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Probleme ansprechen

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Probleme ansprechen

Sie haben ein Problem in oder mit Ihrer Pflegeeinrichtung und wissen nicht, an wen Sie sich wenden können? Es gibt Ansprechpartner für den Fall der Fälle.

Am besten sprechen Sie Probleme direkt dort an, wo sie auftreten. So gehen Sie sicher, dass Sie auch gehört werden. Sprechen Sie mit der Leiterin oder dem Leiter Ihrer Einrichtung oder wenden Sie sich an den Bewohnerbeirat der Einrichtung.

Wenn sich trotzdem nichts ändert, Sie sich nicht ernst genommen fühlen oder lieber mit jemandem außerhalb der Einrichtung sprechen möchten, sollten Sie sich an die zuständige Aufsichtsbehörde wenden. Auch hier erhalten Sie Rat und Unterstützung.

Zu den Aufgaben der Aufsichtsbehörde zählt unter anderem die Prüfung der Einrichtungen. Die Aufsichtsbehörde achtet darauf, dass die Einrichtungen ihre Aufgaben und Verpflichtungen erfüllen, und führt hierfür regelmäßig und unangemeldet Prüfungen durch. Die örtliche Aufsichtsbehörde kann Aufzeichnungen über die Pflegeplanung und Pflegeverläufe einsehen und gegebenenfalls auch – mit Ihrer Zustimmung – Ihren Pflegezustand begutachten.

Zur Liste von Aufsichtsbehörden in Schleswig-Holstein

Das PflegeNotTelefon

Das PflegeNotTelefon ist eine erste Anlaufstelle für alle, denen die Sorgen über den Kopf wachsen. Hierhin können Pflegebedürftige und Angehörige sich wenden, wenn sie Probleme mit der Pflegesituation haben. Auch Pflegekräfte können sich in schwierigen Situationen Rat holen. Expertinnen und Experten hören Ihnen zu und versuchen gemeinsam mit Ihnen, einen guten Weg zu finden. Auf Wunsch werden Sie auch an lokale Einrichtungen und Unterstützungsangebote weitervermittelt.

Rufen Sie an: 0180 2 494847 (6 Cent pro Anruf)

Zum Internetauftritt "PflegeNotTelefon"

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Selbstbestimmungsstärkungsgesetz

In Schleswig-Holstein gibt es seit 2009 das Gesetz zur Stärkung von Selbstbestimmung und Schutz von Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderung. Das Gesetz hat insbesondere folgende Ziele:

Es stärkt Ihre Rechte als selbst bestimmender Kunde und Verbraucher von Pflegeleistungen – zum Beispiel dadurch, dass Ihr Anspruch auf umfassende Information und Beratung über die verschiedenen Pflege- und Unterstützungsangebote festgelegt wurde.

Es sichert Ihren Anspruch auf Teilhabe am Leben in der Gesellschaft – zum Beispiel dadurch, dass die Möglichkeiten für Ihre Mitwirkung geregelt werden und dass Angehörige und ehrenamtlich Engagierte einbezogen werden. In einer stationären Pflegeeinrichtung können Sie beispielsweise aktiv mitgestalten durch Ihre Mitarbeit im Bewohnerbeirat.

Es bietet Ihnen einen besseren Schutz durch eine nach dem Schutzbedarf abgestufte staatliche Aufsicht und auch gesellschaftliche Kontrolle. Zum Beispiel werden stationäre Pflegeeinrichtungen grundsätzlich mindestens einmal im Jahr überprüft, in ambulant betreute Wohngemeinschaften kommt die Aufsichtsbehörde bei konkreten Hinweisen auf Mängel. Die Ergebnisse der Überprüfungen werden öffentlich zugänglich gemacht. Eine Aufsichtsbehörde gibt es in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt.

Zur Liste von Aufsichtsbehörden in Schleswig-Holstein

Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz

Im sogenannten Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz ist die vertragliche Informationspflicht von Pflegeeinrichtungen geregelt. Häufig gibt es jedoch Unsicherheiten bei Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Sie stellen sich Fragen wie: Welche Zusatzleistungen sind wirklich nötig? Welche Kündigungsfristen gelten? Und was ist zu tun, wenn Verträge gegen das Recht verstoßen?

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein berät Sie auch bei diesen Rechtsfragen. Sie können anrufen oder bei einer Beratungsstelle vor Ort vorbeigehen, um einen Termin zu vereinbaren. Für die persönliche Beratung wird eine Gebühr erhoben, die sich nach der Länge der Beratungszeit richtet.

Zur Übersicht der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale in Schleswig-Holstein

Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung Schleswig-Holstein

Um Bewohnerbeiräte und Bewohnerfürsprecher bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen, gibt es in Schleswig-Holstein speziell dafür geschulte Beraterinnen und Berater, sogenannte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Ihre Schulung wird vom Land finanziert. Jeder Interessierte kann Multiplikatorin oder Multiplikator werden. Die Schulung umfasst unter anderem Inhalte wie die rechtlichen Grundlagen, Einrichtungsstrukturen, Kommunikationspsychologie, Umgang mit Demenz, Entgelt/Pflegesatz sowie einen intensiven Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten.

Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren beraten die Bewohnerbeiräte und Bewohnerfürsprecher regelmäßig und ortsnah und unterstützen sie bei der Wahrnehmung der Mitwirkungsrechte.

In der Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung (LAG-SH) haben sich diese Beraterinnen und Berater zu einer Interessenvertretung zusammengeschlossen.

Zur Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung Schleswig-Holstein

Mitwirkung in Angehörigengruppen

Der Einzug in eine Pflegeeinrichtung ist ein großer und nicht unbedingt einfacher Schritt, – weder für den pflegebedürftigen Menschen selbst, noch für Angehörige und Freunde, die sich oftmals vorher zuhause intensiv um die Pflegebedürftige oder den Pflegebedürftigen gekümmert haben. Doch auch in einer Pflegeeinrichtung können Sie sich als Angehöriger weiterhin beteiligen, Ihre Fähigkeiten einbringen und den Alltag mitgestalten. Zum Beispiel gibt es in einigen Pflegeeinrichtungen Angehörigengruppen. Fragen Sie einfach mal bei der Pflegeeinrichtung nach.