karin Prien

Schülerinnen und Schüler sollen auf ihrem Weg zum Abitur wieder mehr Zeit zum Lernen, für die Persönlichkeitsentwicklung und für Hobbys und politisches und gesellschaftliches Engagement haben

Karin Prien

Eckpunkte von G9

Vorgesehen ist, dass der Bildungsgang am Gymnasium ab dem Schuljahr 2019/20 generell neun Schulleistungsjahre umfasst - sechs Jahre in der Sekundarstufe I, gefolgt von einer dreijährigen Oberstufe.

Der Gesetzentwurf legt weiterhin die Bedingungen fest, unter denen die Gymnasien einmalig die Gelegenheit erhalten, sich für den Verbleib bei G8 oder dem Y-Modell zu entscheiden. Dazu ist eine 75-prozentige Mehrheit der Schulkonferen notwendig.

Fasst die Schulkonferenz keinen Beschluss, wird der neunjährige Bildungsgang regelhaft zum Schuljahr 2019/20 eingeführt - und zwar für den beginnenden fünften Jahrgang und auch für den dann sechsten Jahrgang des Gymnasiums. Die im Schuljahr 2019/20 vorhandenen Jahrgangsstufen sieben bis zwölf laufen unverändert in ihrem Status als Jahrgänge des achtjährigen Bildungsgangs weiter.

Verfahren

Der vorgelegte Gesetzentwurf geht jetzt in die Anhörung. Die 2. Lesung und Verabschiedung im Parlament ist für Dezember 2017 vorgesehen. Ziel ist es, das verabschiedete Gesetz im Amtsblatt (GVOBl) Ende Dezember 2017 zu veröffentlichen. Erst mit dieser Veröffentlichung tritt das Gesetz zum 1. Januar 2018 in Kraft.

Auf Basis dieses Gesetzes können Schulkonferenzen darüber abstimmen, ob sie den achtjährigen Bildungsgang oder das Y-Modell an ihrer Schule weiterführen wollen. Dieser verbindliche Beschluss muss unbedingt bis spätestens zum 23. Februar 2018 gefasst sein. Denn ab dem 26. Februar 2018 können Eltern ihre Kinder für das Schuljahr 2018/19 an den weiterführenden Schulen anmelden.

Anmeldezeitraum für Schuljahr 2018/19

Vom 26. Februar bis zum 7. März 2018 melden Eltern ihrer Kinder für das Schuljahr 2018/19 an den weiterführenden Schulen an. Sie wissen dann, ob das gewünschte Gymnasium ab dem Schuljahr 2019/20 den neunjährigen Bildungsgang (G9) anbieten wird oder das aktuelle Angebot (G8 oder Y-Modell) beibehält. Führt das Gymnasium wieder G9 ein, werden auch die im Schuljahr 2018/19 eingeschulten Kinder ab dem sechsten Jahrgang G9 durchlaufen.

Beteiligungsverfahren

Alle relevanten Gremien und Verbände werden im Übergang zu G9 beteiligt: Gesprächspartner sind unter anderen die umstellungserfahrenen Schulleiterinnen und Schulleitern der G9- und der Y-Gymnasien; der Direktorenverbindungsausschuss als Vertretung aller gymnasialen Schulleitungen; die regionalen Arbeitskreise der Orientierungs- und Mittelstufenleitungen; die Fachvorsitzenden der Kernfächer. Es wird Runde Tische mit dem Landeselternbeirat (LEB), der Landesschülervertretung (LSV) der Gymnasien sowie den Kommunalen Spitzenverbänden geben, auch Gespräche mit den Lehrerverbänden und Gewerkschaften sowie dem Landesschulbeirat hat Bildungsministerin Karin Prien bis Ende September geführt.

Informationen für Schulleitungen