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Leben zu Hause im Alter

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Leben zu Hause im Alter

Ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung ist auch bei Pflegebedarf möglich. Wie Sie Ihren Alltag organisieren können, zeigt Ihnen das Beispiel von Herrn W.

Herr W. ist 76 Jahre alt. Er wohnt in einer Mietwohnung im Stadtzentrum, in der er sich sehr wohl fühlt. Herr W. ist geistig vollkommen fit und interessiert sich für Geschichte und Heimatkunde. Doch seit einiger Zeit macht sein Körper nicht mehr so mit, wie er will. Die Gelenke rosten ein und die Sehkraft lässt nach. Er kann sich nicht mehr alleine duschen und das Anziehen fällt immer schwerer.

Herr W. möchte aber auf keinen Fall in ein Pflegeheim umziehen. In seiner Wohnung hat er mit seiner Frau ein halbes Jahrhundert gewohnt, bis sie vor einigen Jahren verstarb. Seine Nachbarn kennt er alle beim Namen und hält gerne einen kleinen Plausch mit ihnen. Herr W. hat beschlossen, in seiner vertrauten Umgebung zu bleiben. Dazu braucht er aber etwas Unterstützung.

Folgende Schritte ist Herr W. auf seinem Weg in ein selbständiges Leben zu Hause gegangen:

  • Er hört sich bei Freunden und Nachbarn und bei seinem Hausarzt um.

  • Herr W. beantragt bei seiner Pflegekasse (bei seiner Krankenkasse) Leistungen aus der Pflegeversicherung. Pflegeleistungen beantragen

  • Die Pflegekasse teilt ihm mit, welche Pflegeberaterin für ihn zuständig ist, und bietet einen Beratungstermin an.

  • Die Pflegekasse beauftragt den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), die Pflegebedürftigkeit zu prüfen. Dafür vereinbart ein Gutachter des MDK einen Termin mit Herrn W. Pflegebedarf ermitteln

  • Herr W. erhält nach der Begutachtung den Pflegegrad 2. Das bedeutet, dass er in seiner Selbständigkeit oder seinen Fähigkeiten erheblich eingeschränkt ist. Informationen zu den Pflegegraden

  • Um einen besseren Überblick zu bekommen, lässt sich Herr W. bei einem Pflegestützpunkt beraten und bekommt Informationen zu unterschiedlichen Hilfsangeboten für alle Alltagsbelange und eine Beratung zur altersgerechten Gestaltung der eigenen vier Wände. Übersicht über die Pflegestützpunkte in Schleswig-Holstein

  • Herr W. lässt seine Wohnung mit Einverständnis des Vermieters soweit wie möglich seniorengerecht umrüsten.

  • Nach den Probelieferungen verschiedener Anbieter von "Essen auf Rädern" wählt Herr W. den aus, bei dem es ihm am besten geschmeckt hat.

  • Herr W. beauftragt einen Pflegedienst, der jeden Morgen zu ihm kommt, um ihm beim Waschen und Anziehen zu helfen. Einen Pflegedienst finden und auswählen

  • Sein Hausarzt verschreibt Herrn W. Krankengymnastik und nennt ihm Physiotherapeuten, die Hausbesuche machen.

  • Herr W. findet über einen ehrenamtlichen Besuchsdienst einen Begleiter, mit dem er sich über Geschichte und Heimatkunde austauschen kann. Gemeinsam unternehmen sie Ausflüge in die Umgebung. Weitere Alltagshilfen in Schleswig-Holstein

  • Herr W. hat ein gutes Netzwerk: Ein Hausmeister erledigt kleinere Reparaturen, ein Nachbar trägt ihm die Post herauf, Einkäufe und die Begleitung bei Arztbesuchen übernimmt der Pflegedienst.